Freitag, 22. Januar 2010
Abweichung von der Routine
Mittwoch, 20. Januar 2010
Rehe am Nottekanal
Sonntag, 17. Januar 2010
Abgefressene Nadelbäume
Und eine Fanseite haben wir auch schon: http://www.facebook.com/pages/Mittenwalde-Germany/Markischer-Lamahof/255005619326.
Hier auf diesem Bild kann man erkennen, wie abgefressen unsere einst so schöne Tanne jetzt aussieht. Dazu muß man sagen, daß sie wirklich wunderschön gerade und gleichmäßig war. Leider hatte ich aber nicht beachtet, wie gern Lamas Nadelbäume fressen. Und dann war es schon zu spät, um sie noch abzusperren. Der Schaden war bereits angerichtet.
Auf dem ersten Bild kann man erkennen, daß die linke Tanne offensichtlich besser gemundet hat - danach war die rechte ebenfalls dran. Die Bilder wurden im Abstand von nur wenigen Tagen geschossen. Und andere Bäume werden jetzt ebenfalls entrindet. Wir haben vor zwei oder drei Wochen einen Haufen abgesägter Birkenzweige in die Weide geworfen. Sämtliche Lamas haben sich entzückt darauf gestürzt und knabbern immer noch fleißig daran herum.
Mittwoch, 13. Januar 2010
Begegnungen
Sonntag, 10. Januar 2010
Noch eine Heuraufe und ein Gaststättenbesuch
Daher sind wir heute vormittag nur zu zweit mit den beiden Jungstuten Mara und Artemis - beide ca. 1,5 Jahre alt - ein wenig im Schnee herumgestapft. Und als wir bei einem Restaurant in der Dorfmitte vorbeikamen, dem "Deutschen Haus", wurden wir hereingebeten. Wir sind also den kleinen Treppenabsatz hoch, durch den Vorderraum und standen dann in der warmen Gaststube. Die Weihnachtsdekoration, die Ares vor einigen Wochen so interessant fand - es handelte sich um Tannenzweige, war nicht mehr da, dafür aber ein paar mehr Leute. Die beiden Stuten verhielten sich mustergültig, schauten interessiert in der Gegend herum und ließen sich streicheln und fotografieren. Vielen Dank an Christian Korth, der ein paar schöne Aufnahmen von den Momenten machte und sie uns zusandte. Auf den Gesichtern der Lamas glitzern die Schneeflocken und man sieht noch die dünne Schneedecke auf den Rücken der Tiere. Die Lamas sind durch ihre Wolle so gut isoliert, daß die Schneeflocken - zumindest draußen - nicht schmelzen und die Lamas nicht naß werden. Daher ist ihnen jetzt auch nicht wirklich kalt.
Samstag, 9. Januar 2010
Schnee, Schnee und nochmals Schnee
So stand es heute in den Nachrichten - und tatsächlich: es schneit immer noch. Selbst die Lamas haben keine wirkliche Lust mehr, durch den Schnee zu stampfen. Unsere Fuß- und Lamaspuren sind auch schnell wieder eingeschneit. So viel Neues gibt es also nicht zu berichten.
Die Herde in der Gartenweide knabbert fleißig an den Bäumen herum und hat eine Schneedecke auf ihrem Rücken. Ich habe ihnen noch Birkenzweige vorgeworfen. Die Mutterherde hat da mehr "Weicheier" - sie sitzen in ihrem Unterstand auf dem isolierenden Stroh, sehen hinaus und laufen nur kurz mal davor herum. Die meiste Zeit sitzen sie aber und käuen wieder. Vielleicht werden sie ja wieder energetischer, wenn die Sonne hervorkommt.
Es ist aber super Wetter zum Skilanglauf. :-)
Freitag, 8. Januar 2010
Mittwoch, 6. Januar 2010
Wofür benutzt man Lamas?
Daher meine Antwort auch hier nochmals zur Aufklärung: nein, meine Tiere sind nicht für den Fleischerwerb gedacht und dürfen auch nicht dafür verwendet werden. Grund für das Nicht-dürfen sind u.a. die jährlichen Chlostridien-Impfungen (Clostridien sind grampositive, anaerobe, Sporen bildende Bakterien), die die Tiere vom Tierarzt erhalten. Da ist z.B. auch eine Immunisierung gegen Tetanus dabei. Aber es macht sie auch lt. Gesetz (AMG) als "fleischliefernde Tiere" ungeeignet. Was mir persönlich nur recht ist. Ich würde sie sowieso nicht zu diesem Zwecke züchten oder halten wollen.
In den Anden ißt man Lamas durchaus - vor allem in den hochliegenden Indiodörfern. Aber die Moderne hält auch dort Einzug und Rinder- und Schaffleisch ist auch in Südamerika in den typischen Lamagegenden auf dem Vormarsch.
Fazit:
Nein, ich züchte sie nicht für Fleischerwerb.
Ja, ich züchte sie für Nachwuchsverkauf, nutze sie für Wanderungen als Trekking-Gefährte und Lasttier, Therapiezwecke, sehr bedingt für ihre Wolle, für den Freizeit"gebrauch" und weil sie mir eben gefallen.
100 Jahre alt!
Davon abgesehen: eine entfernte Tante wird heute 100 Jahre alt! Happy Birthday - da, wo sie wohnt, sind jetzt 25°C. Ist das nicht ein sagenhaftes Alter? Meine Mutter ist extra hingeflogen - ich wünschte, ich hätte mitkommen können, aber das ging aufgrund der vielen Arbeit hier nicht. Vielleicht haben wir ja später mehr Luft und können ihr einen Besuch abstatten. Sie ist recht fidel. Eine Feundin von ihr hat sie heute morgen besucht, wie ich am Telefon erfahren habe. Diese Freundin hat ihrerseits ihren 100sten Geburstag vor einem halben Jahr gefeiert.
Dienstag, 5. Januar 2010
Heulieferung
Und wir haben angefangen, andere Heuraufen aus Holzbrettern zu bauen. Ich habe mir eine Konstruktion überlegt, die allen Tieren gleichzeitig die Futteraufnahme ermöglicht - unabhängig von Rang und Herdenstellung.
Montag, 4. Januar 2010
Können Lamas zählen?
Und wartet genau 3 Körbe ab. Beim 4. Mal (nichts hat sich verändert - ich mache genau die gleichen Abläufe) steht er auf und wartet geduldig, daß ich komme, damit er gleich die ersten Maulvoll nehmen kann, bevor seine Stuten es mitbekommen und ihn erstmal vom Futter verdrängen. Und dann werfe ich ihm noch ein paar Handvoll in "seinen" Unterstand, den er sich neuerdings als Schlafplatz erkoren hat.
Zitat des Tages stammt von meinem Mann, als wir im RE nach Berlin saßen: "If I would write a blog I would note down: my wife told me today morning that we have to prepare for 4,5 tons of hay and they are going to arrive tomorrow ......" Dazu noch einen sardonisch-lakonischen Ton mit einer Spur ungläubigen Sarkasmus.
Sonntag, 3. Januar 2010
Isolation der unbeheizten Schwimmertränke und neue Infos auf der Homepage
Als letzter Akt des Gartenweidebaus im letzten Jahr hatten wir eine provisorische Konstruktion zur Isolation der Schwimmertränke errichtet, weil wir dort noch keine beheizbare Tränke haben und es nächste Woche wieder sehr kalt werden soll.
Wir haben ein paar OSB-Platten, ein paar Winkel, zwei Scharniere, ein wenig Styropor und viel Stroh verwendet. Natürlich auch noch Schrauben und ein paar Unterlegscheiben. Das Ergebnis ist zwar nicht wirklich schön, aber hoffentlich praktisch. Und wenn wir das (ein wenig besser zurechtgerückt) stehenlassen, würde ich es noch nett bemalen wollen. Diese Galerie der efx-Künstler in der Gegend bietet viele Ideen. Mit ihnen hatte ich ja sowieso schon wegen einer Hauswand von uns vor ein paar Monaten telefoniert. Bis jetzt fehlt mir aber noch so ganz der richtige Einfall. Was soll ich als Motiv nehmen? Einen Heu- oder Strohballen? Einen übergroßen Baumstumpf? Oder etwas ganz anderes? Wenn jemand eine Idee hat - ich bin ganz Ohr .....
Wenn man die "Apparatur" jedoch energetisch verbessern möchte, sollte man das Holz schwarz anstreichen und innen mit z.B. Aluminiumfolie versehen. Schwarz angemalte Alufolie funktioniert wahrscheinlich am besten. Schwarz zieht die Wärme an und das Alu leitet sie gut weiter. Wenn man es mit der reflektierenden Schicht nach innen anbringt (anders macht es nicht so viel Sinn) reflektiert es die Wärme auch wieder ins Innere zurück. Aber derzeitig möchte ich einfach keinen schwarzen Klotz auf der Weide haben.
Den Teil, der oberhalb der Tränke ist, haben wir mit einer Klappe versehen, auf der auf der Rückseite eine Styropor-Platte angeschraubt ist. So kann ich alles unbeschadet hochklappen und bei Bedarf an der Tränke herumschrauben. Und das Stroh wurde mit Plastik abgedeckt: zum einen, damit die Lamas es nicht aufessen und zum anderen, um die Tränke sauber zu halten. Innen habe ich sicherheitshalber noch ein paar Zentimeter Isoschaumrolle über die Wasserzuleitung und den Winkel befestigt.
Bis jetzt hat es sich ganz gut bewährt - weder ist die Leitung eingefroren, noch hat die Eisschicht das Wasser komplett überfroren.
Wenn wir im Sommer irgendwie Zeit haben, werden wir die Tränke verlegen und in den Unterstand versetzen. Wir wissen leider derzeitig nicht genau, wo die Leitung im Boden verläuft und wir müssen auch unter Betonbodenplatten hindurch.
Hier sieht man die Isolationsbox noch im Rohzustand einmal beim Einbau und das nächste Mal dann einen Tag später eingeschneit - allerdings mit flüssigem und trinkbarem Wasser in der Mitte.
Samstag, 2. Januar 2010
Schottische Traditionen und Neujahrsspaziergang
"Fast 400 Jahre lag ein presbyterianischer Bann über bunten Girlanden, Truthähnen und Plum Pudding, ihres Zeichens verräterische Indizien „papistischer Exzesse“. Notorische Gesetzesbrecher, die sich trotzdem ein deftiges Stew kochten und die Seele an „Lebenswasser“ (Whisky) wärmten, gar tanzten, drohte für drei Wochen der Büßerstuhl in der Kirche. Auch als in England längst die puritanische Ära überwunden war und Königin Victorias (1837-1901) Liebe zu Weihnachten einen freien Tag brachte, hielt Schottland am Anti-Weihnachtsgesetz der Reformation fest. Erst zu Beginn des 20. Jahrhunderts zeigten sich zaghaft englische Einflüsse: Strümpfe durften am Kamin zur sparsamen Füllung aufgehängt werden. Weihnachtslieder erklangen in Wohnstuben. Erst 1958 wurde in Schottland der 25. Dezember zum nationalen Feiertag erklärt, übrigens auf Anregung eines Edinburgher Pfarrers. Freilich ließen auch in Schottland Gesetze Lücken." [Quelle]
Die Lücken bestanden in dem gefeierten Neujahrsübergang. Hogmanay ist Sylvester.
Eine Tradition, die sich bis jetzt gehalten hat, ist "First Footing": der erste Mensch, der einen nach Mitternacht besucht, muß entweder Whisky, Shortbread oder ein Stück Kohle mitbringen. Das steht für Trank, Speise und Wärme. Fast immer bestehen daher die Mitbringsel in Shortbread oder einer Flasche Whisky. Hier noch ein paar weitere Infos. Die Feuer (Kaminfeuer) sollten die ganze Nacht über brennen. Und wer den Normalschotten im Alltagskilt sehen möchte, sollte sich am 1. Januar in Schottland aufhalten. Dann ziehen (nicht alle, aber relativ) viele Männer zu Pulli und dicker Jacke ihre Röcke an und besuchen so ihre Eltern und Familien für das traditionelle Neujahrsessen.
Und auch mein Mann packte gestern früh trotz Neuschnees den Kilt aus.
Die Lamas haben die Sylvesterfeuerwerke gut überstanden und sind ruhig und gelassen.
Eine kleine Wanderung mit Gästen stand heute auch an.
Und zu unserer privaten kleinen Neujahrswanderung zu zweit haben wir zu Trainingszwecken Baldur und Dakota mitgenommen. Über Baldur hatte ich ja schon früher hier und hier berichtet. Seine Kastrationsnarbe ist fabelhaft verheilt und er schaute gestern beim Wandern neugierig in die Gegend. Leider konnte auch die gelbe Decke unter dem Packsattel nicht darüber hinwegtäuschen, wieviel Stroh in seiner Wolle hängt. Ich habe einen halbherzigen Bürstversuch abgebrochen. Er hat sich anscheinend in der frischen Stroheinstreu im Unterstand gewälzt und sieht jetzt selbst wie ein wandelnder Strohballen aus.
Donnerstag, 31. Dezember 2009
Mittwoch, 30. Dezember 2009
Fütterung der Lamas
Kälte macht den Lamas weniger aus als Hitze. Als ich in den USA gewohnt habe, haben die meisten Lamas dort trotz -20 °C außerhalb des Stalles geschlafen - sie standen erst auf als man zum Füttern kam - vorher hat man nur Schneehaufen entdecken können. Das war eigentlich recht witzig: ich kam, sah nur eine weiße Fläche vor mir und rief die Lamas. So die Aufmerksamkeit auf mich gelenkt, bewegten sich auf einmal einige Anhäufungen, Hälse streckten sich und wurden zu schneebedeckten Lamas. Es sah großartig aus! :-D
Ansonsten schneite es den gesamten Tag hindurch. Wir haben beschlossen (weil die beheizbare Tränke noch nicht da ist) aus OSB-(Holz)platten, Styropor und Stroh eine bessere Isolation für die Tränke zu bauen.
Sonntag, 27. Dezember 2009
Spaziergang mit Ares und seinem Sohn Dakota
- Wir haben unterwegs einen einjährigen Schwan gesehen, der einen kaputten Fuß hat. Aber es kümmert sich bereits jemand um ihn.
- Die ganze Tour heute wurde mit Trackverfolgung von meinem GPS gespeichert. Habe auf der topografischen Karte von Deutschland einige nicht eingetragene Waldwege entdeckt.
- Die Tränke heute morgen hatte eine 5 cm dicke Eisschicht, aber alles funktionierte noch normal, als ich sie herausnahm. Bin gespannt, wie es morgen aussieht.
- Leider kam der Bauer mit dem Heu auch heute nicht und konnte telefonisch nicht erreicht werden - bin etwas verärgert, da er Heu für dieses Wochenende fest zugesagt hatte. Werde die Woche über versuchen, ihn zu erreichen.
- Ares schlief draußen vor der Gartentür, wo er sich zwecks Stutenbeobachtung niedergelassen hatte. Aber er war trotzdem ruhig und unsere Tür-Bastelarbeit von gestern hatte standgehalten.
- Bonnie sprang aus dem Stand heute ohne jegliche Anstrengung (oder besonderen Grund) über einen 1,40m hohen Zaun. Es sah sehr elegant aus - mein Mann zog die Augen hoch. Und ich wünschte, ich hätte den Zaun um die 4 ha auf 1,80 gezogen und nicht nur auf 1,60m hoch.
- Beim morgendlichen Füttern nahm ich Indira mit in den Garten (sie lief frei neben mir her), wo sie sich dann stolz ein paar Meter vor Ares postierte und glucksend mit ihm flirtete. Der arme Kerl - er hatte nicht die geringste Chance und schaute mich frustriert an, während die junge Lamastute ihm schöne Augen machte. Sorry, Indira, aber Du bist noch zu jung und Ares ist auch nicht für Dich vorgesehen ......
Samstag, 26. Dezember 2009
Lamas ausgebrochen und temporär verschwunden
Unser Tag begann heute schon sehr zeitig: um 4 Uhr früh. Leider aber nicht aus freien Stücken: die Polizei klingelte nämlich bei uns und erzählte uns, daß auf der Straße Lamas gesichtet seien und unsere Tür offensteht. Das Herz rutschte mir in die Kniekehlen und ich zog mich in Windeseile an.
Tatsächlich: der starke Wind letzte Nacht hat unsere Hoftür aufgerissen. Und da ein Teil der Tiere im Hof frei herumlief, sind sie dann auch fröhlich auf Nachtwanderung gegangen. Wir telefonierten noch ein paar Mal mit der Polizei hin und her. Ein Glück, daß ich kürzlich eine schriftliche Meldung bei der örtlichen Polizei hinterlassen hatte: bei freilaufenden Lamas in der Umgebung bitte zuerst bei mir anrufen. Da ich telefonisch nicht erreichbar war - das Telefon lag zum Aufladen unten in der Bibliothek, kamen sie vorbei. Diese Vorsicht hat sich heute mehr als gut bewiesen. 2 Autofahrer hatten sich gemeldet: die Lamas seien am Ortsausgang von Schenkendorf in Richtung Königs Wusterhausen auf der Straße gesichtet worden.
Wir liefen hin und her, fuhren rufend die Straße hoch und 'runter, schwenkten Heu und zu guter Letzt halfterten wir Indira und Cassandra (es waren die ersten beiden noch relativ hellen Tiere, die wir erwischten) und gingen unter den Straßenlaternen mit ihnen fast bis nach KW. (Hiermit entschuldige ich mich bei den Nachbarn, falls sie mein frühmorgendliches Rufen nach den Tieren gehört haben.) Und wir fanden: NICHTS! (Lamaaugen reflektieren übrigens so gut wir gar nicht ....) Mitten in der windheulenden Dunkelheit 2 schwarze und 2 braune Lamas zu finden, ist auch eher zweifelhaft. Und bei dem Rest der Herde hinten waren sie auch nicht. Und so brachen wir schweren Herzens ab.
An Schlaf war natürlich nicht mehr zu denken. Wir ließen die Hofeinfahrt offen, hellbeleuchtet und mit einem Korb voller duftendem Heu als Lockmittel stehen. Und siehe da, um 8 Uhr, als ich gerade wieder losgehen wollte, sah ich von einem inneren Instinkt aus getrieben aus dem Fenster und 4 Lamas tummelten sich auf der Straße vor unserem Hof, beäugten die Bushaltestelle und wußten anscheinend nicht so genau, wo sie hin sollten. Also schnappte ich mir den Korb und lief hinaus. Anscheindend hatten sie aber schon gefrühstückt, denn sie sausten fröhlich und mit Schalk in den Augen wieder die Straße hinab, bogen dann aber, wie ich gehofft hatte, hinter dem Friedhof links auf das Feld ab. Wir trieben sie noch ein wenig in die Richtung und sie da: dort entdeckten sie dann den Rest der Herde. Das Einfangen war nun ein Kinderspiel. Wir machten einfach die Tür hinter ihnen zu (die vorher hinten offenstand). Und dann trieben wir sie wieder in den Hof zurück.
Der Rest der Herde war auch so aufgeregt, daß sie den Rest des temporären Weidezauns umrannten und hinaus wollten. Wir konnten dies gerade noch so verhindern und stellten erst nachdem wir den Zaun notdürftig wiederhergestellt hatten fest, daß Cecilia draußen auf dem Feld herumwanderte. Mit ihrer Farbe sah sie ein wenig wie ein überdimensioniertes Reh aus. Die Mutterherde war entsprechend aufgebracht: das Leittier spazierte draußen umher. Und nun zeigte unsere gestrige Arbeit Früchte: hätten wir den Wildschutzzaun nicht schon aufgehängt und das Holztor errichtet, wäre die komplette Herde ohne jegliche Schwierigkeiten ausgebrochen und wir hätten Stunden mit dem Einfangen verbringen dürfen. Vielleicht auch noch Hilfe holen müssen. Aber so konnten wir die Standfestigkeit des Zaunes erfolgreich testen. Cecilia spielte noch ein paar Mal mit uns "Fangen" und mein Kommentar letztlich war: sie wird sich nicht von der Herde entfernen - soll sie sich doch einmal auch draußen die Füße vertreten. Mein Mann schien nicht dieser Meinung zu sein und daher unternahm ich noch einen halbherzigen letzten Versuch. Mit einem Korb voller Heu vor der Tür, dem Treiben der Herde innerhalb des Zaunes in eine bestimmte Richtung und meinem Weg-abschneiden zur Straße wurde mein Plan erfolgreich von ihr auch in meinem Sinne quittiert: indem sie in den Garten lief. Ich trieb sie in eine leere Pferdebox und band ihr notdürftig einen Strick von einem Heuquader um den Hals, den sie anstandslos als Halfterersatz akzeptierte. Und damit ging es dann zurück zu ihrer Herde. Obwohl sie doch ein wenig enttäuscht und gleichzeitig aufgebracht über das Ende ihrer gerade erlangten Freiheit war. Zumindest schien es mir so.
Und der dunkle Teil? Sie waren immer noch im oberen Teil des Gartens und extrem aufgeregt. Ich sperrte sie auf den Innenhof, bis wir eine Lösung gefunden hatten. Nun waren sie natürlich extrem unglücklich: da waren noch eine Menge anderer Lamas und sie durften nicht zu ihnen! Sie hummten und legten die Ohren an. Ares versuchte mehrfach, die Stalltür einzurennen. Mehr als 200 kg konnte sie gerade noch so aushalten - wir hatten eine stabile Europalette davorgestellt.
Bei einer Tasse Kaffee wurde dann der Tagesplan neu entworfen und der Rest des Stunden bis zur Dunkelheit verging damit, den oberen Garten für die Lamas herzurichten: alles Spitze auf dem Boden zu entfernen, die giftige Hecke unserer Nachbarn (Eibe) und den Miniteich bei uns abzusperren und die Mitteltür im Garten gegen Ares' anstehende Durchbrechungsversuche abzusichern. Nachdem dies erledigt war, ließen wir Ares, Baila, Bonnie und Dakota in den oberen Teil des Gartens. Wir befestigten inzwischen den Rest des Zaunes und bauten bis hoch an die unteren Pferdeställe. Jetzt ist dort auch eine provisorische Tür.
Zwischenzeitlich sprang Bino (ein weißer, 2jähriger Wallach) über den Zaun (das sind 1,60m) und forderte Ares heraus. Nachdem das auch irgendwie überstanden war, schien der Hengst ruhiger zu werden. Die letzten Tagesstunden trampelte er nicht mehr unruhig vor der Gartentür herum und wollte sie durchbrechen, sondern graste. Unsere lebendigen Rasenmäher .... es sieht hinten schon viel besser aus. :-)
Wir sicherten alle Türen und vergewisserten uns am Abend noch einmal, ob alles ruhig war. Es schien so. Der Himmel ist wolkenfrei, der zunehmende Mond leuchtet hell und man kann viele Sterne sehen. Es ist warm und sowohl Eis als auch Schnee sind weggetaut. Achja: unsere Tränken funktionieren wieder, ich habe heute eine Schraube gelöst, den letzten Eisrest herausgekratzt und das Ventil mit heißem Wasser übergossen bis sich alles löste. Es ist relativ warm draußen im Vergleich zu den letzten Tagen: 2°C. Hoffen wir auf eine längere und ruhigere Nacht heute ............
p.s. Die Katzen scheinen die Scheu vor den Lamas zu verlieren und beobachten sie interessiert vom Hof aus.
p.p.s. Wir sind gestern mit Dakota und Baila ein Stückchen spazierengegangen. Der Kleine macht sich schon ganz gut, ich werde ihn mal mit Ares mitnehmen.
Donnerstag, 24. Dezember 2009
Wie setzt man eine Mütze auf ein Lama?
Aber zur Belustigung einige Bildchen meiner Versuche, die hoffentlich in den nächsten Jahren bessere Ergebnisse bringen: Indira als diesjähriges Weihnachtslama. Und in diesem Sinne: allen Lesern ein
Samstag, 19. Dezember 2009
Fotos
Die Lamas haben die Tannen des Nachbarn als willkommenen Leckerbissen und Bereicherung ihres Speisezettels entdeckt. Die Äste, die in ihre Weide hineinragen, werden wohl daran glauben müssen. Das andere Foto zeigt Ares, wie er in das Fenster der Bibliothek sieht. Jetzt ist die Frage: beäugt er kritisch unseren Büchergeschmack oder wird seine eigene Reflexion leicht zurückgeworfen und er glaubt, noch ein Lama zu sehen? Aber mich hat er durchaus entdeckt und sich wohl gefragt, was ich da so treibe ........
Abgesehen davon ist es hier immer noch klirrend kalt - wir haben -11 °C gemessen und dann habe ich später nicht mehr auf das Thermometer gesehen. Es wurde aber kälter. Mußte dreimal Wasser für die Tiere schleppen.
Freitag, 18. Dezember 2009
Notfall und schwarze Schatten vor dem Fenster
Jetzt haben wir 4 dunkle Lamaschatten in unserem Hof, weil wir sie von dem Rest der Herde vorläufig trennen müssen. Sie laufen im Innenhof und in der Scheune umher, sehen neugierig in unsere Küche und in die Bibliothek hinein und beschnüffeln alles interessiert. Übergroße Wachhunde - die Haustür brauchen wir auf jeden Fall nicht zuzuschließen. Und während ich das hier so schreibe, sieht ein bewollter schwarzer Lamakopf um die Ecke des Fensters ........
Dakota hatte heute ganz kurz für ca. 10 Minuten das 1. Mal das Halfter aufgesetzt bekommen - anders ging es nicht. Aber er war mäßig ruhig und ist brav hinter seiner Mutter über die Landstraße gelaufen. Bonnie und Ares habe ich sogar beim Einladen durch die kleine halbhohe Tür an der Vorderseite des Hängers durchgeschleust. Gar kein Problem - obwohl ich es bei ihrer Größe wie ein kleines Kletterkunststück aussah. Abgesehen vom Baby sind alle ganz brav ohne zu Murren oder auch nur ein Anzeichen von Sträuben eingestiegen. Ging ganz leicht. Dakota ist uns jedoch mehrfach ausgebüchst. Der Trick, seine Mutter wieder hinauszuführen und dann mit ihm hintenan wieder hineinzumarschieren hat letztlich funktioniert. Ares mußte ich sogar gar nicht anhalftern. Als die beiden erwachsenen Stuten im Hänger waren, ging er ganz von selbst hinein und ich mußte nur versuchen, ihm über den Rücken eines anderen Lamas hinweg das Halfter aufzusetzen.
Jetzt ist mein Mann noch weg, um den Hänger zurückzubringen und im Ofen erwärmt sich gerade ein Knoblauchbaguette und macht uns damit völlig unsozial dem abendlichen Berliner Leben gegenüber. Wie ganz anders sind doch Freitagabende in der Stadt - meine Freunde sind sicherlich gerade in Clubs gegangen .............
Donnerstag, 17. Dezember 2009
Es schneit schöne dicke Flocken
Nachdem Baldur kastriert wurde (um die Hoden haben sich die Hühner gestritten), ging es einen Tag später mit ihm und Cecilia, der Herdenchefin, nach Schenkendorf. Die beiden Tiere waren auf dem Rückweg ruhig und mampften friedlich sitzend das Heu vor sich hin. Beide sind jetzt in der Herde und Cecilia ist Indira gegenüber friedlich eingestellt - genau, wie ich es erhofft hatte. Als die beiden sich das 1. Mal vor 2 Wochen sahen, hat die Großmutter ihre Enkelin vehement bespuckt und aus der Herde verdrängt.
Und mit Freude habe ich festgestellt, daß die Lamas den Misthaufen, den ich angelegt habe, als 2. Kotplatz benutzen. Da brauche ich dann nur alles fix zusammenzukehren und fertig bin ich. Sehr praktisch und arbeitsminimierend!
Jetzt schneit es hier fleißig in Brandenburg. Flocken, die auch tatsächlich auf dem gefrierenden Boden liegenbleiben. Es sieht wirklich schön aus. Zwei Zentimeter sind es bestimmt schon. Der Hund scheint sich auch zu freuen - er spielt im Schnee.
Montag, 14. Dezember 2009
Schippen
Sonntag, 13. Dezember 2009
2. Lamatransport im Dezember
Gestern früh waren sie alle friedlich zusammen auf der nebligen Fläche und ich mußte beim Füttern erst einmal die Tränke enteisen. Ich werde die beheizbare Tränke anbauen müssen. Aber ein Eimer half erst einmal über den Zeitraum hinweg.
Und dann fing es tatsächlich an zu schneien - in Brandenburg! Ich war gerade unterwegs, um einen neuen Vorschlaghammer zu besorgen und konnte mir ein beglückendes Grinsen im Auto nicht verkneifen. Leider hielt das Schneeglück von oben nur etwa eine halbe Stunde lang an. Aber ich habe es geschafft, ein Beweisfoto aufzunehmen. :-) Vielleicht schneit es nochmals. Letztes Jahr in Berlin konnte man sogar in einem Park Ski fahren.
Und heute früh war auch eine dünne Schneeschicht auf dem Boden. Es scheint tatsächlich Winter zu werden. Laut Wetterbericht sollen nächste Woche bis -10°C werden - wir werden sehen.
Donnerstag, 10. Dezember 2009
Pilze
Von einer Birke sind ein paar Stumpen übrig und ich werde Pilzanbau ausprobieren. Obwohl Eiche wesentlich besser für Shii-take ist, werde ich damit anfangen. Es ist ein guter Anfängerpilz und die Jahreszeit ist für andere Pilze ein wenig ungeeignet. Das Buch von Jolanda Englbrecht "Pilzanbau im Haus und Garten" ist wirklich großartig: sehr informativ, anschaulich und einfach beschrieben. Wurde mir auch wärmstens von Frau Krämer empfohlen. Sie verkauft u.a. die Impfdübel und hat sehr gute Anleitungen auf ihrer Seite.
Eigentlich wollte ich heute einen kleinen Unterstand aus einem der Schuppen machen, die unsere Nebengelasse bilden. Ich könnte dort temporär einen Hengst weg von der Mutterherde plazieren, bis der Unterstand auf der 4ha-Weide fertig ist. Aber gerade, als ich hinausgehen wollte, fing der Regen an. Kalte, ungemütliche, große Tropfen, die wirklich durchnässen. Ich habe mir den Bau genau angesehen und bin dann wieder ins Haus. Die kurze Zeit reichte aus, um meine Jacke komplett einzuweichen. Sie hängt jetzt zum Trocknen im Flur und ich sitze arbeitend und schreibend am Rechner.
Den Katzen gefällt der Regen auch nicht. Sie sind panisch wieder ins Haus gerannt, nachdem ich sie in den Schuppen getragen habe. Konnte gar nicht so schnell hinterher und die Tür aufreißen. Achja, wir haben uns für einen Namen entschieden - zumindest für die männliche Katze: Heedless Scater. Das Erstere wird beim Rufen weggelassen und alles schottisch ausgesprochen. Warum dieser Name ..... tja, lange Geschichte - vielleicht ein anderes Mal.
Mittwoch, 2. Dezember 2009
Alarmrufe und Unterstandsorganisation
Die Gewebeplane bedeckt jetzt eine Seite des Unterstandes und bildet damit auch zum Osten hin Wind- und Wetterschutz. Obwohl es eigentlich nicht wirklich nötig war, da es dort beständig trockenblieb, wie ich in den letzten Regentagen erfreut festgestellt habe. Aber ich will sichergehen, da ich dort auch Heu lagern möchte. Es handelt sich um etwa 12 Quadratmeter. Die Lamas haben immer noch etwa 25 qm Platz unter den restlichen zwei Dritteln. Wobei ich eigentlich noch eine Abteilung abspannen möchte. Die Gewebeplanen bilden eine temporäre Maßnahme, bevor wir es zeitlich schaffen, dort eine Holzwand hochzuziehen.
Und wie ich schon sagte, erst heute zeigte sich die Sonne und ein strahlend blauer Himmel. Ich war die letzte Zeit nicht wandern, weil das Wetter einfach nur ungemütlich war und die Lamas auch naß. Außerdem wollte ich ihnen noch mehr Eingewöhnungszeit gönnen.
Sonntag, 29. November 2009
Presse und Tatsachen
Zur knappen Richtigstellung: Alpakas und Lamas sind beides "Haustiere" in Südamerika - und inzwischen auch in Europa. Haustiere im Sinne von: man habe einen wirklich sehr großen Garten und viel, viel Platz ....... Beide Arten gehören zu den Neuweltkameliden, siehe hier für eine grafische Darstellung der Klassifizierung von Lamas und Alpakas. Die Wildformen sind Vikuña und Guanako.
Freitag, 27. November 2009
Die ersten Lamas sind da
Irgendwie scheint sich die Zahl 3 durch meine Reise zu ziehen: abgesehen davon habe ich 3 Nächte bei Freunden verbracht, Indira von der Rhön aus geholt und in Sachsen alle Tiere nach dem Durchimpfen selektiert und noch 2 mit in den Hänger gepackt.
Ich glaube, die Tiere sind ein wenig beleidigt über mich. Naja, Menschen mögen Spritzen ja zumeist auch nicht. Dafür haben sie jetzt erst einmal bis zum Frühjahr wieder Ruhe vor dem Tierarzt.
In Schenkendorf wurden die Lamas auf die Weide gelassen, mit Wasser und Heu versorgt und gebührend bewundert. Schöne Tiere - ich war vorhin noch einmal draußen: vor allem Bino, der weiße Wallach strahlt elfengleich unter dem hellen Mondschein von heute nacht.
Anwesend sind noch Mara, eine gescheckte Jungstute und Indira, eine schöne rötliche Stute mit dichter Wolle. Alle drei Tiere sind Classic-Lamas. Im Bild sieht man Bino neugierig in die Kamera schauend. Sie sind hier im Hänger.
Montag, 23. November 2009
1. temporäre Weide fertig
Der Wildschutzzaun ist bestellt (2100 m=2,1km!).
Eine der Pferdetränken wurde am Wochenende ebenfalls abgeschraubt und ursprünglich sollte die Schwimmertränke nun angebaut werden, aber: das Eckverbindungsstück - also der Winkel in der Wasserleitung fehlte! Und weder Raiffeisen, noch 2 Baumärkte oder ein Gartenmarkt hatte die Teile. Leider ist das notwendig, um den Schlauch daran zu befestigen.
Ansonsten ist eine Weide temporär für die Tiere vorbereitet. Morgen fahre ich los und hole ein paar Tiere her.
Und damit der Blog ein wenig Farbe bekommt, habe ich vom gestrigen Sonnenuntergang ein Foto geschossen. Das ist die Straße vor unserem Haus in Richtung Dorfmitte. Ganz schwach kann man noch den "Turm" am Eingang des Schlosses in der rechten Mitte erkennen.
Sonntag, 15. November 2009
Sicherungen und Kerzenwachs im Katzenfell
Und wir haben das Gartenwasser angestellt. Einige Hähne im Garten funktionieren nicht. Aber die Tränken im Stall und in den Pferdeboxen und die auf der Gartenweide sind in Ordnung. Jetzt muß ich die Tränke unten im "Garten" umbauen. Derzeitig befindet sich eine Pferdetränke dort. Für Lamas ist die Drückerfunktionsweise jedoch komplett ungeeignet. Stattdessen benutzt man Schwimmertränken, wie die von Suevia (für Schafe). Es gibt sie in beheizter Form (ca. 230€) und unbeheizt (für ca. 53€).
Ansonsten haben wir ganz gute Möglichkeiten, zumindest dort für die "dunkle Herde" eine webcam einzubauen. Sollte dies Vorhaben erfolgreich sein, werde ich die Bilder hier hochladen und man wird zumindest diesen Herdenteil über Internet betrachten können. Aber dafür ist mein Mann zuständig - irgendwann einmal, wenn wir Zeit haben. Dunkle Herde übrigens deshalb, weil Ares dunkel ist und ich dieses Jahr nur dunkle Stuten bei ihm habe.
Und jetzt ein paar Infos auf Nachfrage:
Von den Katzen gibt es etwas Neues: und zwar von der kleinen weiblichen Mieze. Dazu sollte man wissen, daß wir abends gern in der Bibliothek sitzen (ja, da sind auch Computer) und Kerzen anzünden. Zu dieser Jahreszeit gibt es dann Wein, Glühwein, Kakao mit tschechischem Rum oder auch Horlicks (ein Mitbringsel aus Schottland). Und da es hier am wärmsten ist, kommen die Katzen auch und gesellen sich zu uns. Gestern fand die Kleine eine der flackernden Kerzen besonders spannend. Aufmerksam beobachtete sie sie und streckte die Tatze immer wieder aus. Ich besah mir das auch einem Meter Entfernung und dachte mir: 'Sie wird schon merken, daß es heiß ist.' Womit ich allerdings nicht gerechnet hatte, daß sie beherzt mit Schwung nach der Kerze stieß, die daraufhin promt umflog und die Katze (und die Seite eines Bücherregales) mit Wachs bespritzte. Das arme Tier! Nach seiner Flucht spürte ich sie auf, um sie auf Verbrennungsschäden zu untersuchen. Das war kein Problem, das Wachs in ihrem Fell allerdings schon. Leider fiel mir kein anderes Mittel ein, als ihr mit der Schere zu Leibe zu rücken und vorsichtig Wachsspritzer aus ihrem Fell zu schneiden. Vorbildlich und geduldig hielt sie relativ lange ruhig. Alles habe ich nicht erwischt. Rein chemisch kann man das zwar sicherlich mit Petroleum auflösen, aber das kann ich ja keiner Katze zumuten. Hat jemand noch eine andere - möglichst bessere - Idee?
Freitag, 13. November 2009
Berlin als tolerante Kreativwerkstatt
LonelyPlanet (ja, DER LonelyPlanet) hat die 10 "top"-Reiseziele für 2010 publiziert:
(Hier ist der link.) Und Deutschland ist dabei:
Some countries are simply allowed to be, but Germany has had to reinvent itself more times than Madonna. And it has done so again since 1990, when reunification brought an end to nearly three decades of division. In year 20 after its latest rebirth, Germany is still a country where you can witness history in the making. Head to Hamburg, where an entire new quarter is being wrested from the detritus of a 19th-century harbour. Or to Dresden, where the domed Frauenkirche church is once again the diamond in the shining tiara that is the city’s famous skyline. And, of course, to Berlin, whose climate of openness spawns more creative experimentation than a Petri dish on Viagra.
Mein Kommentar, den ich meinen ausländischen Besuchern auf Nachfrage mitteile: es gibt viele Städte, die das Attribut schön verdienen, auch viele, die historisch sind, aber nur sehr, sehr wenige, die sich tatsächlich auch interessant nennen dürfen. Und die Hauptstadt verdient den Begriff voll und ganz. Selbst nach 13 Jahren bin ich ihrer immer noch nicht überdrüssig. Wohl einer der Gründe, warum ich in Berlin "steckengeblieben" bin.