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Donnerstag, 14. Februar 2013

Filzeinband

Ich gebe ehrlich zu, daß ich von den üblicheren Wollverarbeitungsverfahren das Filzen mit am meisten mag. In den letzten Jahren habe ich fast ausschließlich mit Lama- oder Alpakafaser gefilzt. Leider hatte ich in den vergangenen Monaten kaum Zeit dafür. Aber um mich mal wieder zu motivieren und einfach eine Hau-Ruck-Aktion mit Weiterbildungseffekt und einem möglichen Ruhepol in einer sehr turbulenten Zeit zu unternehmen, bin ich letztes Wochenende unterwegs gewesen. Mein Mann hat währenddessen alle Tiere und unsere kleine Tochter versorgt. Ein paar Hundert Kilometer weiter habe ich mich zur Werkstatt von Jana Muchalski bei Lübeck begeben und gefilzt. Zur Abwechslung mal mit Schafwolle, was - wie ich fand - viel leichter geht. Schafwolle hat kürzere, abstehendere Schüppchen im Vergleich zu Kamelidenfaser und daher verhaken sie sich besser - es verfilzt also schneller. Wie haben extraweiche Merinowolle benutzt. Habe mich ganz schnell an das andere Gefühl gewöhnt. Einige der Alpakafasern, die ich eigentlich benutzen wollte, fand neue Besitzerinnen, die gleich am Abend mit dem Verspinnen anfingen. So hatte ich auch mal die Möglichkeit, das Garn am nächsten Tag zu bewundern.
Das Wochenende war sehr interessant, Spaß hatten wir alle auch und ich habe wirklich nette Leute kennengelernt. Das Thema waren sanfte Farbverläufe. Das Objekt sollte ein Kalendereinband werden. Wir haben am ersten Tag die Vorfilze fertiggestellt und am zweiten Tag dann den Einband. Vielen Dank an Jana für die Geduld, weil es dann doch länger dauerte als erwartet.
Versorgt wurden wir während des Tages sehr lecker von unserer Gastgeberin. Möchte mich hiermit herzlich bei ihr, Astrid, Silke und Ramona für die wunderbare Zeit bedanken.
Anschließend ein paar Bilder - es sind meiner Ansicht nach bei allen ganz großartige Farbkombinationen entstanden. die man unter dem Link zu den beiden Filztagen von Jana findet - was für ein Farbenmeer:

Mittwoch, 28. April 2010

Auf der Lamaweide: Malen nach Bob Ross

Eine Bekannte hat einen Artikel gefunden, in dem auch unser Hof erwähnt wird - speziell die Malkurse, die wir anbieten: http://www.news.de/reisen-und-leben/855054419/auf-menschen-wird-nicht-gespuckt/1/. Ich habe gar nichts von dem Artikel gewußt.
Aber es stimmt, wir bieten Malkurse nach Bob Ross an: Landschaften und/oder Tiere (hauptsächlich Tierportraits). Die beiden abgebildeten Gemälde sind kürzlich bei einem Kurs entstanden.

Lama- (oder Landschafts-)Malkurs nach der Bob-Ross-Methode
+ kurze Wanderung mit den Tieren (30-60 Minuten)
+ Picknick/Grill/Buffett inkl. Getränke
Zeit: ca. 8 Stunden
Sie nehmen mit nach Hause: ein wundervolles, von Ihnen selbst gemaltes fertiges Ölbild, Freude und Erfahrungen. (alle Kurs-Materialien werden gestellt - das Bild gehört natürlich Ihnen, inklusive Getränke und Picknickbuffett oder Grill - je nach Jahreszeit und Wunsch). Der Kurs findet unter Anleitung einer ausgebildeten und zertifizierten Bob-Ross-Mallehrerin statt, die extra dafür anreist.
In wärmeren Jahreszeiten findet der Kurs unabhängig von Witterungsbedingungen (Sonne oder Regen) auf der Lamaweide statt. Es wird an der frischen Luft gemalt und bei Bedarf steht eine überdachte Möglichkeit zur Verfügung. So kann auch schnell einmal mit dem lebenden Motiv verglichen werden. Auch der Grill ist nicht weit entfernt.

Wer also Interesse hat, kann sich gern melden - die Motive variieren nach Wunsch - Landschaft oder Tiere. Derzeitig gibt es noch keine festgesetzten Termine - es gilt Absprache und Voranmeldung.

Samstag, 23. Januar 2010

Motorsägenscheinkurs

Da ich jetzt auf einem Bauernhof wohne und jede Menge Holz zerkleinern muß, habe ich beschlossen, den Umgang mit der Motorsäge ordentlich zu lernen und gleich ein Zertifikat abzulegen. Und heute war es soweit: meine ersten Versuche mit einer Motorsäge - bei klirrender Kälte im nahegelegenen Zeesen. Es war nicht ansatzweise so angsteinflösend, wie ich dachte und die Benutzung hat irgendwie etwas Befriedigendes an sich. Die Dauer der Brennholzherstellung wird extrem verkürzt. Ich fand es interessant und bin froh über meine Teilnahme. Und ja, jetzt habe ich eine offizielle Erlaubnis zur Benutzung.
Mein Zertifikat hat folgenden Satzlaut:
Am Lehrgang "Sicheres Arbeiten mit der Motorsäge", durchgeführt durch das Forstsachverständigenbüro [...] hat [ich] erfolgreich teilgenommen. Sie verfügt über grundlegende theoretische Kenntnisse beim Umgang mit der Motorkettensäge sowie über praktische Fähigkeiten beim Entasten und Einschneiden von Rohholz.
Der Lehrgang wurde entsprechend den Richtlinien der GUV-VC 51 durchgeführt und umfaßte folgende Themenkomplexe in Theorie und Praxis:
  1. Sicherheitsvorschriften beim Umgang mit der MKS nach UVV Forst
  2. Aufbau und Wirkungsweise der MKS, Wartung
  3. fachgerechtes Einschneiden von Rohholz
  4. Spannungsholz
  5. Sicheres Entasten von Bäumen
  6. Grundregeln der Holzaushaltung
Was das alles aussagt? Es handelt sich um das Zertifikat für liegendes Holz. Ich darf also außerhalb meines eigenen Landes (dort kann ich mit und ohne Zertifikat sowieso machen, was ich will) keine Bäume fällen und nur Holz zerkleinern, daß von der Wurzel gelöst ist. Aber das reicht mir ja auch schon. Theoretisch kann ich zum Förster gehen und mir mit seiner Erlaubnis Brennholz aus dem Wald holen. Oder so ähnlich. Ich habe den Nachweis der "Sachkunde" für den Forstbeamten damit erbracht.
Allerdings finde ich den Gebrauch von MKS ein wenig merkwürdig - für Lamahalter bedeutet MKS = Maul- und Klauenseuche und verursacht eher panische Gefühle. Aber da sieht man es mal wieder - andere Bereiche, gleiche Abkürzungen, andere Bedeutungen ........... und jetzt hat mein Mann mich beauftragt, eine Motorsäge zu kaufen.

Ansonsten läßt sich nicht viel sagen: wir haben beschlossen, heute abend daheim beim warmen Kamin zu bleiben und Wein zu trinken. Ich habe draußen gerade noch nachgesehen: alle Lamas sitzen beieinander und das Thermometer zeigt -13°C an. Es soll noch kälter werden heute nacht - es ist ja noch nicht einmal 22 Uhr.

Sonntag, 24. Mai 2009

AELAS-Kurse B + C

War bei den AELAS Kursen B+C. Die nächsten Kurse sind im Herbst.
Kurse sind empfehlenswert und voll von nützlichen Informationen. Ich empfehle daher, alle Kurse mitzumachen, wenn man Neuweltkameliden hält oder halten will.
Maria hat natürlich auch wieder Kuchen gebacken - ich kann den Neugierigen auch bestätigen: es hat wieder sehr gut geschmeckt. :)

Dienstag, 16. September 2008

AELAS Kurs A

War auf dem AELAS Kurs in Kirchdorf, weil ich den Sachkundenachweis für das Landwirtschaftsamt benötige. Ich muß u.a. eine Qualifizierung nachweisen, wenn ich den Status eines priviligierten Landwirtes erhalten möchte. Deutsche Bürokratie! Es reicht ja offensichtlich nicht, daß ich seit 12 Jahren erfolgreich Lamas züchte und seit 14 Jahren einen Schein als Lamatrainer - allerdings in englisch - habe. Naja, vielleicht ist es auch besser so. Vor allem für die Tiere. Ob das aber die Anzahl der unlauteren Tierhändler minimiert, wage ich zu bezweifeln.
Also bin ich nach dem Kongress vom Fraunhofer Institut - EGG 2008+ (Electronic Goes Green) nach Kirchdorf in Bayern gefahren.
Werde später mehr davon berichten. Bin jetzt zu müde.