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Montag, 9. Februar 2015

Öffnungszeiten

Bitte beachten Sie die telefonischen Öffnungszeiten! Derzeitig sind sie:
Mo, Mi, Do, ca. 9-16 Uhr,
Di 9-14 Uhr,
Fr- So 9-11 Uhr.  
An allen Tagen zusätzlich auch 20-21 Uhr, wenn es wichtig ist.
Bitte rufen Sie nur in unaufschiebbaren Fällen außerhalb dieser Zeiten an. Wir sind auch besser über die Mobilnummer (01522-8752653) erreichbar. Bitte länger klingeln lassen und nicht schon nach 10 Sekunden auflegen - wir sitzen extrem selten daneben und müssen das Telefon erst einmal erreichen.... Es kann auch sein, daß wir nicht abnehmen können, weil wir gerade Tiere trainieren, in ein Gespräch verwickelt sind oder alle Hände voll haben - einfach nochmals ein wenig später probieren. :) Wenn es gar nicht klappt, dann eine mail schreiben.
Wenn ich außerhalb dieser Zeit abnehme (es könnte ja ein Notfall sein), dann müssen Sie damit rechnen, daß ich keine Zeit habe, Kinder versorgt werden müssen und ich Sie auf später vertröste, wenn es nicht unaufschiebbar eilig ist. Unaufschiebbar heißt hier: Tier krank, verletzt, ausgebrochen, entlaufen, ....... Ein Notfall eben, der sofortige Aufmerksamkeit braucht. Terminvereinbarungen gehören nicht dazu. Ich rufe sie dafür zurück .....

Donnerstag, 22. August 2013

Video: Faserverarbeitung

Ich habe die entsprechende Seite auf meiner Homepage eingestellt. Dort kann man sich über die maschinelle Verarbeitung in einer Wollmühle informieren.
Für alle Interessierten: hier ist der Ablauf der Verarbeitung von Lamafaser in einer Minimill mal von mir als Video zusammengefaßt worden. Viel Spaß beim Ansehen.


Sonntag, 18. August 2013

Faserverarbeitung in der Minimill Teil 2: Lamafaser

Während der Einweisung wurde auch Lamafaser und Angora verarbeitet.
Ich lieferte die Lamafaser und nahm das Vlies von Baldur Zadik vom letzten Jahr. Während seine Spitzen zu einem Braun ausbleichen, ist seine eigentliche Faser ein wunderschönes Anthrazit.
Lamavlies eines Classics und Mediums unterscheidet sich ein wenig von Alpakavlies. Aber dazu komme ich in einem anderen Eintrag, weil es hierfür einiger Erklärungen bedarf. Fazit war, daß ich ganz besorgt um meine Fasern jeden Schritt verfolgte und aus Neugier bezüglich der Gewichtsverluste auch nach einigen Maschinen fleißig auswog.
Es wurde in die Trommelmühle gepackt. Von den ursprünglichen ca. 700g blieben 580g übrig - nicht umsonst hatte ich ihn meinen "wandelnden Heuballen" getauft. Inzwischen ist er einmal komplett geschoren worden und somit dürfte es in den nächsten Jahren besser sein.
Es sind also hauptsächlich ein paar Strohteile, Staub, und wahrscheinlich auch ein wenig vom "2. Schnitt" herausgeflogen. Der 2. Schnitt ist der sogenannte Nachschnitt, der sehr unerwünscht ist, aber manchmal zur ästhetischen Schönheit des Lamas notwendig ist, wenn man nicht ganz genau geschoren hat oder das Lama gerade in diesem Augenblick beschlossen hat, mal einen Schritt zur Seite zu gehen (ich hatte Baldur in dem Jahr nur vorn an einen Pfahl angebunden und nicht in einen Stand gepackt).

Nach dem Waschen und Trocknen waren es dann auf einmal wieder 598g. Da wir die Faser über Nacht stehenließen, vermute ich mal, daß ein wenig Luftfeuchtigkeit aufgenommen wurde. Nach dem Picker und dem Faserseparatur betrug nun die Menge etwa 70% vom Ausgangsmaterial. Das ist eigentlich normal - und für ein Lama mit double-coat sogar ganz gut. Weiter ging es in den Kardierer.
Vergleich: oben nicht separierte Faser, unten Faser nach dem Separator
Abfall nach dem Separator: Heustückchen und vor allem viel Grannenhaare (primäre und sekundäre)
Ich hatte mich entschlossen, die Faser zu einem mitteldicken, zweifädigen Garn zu verarbeiten bzw. verarbeiten zu lassen. Es wurde also in entsprechende Stränge unterteilt und versponnen.
Die Faser wurde noch verzwirnt, gedampft und dann in Stränge gewickelt.
Auf Konen aufgewickelt, wird das Garn durch den Steamer zur Fixierung des Zwirns geschickt.
Jeff war ganz begeistert von meiner Lamafaser und ich hielt kurz bevor ich dann am Donnerstag wieder abfuhr, einige Stränge absolut weiches, wunderschönes 100%iges Lamagarn und noch ca. 50m Kardenband von meiner ursprünglichen Faser in der Hand. Ursprünglich hatte ich das Garn zum Verkauf bestimmt, habe mich dann aber prompt umentschieden - ich behalte es und stricke mir selbst einen Schal und Mütze. Wird ein schönes warmes Andenken an die Zeit.
Möchte hiermit Fam. Funke und Jeff danken, die meiner Besorgnis fabelhaft Rechnung trugen und wirklich nichts verschwendeten. Ich habe gesehen, wie sorgsam sie sind und bin sicher, daß auch in Zukunft jede Faser von jedem mit der gleichen Sorgfalt und Sparsamkeit behandelt wird. 

Mittwoch, 14. August 2013

Faserverarbeitung in der Minimill Teil 1

Im März war ich einige Tage in der Uckermark. Gehört zwar auch zu Brandenburg, liegt aber im Norden Berlins und doch ca. 2 Autostunden von mir entfernt. Grund meiner "Dienstreise" war die Ankunft des kanadischen Technikers Jeff von Belfast Minimills. Er gab die Schulung und Einweisung für die neue Wollmühle von Fam. Funke, die inzwischen ihren Betrieb aufgenommen und auch schon fleißig die Fasern von verschiedenen Leuten und Betrieben verspinnt.
Was ich dort zu suchen hatte? Zum einen trieb mich natürlich extreme Neugier, aber eigentlich wurde ich gebeten, bei der Übersetzung zu helfen, damit auch wirklich alles richtig verstanden wurde. Hier mal ein großes Lob an Ursula Funke: Dein Englisch wird immer besser! 
Ich kam an, als die Maschinen schon aufgebaut waren. 4,6 kg weiße Alpakafasern waren schon mit einer Trommelmühle vom gröbsten Staub befreit, in der Waschmaschine gewaschen und mit einer von Bernd Funke interessanten Lüfterkonstruktion getrocknet worden. Und auch durch den "Picker" gejagt. Es konnte also losgehen.
Zuerst mußte die Spreu vom Weizen getrennt werden - bei Fasern also die groben Fasern (Grannenhaare), die übriggebliebene Vegetation, usw. von der eigentlichen Qualitätsfaser getrennt werden. Das geschieht im Faserseparator. In diesem wird das Gewicht auch noch einmal beträchtlich reduziert. Aber übrig bleibt eine ganz wundervolle Faser, bei der es sich wirklich auch lohnt, sie zu verspinnen.
nach dem Faserseparator
Weiße Alpakafaser wird in den Kardierer geschickt
Das Kardenband wird nochmals verfeinert und zum Spinnen vorbereitet.
Bernd, Ursula und Jeff an der Spinnmaschine - es macht Spaß!
In der Spinnmaschine
Es folgt die Kardiermaschine, aus der am anderen Ende ein dünnes Kardenband (roving) oder ein Kammzug (batt) je nach Einstellung hervorkommt. Die weiße Alpakafaser wurde als Kardenband verarbeitet, welches dann noch einmal in der nächsten Maschine verdichtet und gezogen das Ausgangsmaterial für den Spinner, also die Spinnmaschine, darstellte.
Jetzt sind Erfahrungswerte, Feingefühl, Kundenwunsch und noch einige Faktoren wichtig - es werden nämlich nämlich die einzelnen Fäden gesponnen. Auch dieses klappte ganz wunderbar. Jeff war zwischendurch immer mal wieder begeistert von der Qualität der Faser.
Wir hatten einige Spulen produziert, die dann im Verzwirner ein dreifädiges Garn ergaben. Auf Konen gewickelt konnten dieses mit dem Dampfer (Steamer) vorsichtig fixiert werden. Es wurde entschieden, das Endprodukt einfach in Stränge aufzuwickeln und so hielten wir dann am Mittwoch abend alle bewundernd das erste hergestellte Garn der Wollmühle in der Hand.
Danach wurde noch ein wenig herumgespielt mit dem Effekt, daß Fam. Funke damals ein sehr schönes, weißes, flauschiges, dickes Garn zur Verfügung hatte. Falls jemand Interesse daran hat, sollte er oder sie sich melden - ich finde, es ist gut für Mützen oder Schals geeignet. Aber natürlich weiß ich nicht, ob es noch zum Verkauf steht - vielleicht ist schon alles weg; Fragen schadet sicher nichts.
Und damit der Eintrag nicht zu lang wird und weil ich auch noch etwas erledigen muß, folgt die Fortsetzung später. .... Während der Einweisung wurde auch Lamafaser und Angora verarbeitet.

Samstag, 3. August 2013

Alzheimer als Berufskrankheit für Landwirte

Pestizide werden in der Landwirtschaft häufig eingesetzt, um das Wachsen bestimmter Unkräuter zu unterdrücken oder zu vermeiden. Manchmal ist nur ein Sprühen von bestimmten Mitteln möglich, um eine sich ausbreitende schädliche Pflanze an der Fortpflanzung zu hindern. Daß Pestizide nicht nur in der Umwelt gezielten Schaden (gewollt oder nicht gewollt) anrichten, ist allgemein bekannt. Interessant fand ich jedoch, daß in Frankreich Parkinson und Alzheimer vor kurzem als Berufskrankheit für Landwirte anerkannt wurde - und zwar wegen des Pestizid-Einsatzes.
Laut WHO sterben jährlich 200.000 Menschen an Pestizid-Vergiftungen.

Montag, 22. Juli 2013

Klare Seen

Und auch wieder in den Medien bestätigt: wir haben schöne saubere Seen hier: http://www.maz-online.de/Lokales/Dahme-Spreewald/Wo-die-Seen-besonders-klar-sind
Und der Krumme See, der oft das Ausflugsziel der Lamatouren - und auch privater Badeaktivität ist - gehört dazu. Die öffentliche (natürlich kostenlose) Badestelle wird monatlich getestet - bisher sind die Kontrollwerte noch nie negativ aufgefallen.

Mittwoch, 19. Juni 2013

Internetseite - Wollkapitel

Habe mal wieder ein wenig aufgearbeitet und einige Seiten ins Netz gestellt. Diesmal hauptsächlich Seiten zum Thema Fasern im Kapitel Wolle. Man findet es unter Wissenswertes / Lexikon.

Donnerstag, 13. Juni 2013

Mückenschutz

Eine aktuelle Notiz: ich möchte hier einmal anmerken, daß es mir aus rechtlichen Gründen nicht gestattet ist, Ihnen (chemischen) Mückenschutz zu geben. Bitte denken Sie bei Wanderungen selbst daran, sich entsprechend etwas mitzubringen. Wir laufen durch den Wald und oft in Wassernähe.

Donnerstag, 30. Mai 2013

Stechmücken im Nebel

Gestern abend bekam ich einen Anruf von der Polizei. Nein, ich habe keine Rinder und Pferde, weiß aber, wem sie gehören. Und dann packte ich Tochter ins Auto, stellte Abendessen warm und fuhr los, meinem Nachbar beim Einfangen zu helfen. Es gab nicht wirklich viel für mich zu tun: ich sollte nur mit meinem Auto den Weg zurück (zu meinen Lamas) versperren.
Ich unterhielt mich mit einem anwesenden Hundebesitzer während des Wartens und meine Tochter probierte verschieden große Pfützen aus. Dann kam der entwarnende Anruf und ich verfrachtete die inzwischen schmutzig-nasse Kleine wieder ins Auto. Auch eine Art, abends noch zusätzlich Luft zu schnappen.
Die Mücken am Kanals sind aber unschön, leider hatten wir keinen Nebel: www.scienceticker.info/2012/11/19/nebel-legt-mucken-still/

Montag, 18. März 2013

Copyright und Persönlichkeitsrechte

Auf meiner Homepage, der Werbung, dem Blog usw. bin ich recht vorsichtig, was die Verletzung von Rechten Dritter - vor allem bei Bildern - angeht. Ich habe immer die Erlaubnis, sie zu veröffentlichen oder sie verletzen keine Rechte. Und das erwarte ich auch von anderen. Ich erlaube meinen Gästen, ihre Bilder von mir und meinen Tieren online zu stellen. 
Das heißt jedoch noch lange nicht, daß eine Person (kein Gast des Hofes, sondern ehemalige Geschäftsbekannte) für persönliche Selbstbestätigung und mit schwarzen Flecken im Herzen Bilder von meiner Tochter und den Tieren und Hof für unschöne Zwecke mißbrauchen darf. Dies ist kürzlich geschehen. Ich war mal wieder verärgert und enttäuscht - manche werden nie erwachsen und lassen auch nie locker .... Warum muß man sich immer in das Leben der Leute drängen, die keinen Kontakt mit einem selbst wünschen?
Bei einem solchen Fall kann man zwar sofort zum Anwalt gehen, aber ich habe den humanen Weg beschritten und erstmal eine Abmahnung geschickt. Laut meinem Mann hätte ich gar keine Warnung senden sollen, sondern das Ganze sofort an einen Anwalt abgeben sollen. Bei solchen absichtlichen Persönlichkeitsverletzungen kennt er keine Umstände - und schon gar nicht, wenn es um unsere Tochter geht. Einen Tag später waren die Bilder zwar noch online, aber leicht unkenntlich gemacht. Allerdings nicht einmal ansatzweise ausreichend und so haben wir alle angenommen, daß das Löschen nicht erfolgen wird. Der Kontakt mit meinem Anwalt am Nachmittag diesbezüglich (die Abmahnung erfolgte mit Kenntnis desselben) zeigte mir die beiden aktuellen Wege auf, die ich gehen konnte. Natürlich hatte ich Screenshots angefertigt. 
Er schickt eine Abmahnung und verlangt nach §823 BGB Schadenersatz (den ich einer karitativen Gesellschaft gegeben hätte) oder ich kann eine Strafanzeige stellen - auch noch mehrere Monate nach der Straftat (da kriegt das Geld dann der Staat). Interessant fand ich seine Aussage, daß man bei der Onlinestellung (vor allem von Kindern) ohne Erlaubnis sogar bis ein Jahr lang Freiheitsentzug bestraft werden kann (§201a StGB). Das ist also nicht nur eine zivilrechtliche Sache, sondern tatsächlich eine Straftat. Ich war immer davon ausgegangen, daß es sich um einen illegale Zivilsache handelte. Also etwas Neues gelernt. Auch wenn ich jetzt weiß, wie ein entsprechendes Antragsformular für die Straftat aussieht, hatte ich selbst mit dem Ausfüllen noch Hemmungen und habe es erst einmal unausgefüllt gelassen. Und anscheinend hatte die Person dann entweder einen Geistesblitz, hat mit einer kundigen Person geredet oder selbst im Internet nach den gängigen Richtlinien gesucht. Das Bild ist zwar immer noch da, aber meine Tochter inzwischen so unkenntlich gemacht, daß man sie nicht erkennen kann. Wenn jedoch irgendwo ein Name von ihr, mir oder dem Hof in dem Eintrag erscheint, darf ich wieder klagen (also wenn irgendwo ein Bezug zu uns hergestellt wird). Zwar keine Lust dazu, aber der Schutz der eigenen Kinder (und Tiere) geht immer vor ........ Eine Strafanzeige darf ich (da die Screenshots vorhanden sind) zwar immer noch in den nächsten Monaten stellen, aber irgendwie habe ich da Hemmungen. Kommt wahrscheinlich darauf an, ob aus dieser Richtung wieder etwas Unschönes kommt. Wenn ja, werden meine Hemmungen natürlich noch weiter ganz gewaltig sinken ....
Womit man seine Zeit sinnlos so verschwenden kann - es ist schon ärgerlich.

Dienstag, 5. Februar 2013

Alpaka-Alarm

Lamas und Alpakas haben verschiedene Töne, mit denen sie kommunizieren. Eigentlich sind sie sehr leise Tiere. Der Kampfruf, das Angstgeschrei und der Alarmruf sind allerdings recht laute Geräusche. 
Meines Erachtens nach klingt ein Alarmruf ein wenig wie eine Mischung zwischen Sirene und Esel. Bei Lamas laut - und wie ich jetzt festgestellt habe - auch recht tief. Jedes Tier klingt ein wenig anders. Ich gebe allerdings auch zu, daß man das so selten hört, daß ich zumindest die Rufe nicht auseinanderhalten kann und immer nachsehen muß.
Beim Ausmisten kürzlich habe ich etwas gehört, was sich wie ein lautes Gummi-Quietsche-Entchen anhörte. Ich sah aus der Tür: das Alpaka Manú gab überraschenderweise Laut. Von meinen Alpakas kenne ich das gar nicht - sie verlassen sich auf die viel größeren Lamas als Beschützer. 
Nachdem ich mich schnell nach der Quelle der Beunruhigung umgesehen hatte (großer Hund, offensichtlich neu), mußte ich lachen. Es klang einfach zu witzig für mich, die ich nur an Alarmrufe von Lamas (von Stuten) gewöhnt war. Viel höher und es endete, als ob die Batterie zur Neige ging. Ich hatte das Handy dabei und drückte fix auf den Aufnahmeknopf. Zweimal schaffte ich es - danach war aber auch Schluß. Das Alpaka hatte sich beruhigt. Interessanterweise suchte es sich die beiden größten Lamas in diesem Herdenteil als Begleitung aus, die dann auch brav der Aufforderung nachkamen und zum Begutachten der Situation an die andere Zaunseite ging. Die anderen (hauptsächlich Jungtiere) standen weiter hinten am Zaun herum und sahen neugierig aus.

Mittwoch, 26. Dezember 2012

Schneefressen

Lamas und Alpakas fressen Schnee. Das hat nichts damit zu tun, daß sie evtl. Durst oder Hunger haben. Langeweile? Geschmack? So richtig hat keiner herausgefunden, warum sie das machen - aber unabhängig von Haltung, Lage oder Herkunft fressen alle Schnee ...

Dienstag, 18. Dezember 2012

Größenvergleich

Was ist der Unterschied zwischen Lama und Alpaka? Die Größe ist das Auffälligste für einen Laien. Lamas sind größer als Alpakas. Hier auf dem Bild sind 2 Lamafohlen, die etwa einen Monat alt sind - in der Mitte befindet sich eine ausgewachsene Alpakastute. In nur wenigen Wochen werden die beiden Lamas das um mehrere Jahre ältere Alpaka überragen.

Mittwoch, 24. Oktober 2012

Schlüssel bleibt am Hof

Wieder eine Lektion fürs Leben gelernt. Gib Einstellern nie einen Schlüssel. Bis jetzt war ich eine der wenigen - um genau zu sein, kenne ich keinen anderen - der seinen Einstellern (also den Leuten, die Pensionstiere am Hof haben) einen Schlüssel zur Weide gegeben hat. War ja auf Vertrauensbasis. Das hat sich hiermit geändert. Nach dem eiligen forcierten Schloßtausch heute wird der Schlüssel von nun an nicht mehr weitergegeben.
Was ich erleben durfte bzw. mußte spottet jeder Beschreibung (den Tieren geht es natürlich gut). Fassungslos und fehlender Worte (das ist nicht üblich bei mir) stand ich heute früh angesichts solcher Hinterhältigkeit da .....

Freitag, 28. September 2012

Ostalgie

Weil Anfragen öfters kommen und mein (leichter) Dialekt ab und zu verwirrte Gesichter hervorruft: ja, ich komme ursprünglich aus den neuen Bundesländern und bin nach längerem Wohnsitz im "kapitalistischen Ausland" (USA, Italien, etc. - Westberlin sollte man dazuzählen oder nicht?) wieder vor einigen Jahren nach "Ostdeutschland" zurückgekehrt. Sehr patriotisch bin ich trotzdem nicht - außer im Scherz, ich war es auch nie. Wenn die Leute nett sind und ich mich wohlfühle, ist es mir völlig egal, wo ich lebe oder welche Sprache ich spreche. Ich gebe zu, mein Deutsch wird allerdings immer einen Hauch sächsisch aufweisen. Es sei denn, ich gebe mir Mühe und rede Hochdeutsch. Das ist sehr selten und eigentlich nur, wenn ich einen Fachvortrag mit Mikrofon halte und der Ansicht bin, die Leute verstehen mich sonst nicht.
Und für die nostalgischen Momente daher für alle, die sich erinnern (können, wollen oder lernen):

Einer meiner Lieblingssongs der Grupp ist übrigens "Alt wie ein Baum". Am besten singt/grölt man das auf Dorffesten mit einem Bier in der Hand zu vorgerückter Stunde mit und entspricht damit dem vorgefertigten deutschen Bild ausländischer Touristen - in diesem Fall Briten. Und erntet damit nur noch ein müdes Lächeln vom eigenen (schottischen) Ehemann, der sich ebenfalls genüßlich am deutschen Bier festhält ...... (weil es daheim fast nur Weinflaschen gibt).
Diese Ostalgie hier nur deswegen, weil ich demnächst für ein paar Tage in den tiefsten Westen von Deutschland fahre ...... mehr im nächsten Blogeintrag.

Montag, 6. August 2012

Berlin schuldet Mittenwalde Trillionen!

Eigentlich müßte Mittenwalde die reichste Stadt der Welt sein - wenn Berlin seine Schulden zahlen würde. Vor ca. 450 Jahren (1562) hat die Handelsstadt ihrer Nachbarstadt Berlin-Cölln 400 Gulden geliehen (um Steuerforderungen des verschwenderischen Kurfürsten Joachim II. zu begleichen). Zu einem Zinssatz von 6%. Berlin ist der Rechtsnachfolger. Dieses Geld wurde nie zurückgezahlt. Seit 1820 erinnert unsere Stadt die Hauptstadt immer mal wieder so alle 50 Jahre an ihre Schuld. Sie wurde immer noch nicht beglichen. Inzwischen ist diese auf über 100 Mio angewachsen - wenn man Inflationsrate, Zinseszins usw. mit einbezieht, handelt es sich um Trillionen! Nur so mal als Vergleich: Berlin ist ziemlich verschuldet: derzeitig wohl so um die 63 Bio OHNE diese Schuld. Natürlich wird Berlin nicht zahlen - ist irgendwie klar, leider schade. Aber wird eh keine Auswirkungen auf uns haben - wir müßten trotzdem weiter unsere Abgaben leisten.
Der Bürgermeister Pfeffer war kürzlich wieder bei Finanzsenator Nußbaum und hat diesen an die Schuld erinnert. Symbolisch wurde von Berlin ein Gulden von 1539 für eine temporäre Ausstellung an das Heimatmuseum in Mittenwalde geliehen - für 6 Wochen. Mittewalde hat diesen Gulden inzwischen (weil nur Leihgabe) auch wieder zurückgegeben.

Hier ein paar Links, man kann noch weitaus mehr sowohl in englisch als auch deutsch im Netz finden (einfach über Stichworte: Berlin Mittenwalde Schulden). Ich habe eigentlich über den Umweg über britische Nachrichten davon erfahren.
Radiobeitrag:
http://www.wdr5.de/sendungen/profit/s/d/18.07.2012-18.05/b/alte-schulden-nie-vergessen.html

[Bildquelle: http://regionales.t-online.de/ein-450-jahre-alter-schuldschein-macht-furore/id_58144292/index]

Donnerstag, 28. Juni 2012

Insektenschutz Bayofly

Ja, ich arbeite an der entsprechenden Seite auf meiner Homepage. Dort gibt es dann einen Überblick über Möglichkeiten zum Schutz vor Insektenplagen für Lamas und Alpakas.
Heute nur ganz kurz, was ein Tierarzt einem meiner Tiere verabreicht hat:
Bayofly® Pour-On von der Firma Bayer.
Das Zeug ist etwas zäh und gelartig und hält viel besser auf der Haut als Butox. Wird auch auf dem Rücken verteilt. Lt. Hersteller zeichnet sich das Mittel durch eine hervorragende Wirksamkeit gegen alle wirtschaftliche bedeutsamen Weidefliegen und Bremsen aus. Man kann es sofort und ohne Wartezeit (für Milch und eßbares Gewebe) auch bei laktierenden Kühen einsetzen. Auch mehrfach pro Weidesaison. Nur bei Kälbern wird gewarnt - sie sollen ein Mindestgewicht von 100 kg erreichen.

Chemischer Name: Cyano(4-fluoro-3-phenoxyphenyl)methyl 3-(2,2-dichloroethenyl)-2,2-dimethyl- cyclopropanecarboxylate
Dosis: 10ml auf 100kg Körpergewicht.

Hier eine Zusammenfassung der Wirkung des Mittels auf Gnitzen

Derzeitig habe ich noch nichts Negatives gefunden, was die Anwendung des Mittels behindern könnte. Über Informationen diesbezüglich wäre ich dankbar, falls jemand etwas weiß.
Das Mittel wird nicht resorbiert, sondern verteilt sich durch einen "Dachschindeleffekt". Ich weiß nicht, ob das bei Lamas und Alpakas auch funktioniert, aber die eine Erfahrung bei mir hat gezeigt: ich habe auf dem vorher geplagten Tier kein Insekt mehr gesehen. Lt. Tierarzt ist Bayofly wirksamer als Butox. Beim Durchlesen des Wirkungsmechanismus stelle ich fest, daß eigentlich dadurch die Anzahl der Insektenplagen dezimiert wird.
Hier ein sehr guter Link, der viele Fragen zum Mittel beantwortet und die Informationen schön übersichtlich darstellt.

Dienstag, 26. Juni 2012

Offenlegung der Agrarsubventionen

Den Artikel hatte ich mir letztes Jahr mal auf die Merkliste gesetzt. Das Thema kommt immer wieder hoch:
http://www.geo.de/GEO/natur/oekologie/67503.html
So ganz richtig ist das mit dem Besitz der Gebiete nicht - sie müssen nachweislich bewirtschaftet werden, um bestimmte Subventionen zu erhalten.
Noch ein Kommentar zu Brachflächen: Lt. nationalem dt. Gesetz müssen Grünflächen (auch Brachflächen) mindestens einmal im Jahr abgemäht werden. Sonst droht dem Besitzer eine Strafe (Ordnungswidrigkeit).

Montag, 26. März 2012

Das Warten beginnt

Alljährlich warten die Züchter auf den Nachwuchs. Lamas tragen zwischen durchschnittlich 11.5 und 12.5 Monaten. Guanakostuten, die wilden Vorfahren der Lamas, sind nur 11 Monate schwanger.
Bei den meisten meiner Stuten weiß ich, in welcher Woche das Fohlen ungefähr kommt. Anders ist es bei noch jungen Stuten oder "neuen" Tieren. Emily wurde erfolgreich letztes Jahr am 23.4.2011 von Inti de Oro, meinem älteren Herdhengst, gedeckt. Normalerweise würde ich frühestens ab 10.4. mit dem "Warten auf Nachwuchs" anfangen. Vor 3 Tagen jedoch bemerkte ich bei Emily geschwollene Zitzen. Gestern abend war die Vulva stark vergrößert und seit ca. einer Woche benimmt sie sich extrem zickig gegenüber anderen Lamas. Heute suchte sie eindeutig die Nähe des Hengstes, der auf der anderen Zaunseite stand, während sich der Rest der Stutenherde 200 m entfernt auf der anderen Weideseite befand. Die beiden Elterntiere standen ruhig nebeneinander. Vielleicht ein Überbleibsel der wilden Zeiten? Die schwangere Stute sucht den Beschützer der Herde auf, weil sie bald dessen Schutz gegenüber möglichen Angreifern braucht? Natürliche Feinde in der Heimat sind Pumas.
Ich saß mittlerweile auf einer Bank 10 m entfernt, trank Tee, genoß die Frühlingssonne, beobachtete die Lamas und paßte auf, daß mein Baby beim Turnen nicht von der Bank fiel. Das Leben ist wundervoll.
Und ich beschloß, daß das Warten auf Emilys Fohlen schon verfrüht begann. Wie das aussieht? Man geht doppelt so häufig auf die Weide und nimmt den Fotoapparat mit, nur um dann festzustellen, daß man durch ein Telefonat oder Besuch die tatsächliche Geburt meist um eine Stunde verpaßt. Oder den Fotoapparat das eine Mal dann doch im Haus vergessen hat. Oder daß die webcams irgendwo einen Wackelkontakt haben und man keine Zeit hat, diesen zu suchen. Wäre Emily eine von meinen älteren Stuten, wo ich die Zeichen genau deuten kann, würde ich sagen, daß die Geburt innerhalb der nächsten 2-3 Tage ansteht. So aber kann mich die Stute auch locker noch 2 oder 3 Wochen foppen. Oder auch länger. Wir werden sehen. Auf jeden Fall bin ich schon gespannt. Emily ist ein robustes Ccara-Lama, nicht übermäßig groß im Vergleich zu meinen anderen Tieren, hat aber einen wundervoll korrekten Körperbau mit einer interessanten roten und grauen Farbe, gemischt mit weiß. Sie hat Double-Coat mit einem unglaublich weichen und feinen Untervlies, von wasserabweisenden Grannenhaaren überdeckt. Von allen meinen Tieren sieht sie den wilden Vorfahren noch am ähnlichsten. Ihr voriges Fohlen Eldor Zadik stammt nicht von einem meiner Hengste, hat sich aber zu einem goldigen, sehr intelligenten Burschen entwickelt ....

Samstag, 17. März 2012

Zertifizierter Natur-, Kultur- und Landschaftsführer

Heute war es soweit: die Überreichung der Zertifikate von ANU und BANU: 2 "Urkunden" für den erfolgreichen Ausbildungsabschluß zum deutschlandweit anerkannten Natur-, Kultur- und Landschaftsführer.