Lamas und Alpakas sind übrigens nicht fürs Schwimmen geeignet, obwohl sie sich über Wasser halten und notfalls auch kleine Flußarme überqueren können Derzeitig sind die meisten meiner Tiere etwas feucht - innen ist die Wolle aber schön warm und trocken. Die Grannenhaare der Classic-Lamas lassen den Regen quasi abperlen.
Dienstag, 25. Januar 2011
9 Tage, 687 km schwimmend
Lamas und Alpakas sind übrigens nicht fürs Schwimmen geeignet, obwohl sie sich über Wasser halten und notfalls auch kleine Flußarme überqueren können Derzeitig sind die meisten meiner Tiere etwas feucht - innen ist die Wolle aber schön warm und trocken. Die Grannenhaare der Classic-Lamas lassen den Regen quasi abperlen.
Montag, 24. Januar 2011
Training: Show vs. Trekking Teil 1
Kurz zur Definition:
Showtraining: damit meine ich die Sportklassen bei einer Show sowohl mit als auch ohne Packsattel (also die Klassen Hindernis ohne Sattel und Trekking mit Sattel).
Bei Trekkingtraining meine ich das tatsächlich in der Praxis und in freier Natur durchgeführte mehrstündige Wandern mit (gefüllten) Packtaschen. Die Regeln hierfür werden nicht von irgendeiner Organisation aufgestellt, sondern entstehen aus der Praktikabilität, Sicherheit und Durchführbarkeit im realen Umgang mit den Tieren für die Freizeit. Es bestehen durchaus Unterschiede, wie man verschiedene Dinge handhabt.
Kommen wir zu einer Grundlage: 1. Wo soll das Tier wie laufen.
Bei einer Show ist es erwünscht, daß das Tier mit durchhängender Leine entweder neben dem Führer (Maulhöhe etwa in Schulterhöhe des Führers) oder kurz hinter diesem läuft, nicht zerrt und auf die kleinste Bewegung und Wendung konzentriert achtet und möglichst das Publikum ignoriert. Bei zu kurzer oder straffer Leine gibt es in den Sportklassen Punkteabzug.
Beim Trekking mit Packsattel möchte man das Tier auf keinen Fall neben einem selbst wissen. Überlegen Sie sich doch einmal folgendes: wo befinden sich die Packtaschen, wenn das Tier auf Schulterhöhe neben Ihnen geht? Und was passiert, sollte das Tier sich einmal erschrecken, bergab ausrutschen oder ähnliches und dabei eine Sprung nach vorn machen? Richtig: Sie haben die Packtaschen im Kreuz. Wenn Sie dann nicht zu Boden gehen, bekommen Sie doch einen ordentlichen Stoß von hinten an einer unangenehmen Stelle. Sie möchten beim Trekking also, daß das Tier ein ganzes Stück hinter Ihnen läuft - ebenfalls mit durchhängender Leine, damit Sie Ihre Kräfte nicht damit vergeuden, das Tier vorwärts zu ziehen oder in Ihrem eigenen Schritt gestört werden. Auch sollte die Leine lang genug sein, damit das Tier sich problemlos und ohne Zug auf die Leine auszuüben umsehen kann und evtl. an tiefhängenden Ästen etwas Proviant abzupfen kann. Mein langjähriger Herdhengst hat es perfektioniert, sich unterwegs an Zweigen und Ästen gütlich zu machen und Bruchteile von Sekunden, bevor die Leine wieder straff sein würde, vorwärtszugehen. Ich habe kein einziges Mal Zug an der Leine. Da Lamas (und Alpakas natürlich auch) extrem neugierig sind, sollten sie immer die Möglichkeit haben, links und rechts umherzuschauen und sich ein Bild von der Umgebung zu machen. Wenn man jede Kopfbewegung an der Leine spüren würde, wäre dies nach einer Weile sehr ermüdend für den Wanderer.
Was ist einfacher zu trainieren? Das hängt vom Charakter der Tiere ab. Lamas, die unbedingt den Weg auch sehen wollen, gehen lieber neben dem Menschen als hinter ihm. Und wenn hinter dem Menschen, dann meist leicht (rechts) versetzt. Ich selbst finde es einfacher, Showtraining nach Trekkingtraining zu absolvieren. Meiner Meinung nach ist es ein wenig umständlicher und langwieriger, den Tieren beizubringen, ein Stück hinter einem zu gehen, wenn sie es gewohnt sind, brav neben einem zu laufen. Die Tiere neben einem laufen zu lassen, geht ganz einfach. Aber das ist meine persönliche Ansicht.
Samstag, 22. Januar 2011
Plätze frei
Eine Anmeldung vorher ist unbedingt erforderlich - auch kurzfristige Anfragen möglich.
Snack und Getränk sind inklusive. Pro Person kostet es 25€, pro Kind 3-10 Jahre 15€. Der Treffpunkt ist 13 Uhr am grünen Hoftor und die Tour dauert (inkl. Pause und Einführung in die Lama- und Alpakakunde) ca. 3 Stunden. Wir laufen in gemütlichem Tempo - jeder kommt da mit.
Nachtrag, 23.1.11: die 6 Plätze von oben sind schon wieder weg - aber einige wenige an diesem Tag waren sowieso noch frei .... am Besten melden Sie sich lieber rechtzeitig, wenn Sie dieses Datum in Erwägung ziehen.
Donnerstag, 20. Januar 2011
Frühlingsgefühle im Januar
Ich nehme an, es war keine so gute Idee gewesen, ihm die letzten Tage einige Stuten vorzuführen (im Zuge von Fohlentraining), von denen ein paar heftigst mit ihm flirteten. Seine Hormone müssen übergeschwappt sein ............. Aber wenigstens weiß ich jetzt, daß Pacari noch frei und Käte und Cassandra wirklich schwanger sind. Emily und Pacari kommen sowieso zu Inti - aber erst in einigen Monaten im Frühling ...
Wir reparierten den Zaun, stützten ihn zusätzlich und ich zog noch ein paar Absperrungen, daß Inti jetzt nicht mehr so ohne Weiteres zum Zaun gelangen kann.
Möchte hiermit allen bescheidgebenden Leuten ein herzliches Dankeschön für die Benachrichtigung geben - vor allem dem Unbekannten, der direkt zu uns an den Hof gekommen ist!
Dienstag, 18. Januar 2011
Termine für Glühweinwanderung
Sonntag, 16. Januar 2011
Halfter organisieren
Freitag, 14. Januar 2011
Lachanfall bei Zollvorschrift
Dienstag, 11. Januar 2011
Ungewöhnliche winterliche Wasserversorgung
notwendig: die Tiere brauchen unbedingt täglich Frischwasser neben der kurzen Kontrolle, ob alles in Ordnung ist
angenehm: mit Lamas durch die Gegend zu laufen
nützlich: zusätzliches Packtraining für noch etwas in diesem Bezug ungeübte Tiere. Es hilft ungemein - kann ich nur empfehlen. Ein Wallach ist innerhalb von wenigen Tagen ohne Schwierigkeit vom unwilligen Herumgezappler beim Aufsatteln zum willigen Träger mit ruhiger und geduldiger Lastaufbürdung mutiert. Ich kann jetzt auch ohne das Tier irgendwo festzubinden, ihn aufsatteln, an ihm und dem Rückengestell herumrücken und -zupfen, die Last aufbürden, etc. und er bleibt ruhig stehen - legt nicht einmal die Ohren an. Sehr vorteilhaft. Hunde sind auch kein Problem mehr - ebensowenig wie eine halbe Stunde ruhig stehen, während sich Frauchen mit einer unterwegs getroffenen Bekannten unterhält und die neuesten Dorfnachrichten austauscht.
Sonntag, 9. Januar 2011
Erste Maus
Sonntag, 2. Januar 2011
Trauerzeit
Freitag, 24. Dezember 2010
Existenz des Weihnachtsmannes
Gibt es einen Weihnachtsmann / Santa Claus?
Irgendwo auf einem verschneiten Campus in den Weiten der amerikanischen Uni-Landschaft sind findige Studenten der zur Weihnachtszeit alles bewegenden Frage nachgegangen: Gibt es den vielbeschriebenen, vielbesungenen und vielerwarteten Herren nahmens Santa Claus?
Das hochwissenschaftliche Ergebnis liegt nun vor, und ein wohlmeinender Engel hat an die unwissenden Studis in deutschen Breitengraden gedacht und die Erkenntnisse in die UNICOM- Redaktion (Studentenzeitung) gesandt: Hier sind sie:
| 1. | Bis jetzt ist keine Rentier-Gattung bekannt, die fliegen kann. Aber es existieren 300.000 Gattungen lebender Organismen, die noch klassifiziert werden müssen. Obwohl die meisten davon Insekten und Bakterien sind, schließt das nicht völlig aus, daß es darunter fliegende Rentiere gibt, die nur Santa jemals gesehen hat. |
| 2. | Auf der Welt gibt es zwei Milliarden Kinder (Personen unter 18). Da Santa (anscheindend) nicht die muslimischen, hinduistischen, jüdischen und buddhistischen Kinder betreut, reduziert das sein Arbeitsaufkommen auf 15 Prozent der Gesamtzzahl - bleiben, nach Zählung der UNO, 378 Millionen Kinder. Bei einem (bewußt hoch) geschätzten Durchschnitt von 3,5 Kindern pro Haushalt, ergeben sich 91,8 Millionen Haushalte. Anzunehmen ist, daß zumindest ein "artiges" Kind in jedem Haushalt gibt, dem Santa einen Besuch abstatten muß. |
| 3. | Santa hat Heiligabend dank der verschiedenen Zeitzonen und der Erdrotation 31 Stunden Zeit, sofern man annimmt, daß er von Osten nach Westen reist (was logisch erscheint). Dies ergibt 822,6 Besuche pro Sekunde. Das bedeutet, daß Santa für jeden christlichen Haushalt mit "artigen" Kindern gut 1/1000 Sekunden zur Verfügung hat, um zu parken, aus dem Schlitten zu springen, den Kamin hinabzurutschen, die Strümpfe zu füllen, die verbleibenden Geschenke unter dem Tannenbaum zu verteilen, die hingestellten Snacks zu essen, den Kamin wieder raufzuklettern, in den Schlitten zurückzukommen und sich zum nächsten Haus aufzumachen. Nimmt man an, daß jede dieser 91,8 Millionen Anlaufstellen gleichmäßig über die gesamte Erde verteilt sind (was natürlich eine falsche Annahme ist, die wir aber für die Zwecke unserer Kalkulation akzeptieren), sprechen wir von 1,25 Kilometer pro Haushalt, einer gesamten Strecke von 120 Millionen Kilometern, nicht die kurzen Stops mitgerechnet, um das zu tun, was jeder von uns mindestens einmal alle 31 Stunden tun muß, plus Füttern der Rentiere, etc. |
| | Das bedeutet, daß sich Santas Schlitten mit 1045 Kilometern pro Sekunde fortbewegt, 3.000 mal schneller als die Schallgeschwindigkeit. Zum Vergleich, das schnellste vom Menschen entwickelte Vehikel auf der Erde, die Raumsonde Ulysses, bewegt sich mit knappen 44 Kilometern pro Sekunde - ein gewöhnliches Rentier schafft maximal 25 Kilometer pro Stunde. |
| 4. | Die Packlast des Schlittens stellt ein weiteres interessantes Problem dar. Nimmt man an, daß jedes Kind nicht mehr erhält als Lego-Set von mittlerer Größe (900 Gramm), trägt der Schlitten knapp 340.000 Tonnen, Santa nicht eingerechnet, der übereinstimmend als übergewichtig beschrieben wird. Auf dem Land kann jedes gewöhnliche Rentier nicht mehr als 150 Kilogramm ziehen. Sogar, wenn man einem "fliegenden Rentier" (siehe Punkt 1) zugesteht, eine zehnmal größere Last ziehen zu können, ist es uns unmöglich, die Aufgabe mit acht oder sogar neun Tieren zu bewältigen. Wir brauchen ca. 226.000 Rentiere. Das erhöht die Gesamtlast - das Gewicht des Schlittens immer noch außer acht lassend - auf rund 353.000 Tonnen. Noch einmal zum Vergleich - das ist das Gewicht des Luxusdampfers "Queen Elizabeth" mal vier. |
| 5. | 353.000 Tonnen, die sich mit mehr als 1.000 Kilometern pro Sekunde fortbewegen, schaffen einen enormen Luftwiderstand - dabei wird ein Rentier auf die gleiche Weise erhitzt wie ein Raumschiff beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre. Das führende Rentier-Pärchen absorbiert 14,3 Quintillionen Joules an Energie. Pro Sekunde. Jedes Rentier. Um es kurz zu machen: Die ersten beiden werden so gut wie augenblich in Flammen aufgehen, das Rentier hinter ihnen der Hitze aussetzen und während ihrer Totenwache ohrenbetäubende Knaller wie beim Durchbrechen der Schallmauer bewirken. Das gesamte Rentier-Gespann wird innerhalb einer 4,26 Tausendstel Sekunde verdampft sein. |
| | Durch die Zentrifugalkräfte wird Santa unterdessen 17.500 mal schwerer als normal. Ein 150-Kilo schwerer Santa (was lächerlich schlank erscheint) würde von einer Kraft von rund 2.600 in den hinteren Teil des Schlittens gepreßt. Zusammengefaßt: Wenn Santa tatsächlich jemals Geschenke am Heiligabend ausgetragen hat, ist er jetzt tot. |
Fröhliche Weihnachten!
Noch ein Kommentar meinerseits: im Buch "Hogfather" ("Schweinsgalopp") hat Terry Pratchett eine nette Erklärung für die Möglichkeit einer Existenz gefunden. Demzufolge liegt die Zeit, in der sich der Weihnachtsmann bewegt, außerhalb unseres Zeitempfindens und das Gewicht wird ebenfalls magisch erklärt. Allerdings sollte man dann auch tatsächlich auf einer magischen Scheibenwelt leben.
Auf die obigen Punkte gab es noch eine Antwort, in der Heisenbergs Unschärferelation und der Vergleich von Santa mit Tachyonen erwähnt wird, was jedoch für diesen Blog zu weit führt.
Quelle: u.a. UNICOM, Weihnachten 1996,
www.fiction.net/tidbits/christmas/does_santa_exist.html
Mittwoch, 22. Dezember 2010
Wintersonnenwende
(2010: 22.12., 00:38 Uhr in Dtl.)
Es ist der Beginn der kalten Jahreszeit. Die Wintersonnenwende kennzeichnet den kürzesten Tag und die längste Nacht des Jahres. Von nun an werden die Tage wieder länger. Gefeiert wird die wiederkehrende Sonne und die Rückkehr von Licht und Wärme. Dieses Fest hat neben Ostern (Ostara) im christlichen Glauben mit die größte Bedeutung erlangt, nicht zuletzt aufgrund der ähnlichen Wiedergeburtsbedeutungen (siehe nächster Absatz) zwischen keltischem und germanischem Glauben und der verlegten Geburt des angeblichen christlichen Messias (Jesus Christus).
Im heutigen Paganismus - hauptsächlich dem Neo-Paganismus - wird dieses Fest als einer der "Niedrigen Feiertage" bezeichnet. Im Gegensatz zu den größeren monotheistischen Religionen wird die Zeit beim Paganismus als Kreis und Wiederholung, mit Mond- und Sonnenphasen verstanden. Judentum, Christentum und Islam betrachten den Zeitablauf als linear mit der Erschaffung der Welt als Beginn und einem Ende in der Zukunft. Die Rituale der Naturreligionen zielen eher auf die Kontinuität der Zeitwiederholung bei Jahreszeiten und der Natur allgemein ab, um ein Überleben im Kreislauf zu sichern. Die meisten religiösen Feiertage in dieser Zeit sind irgendwie mit dem Wechsel der Länge von Tag und Nacht verbunden. Angesichts der Bedeutung von Jul als Erneuerungsfest und der Tatsache, daß es die längste Nacht des Jahres ist, wird in den meisten Religionen ein Opfer dargebracht. In vielen Kulturen auf der Welt ranken sich die gefeierten Themen an diesem Tag um Wiedergeburt.
Im Christentum nennt man Jul nun "Weihnachten". Es gibt jedoch immer noch genügend europäische Tradtionen, Völker und Sprachen - v.a. in Skandinavien -, die das Weihnachten tatsächlich noch offiziell als das "Jul"-Fest bezeichnen. Bei einigen wird es jedoch nicht am 21.12., sondern am 25.12. gefeiert. Im Gegenzug zu beispielsweise Mabon (Michaelsmesse) lehnen kirchliche Gruppen und auch viele Individuen die Festlichkeiten nicht ab, obwohl der Ursprung der Feier im "Heidentum" bekannt ist. Die Anpassung des Geburtsdatums von Jesus Christus scheint eine völlig legitime Begründung dafür zu sein. Von vielen wird der Ursprung der Verbindung zu heidnischen Wintertraditionen jedoch ignoriert oder verleumdet.
Heiligabend am 24.12. hat seinen Ursprung in der Tatsache, daß wie bei den Juden auch bei den Kelten der Tag nicht mit Sonnenaufgang (oder Mitternacht) beginnt, sondern bei Sonnenuntergang des Vortages. Damit wird der Tatsache Rechnung getragen, daß das Leben mit Dunkelheit beginnt (im Bauch der Mutter). So wie die Tage mit der Nacht beginnt auch das Jahr mit der dunklen Jahreszeit.
Ursprung
Diejenigen orthodoxen Kirchen (hauptsächlich in Osteuropa und Sibirien), die liturgisch am julianischen Kalender festhalten (Altkalendarier), feiern Weihnachten derzeit an unserem 7. Januar (dem 25. Dezember des julianischen Kalenders) und Epiphanias an unserem 19. Januar (dem julianischen 6. Januar). Die armenisch-orthodoxe Kirche feiert Epiphanias am 18. Januar. Die übrigen orthodoxen Kirchen, die Neukalendarier, die sich liturgisch am gregorianischen bzw. weltlichen Kalender orientieren, feiern Weihnachten auch an unserem 25. Dezember.
Nichtchristen und das Weihnachtsfest: Die weihnachtlichen Bräuche werden auch von Angehörigen nichtchristlicher Religionen oder Atheisten begangen und sind auch in weitgehend unkirchlichen Regionen und Ländern Europas und darüber hinaus verbreitet. Weihnachten wird also oft primär als Folklore (und kommerziellen Feiertag) und nicht mehr als christliches Fest gefeiert.
Traditionen:
| Andere Namen | Winterbeginn, Sonnenrückkehr, Fionn's Tag, Winterritus, Alban Arthuan |
| Farben | grün, weiß, gold, silber |
| Götter | neugeborene Götter, dreifache Göttinen, jungfräuliche Göttinen, Lucinda, Freia, Attis, Dionysus, Woden, Kris Kringle (paganistischer Yule-Gott) |
| Incense | Lorbeeren, Zeder, Tanne, Rosmarin |
| Steine | Cat's Eye |
| Speisen | gebratener Truthahn, Nüsse, Obstkuchen, Eierpunsch (Eggnog), Glühwein, Caraway Rolls |
| Blumen/Kräuter | Arborvitae, Esche, Maronen, Lorbeeren, Distel, Zeder, Kamille, Immergrün, Weihrauch, Stechpalme, Wacholder, Mistel, Moos, Eiche, Tanne, Rosemarin, Salbei |
| Symbole | Immergrüner Kranz , Julklotz (Holzklotz), Stechpalme, Spinnräder |
| Keywords | Zeit der Göttin der Kalten Dunkelheit und der Geburt des heiligen Kindes, der Wiedergeborene Sonnengott, Zeit von Wiedergeburt und Das Drehen der Erdzeiten |
| Inzwischen dürfte allgemein bekannt sein, daß die rote Farbe des heutigen Weihnachtsmannes in westlichen Kulturen einem spektakulären Werbefeldzug von Coca-Cola in den 20er Jahren des 20. Jahrhunderts zu verdanken ist. Ursprünglich war die Mantelfarbe blau oder weiß (am Anfang zeigten auch die Coca-Cola-Werbungen einen blaugekleideten alten Mann). In Rußland beispielsweise hat "Väterchen Frost" (Djed Moros) immer noch seine Originalfarben.
|
| Rußland: | Väterchen Frost ("Djed Moroz" mit blauem oder weißem Mantel) mit Szeschka (Snegurotschka - "Schneeflocke") in einer geschenkbeladenen Troika (Pferdeschlitten, Dreiergespann) am 31.12., bei orthodoxen Familien kommen die Geschenke erst am 6.1. |
| Deutschland: | der Weihnachtsmann (roter, nur vereinzelt blauer Mantel) am Nachmittag bzw. Abend, 24.12. (Heiligabend) |
| Großbritannien, USA: | Father Christmas (Weihnachtsvater, roter Mantel) kommt in der Nacht vom 24. zum 25.12. durch den Kamin und hinterläßt Geschenke in aufgehängten Socken; Hier wird die deutsche Abstammung der britischen Königin deutlich: sie öffnet ihre Geschenke nämlich am Heiligabend und nicht wie "ihr" Volk am darauffolgenden Morgen. |
| Spanien, Mexiko: | Nikolaus am 6.12. |
| Schweden: | Der Julbock (Thors Ziegenbock) war Gabenbringer in der Vergangenheit. Heute beschert Jultompte die schwedischen Kinder.. |
| Island: | Gledilig Jol: Im 17. Jahrhundert sorgte (die Hexe) Gryla, ihr Mann Leppaludi und deren 13 Söhne (Kobolde) für Angst und Schrecken. Sie verschleppten unartige Kinder in die Berge. Mit den Jahren wurde diese Familie erzogen. Heute macht sich der erste "Jólasweinar" dreizehn Tage vor Weihnachten auf, um die isländischen Kindern zu beschenken. Der zweite Sohn schließt sich 12 Tage vor dem Fest an - der dritte 11 Tage usw. Wenn die Kobolde ihre Pflicht erfüllt haben, sorgt Gryla für die Rückkehr ihrer Kinder.. |
| Norwegen | Julenissen wirkt optisch als lustige Gestalt. Er ist eine Mischung aus den norwegischen Nissen (Gnom) und dem türkischen St. Nikolaus. Etwas spöttisch könnte man ihn als "Zwergbischof" bezeichnen. |
| Niederlande: | Sint Nicolaas (kurz Sinterklaas) hat in den Niederlanden eine größere Bedeutung als der Weihnachtsmann (Kerstman). Sinterklaas reitet auf seinem Schimmel von Dach zu Dach und wirft Naschereien und kleine Gaben durch die Kamine. Mit Möhren, Heu oder Zuckerstückchen für das Pferd bedanken sich die Kinder für die Güte von Sint Nicolaas. |
| Frankreich: | Père Noël in Frankreich wird von Père Fouttard begleitet und füllt in der Nacht zum 25. Dezember die blankgeputzten Schuhe der Kinder. Im Elsaß wird St. Nikolaus von Hans Trapp begleitet. |
Festlichkeiten in verschiedenen Kulturen:
Es gibt derartig viele veränderte Traditionen und Feierlichkeiten in der gesamten Welt, das hier nur einige ganz kurz wiedergegeben werden sollen. Im Internet lassen sich jedoch jede Menge zusätzlicher Informationen finden.
Quellen:
www.religioustolerance.org
www.engelchen.de
Montag, 20. Dezember 2010
Alternative zu Schneeketten
Noch kurz etwas zu unserer Anfahrt: wir liegen nur 2 km von der Autobahnabfahrt entfernt und es wird bei uns geräumt - sie kommen also auf jeden Fall zu uns durch .....
Mein Schwager aus Schottland hat uns gestern nach einem längeren Familienanruf ein nettes youtube-Video geschickt: wie man eine billige und effektive Alternative zu Schneeketten "bastelt" - aus 10 mm Nylon-Schnur. Das Video enthält eine Anleitung und auch eine Testfahrt - ist allerdings alles in englisch. Dem Akzent nach würde ich auf Irland tippen (habe aber meinen diesbezüglich weitaus kompetenteren Mann noch nicht gefragt). Die Straßenbeschilderung auf der anderen Straßenseite würde es aber bestätigen.
Angesichts der vielen, vielen, vielen Regeln und Vorschriften in Deutschland weiß ich nicht, ob dies nicht doch bei uns irgendwo verboten ist - ich übernehme also weder Haftung noch Verantwortung, wenn Sie dies selbst ausprobieren. Es ist einfach eine Weitergabe einer innovativen Idee. Oder Sie fragen einfach mal bei der zuständigen Behörde (Polizei?) nach (lassen Sie sich den Namen des Menschen geben, mit dem Sie telefonieren, damit Sie notfalls auf ihn/sie zurückverweisen können, falls Sie doch einem kontrollierenden und diskussionsfreudigem Menschen über den Weg laufen).
Mittwoch, 15. Dezember 2010
Geschenkgutscheine
Wir können den Gutschein per Post schicken - meist gleich am nächsten Tag. Oder wir bieten Ihnen folgende Möglichkeit, damit der Gutschein auch wirklich pünktlich ankommt. Wir schicken Ihnen nach Nachweis der Überweisung (Screenshot reicht z.B.) bis 21 Uhr den Gutschein auch sofort am gleichen Abend - das geht auch noch am 23.12. oder am 24.12. früh bis ca. 13 Uhr zum Ausdrucken per e-mail. Rufen Sie uns an und fragen Sie - wir machen es möglich: ein einzigartiges, originelles und besonderes Geschenk, welches der Beschenkte sicher nicht doppelt bekommt!
Montag, 13. Dezember 2010
Zeitungsbericht
Wie wir Weihnachten verbringen? Wir sind uns - wie jedes Jahr seit einigen Jahren - immer noch nicht absolut einig. Wahrscheinlich aber mal wieder völlig heidnisch: wir zelebrieren die Wintersonnenwende in der Nacht vom 21. zum 22. Dezember dieses Jahr und fahren - völlig unheidnisch - für ein paar Tage ins Erzgebirge. Zum einen ist dort meine Familie, zum anderen darf ich auf keinen Fall den heimatlichen Chemnitzer Weihnachtsmarkt verpassen - DER "Geheimtipp". Wobei ja immer bekannter wird, daß dies einer der besten Märkte ist.
Für die Sonnenwende haben wir ein paar Schwedenfackeln gesägt ...... Wir hoffen, daß wir nächstes Jahr soweit sind, eine entsprechende größere Feier auszurichten und ein paar mehr Leute einzuladen.
Für die Tiere wird natürlich gesorgt werden.
Sonntag, 12. Dezember 2010
Weihnachtsmarkt und Internet
Habe vergessen zu erwähnen: wir befinden uns derzeitig (seit Freitag und noch einschließlich bis heute von 14 bis ca. 18 Uhr) auf dem Weihnachtsmarkt am Kirchplatz in Königs Wusterhausen, falls Sie uns besuchen wollen. Und ich habe eine neue kleine Seite in das Lamakunde-Lexikon auf meiner Internetseite eingefügt: Tränke und Wasserleitung.
Freitag, 10. Dezember 2010
Termine für Glühweinwanderung
p.s. Der Weihnachtsbaum vor dem Bahnhof in Königs Wusterhausen wird wohl dieses Jahr schief bleiben .....
Donnerstag, 9. Dezember 2010
Winter
Voller Ärger über meine eigene Ungeschicklichkeit schaffte ich es dann beim Rückwärtssetzen, den Landrover festzufahren. Und leider wußte ich nicht so genau, wo man den Allradantrieb einstellt. Bzw. - nach einer Weile Suchen fand ich den, aber ich sollte die Vorderräder feststellen. Nur wo??? *seufz*
Und dann hatte ich etwas, das man wohl "Glück im Unglück" nennt. Einmal pro Jahr (Anfang Dezember) mäht der Dahme-Wasserverband die Uferböschung ab. Um das auch auf meinem Land machen zu können, mußte aber erst mein Auto weg. Aus purem Zufall waren sie heute um die Uhrzeit vor Ort, als ich dort festhing und gerade überlegte, meinen Landnachbarn mitsamt Traktor um Hilfe zu bitten. Er zog mich dann heraus und ich konnte wieder wegfahren. Vielen Dank dafür!
Für die Leute, die englisch verstehen: anatomy-of-snowbirds
Als ich in den U.S.A. gewohnt habe, ging es mir ähnlich: im Winter war es so kalt, daß gelernt habe, sogar Bücher mit dicken, gefütterten Handschuhen zu lesen und die dünnen Seite umzublättern. Warum? Weil es einfach nur Wahnsinn war, etwas ohne Handschuhe zu unternehmen. Ganz so schlimm ist es hier ja nicht ....
Mittwoch, 8. Dezember 2010
Wintergedanken eines Lamas
Was denkt ein Lama oder Alpaka im Winter bezüglich seiner Verdauung?
"Oh, Schnee! Schön weiß! Mal vorsichtig die Schnute hinausstrecken. Brr - kalt. Schnell wieder ins Warme zurück. Aber eigentlich muß ich aufs Klo .... und zwar dringend. Und das Klo ist draußen. Vielleicht doch noch mal probieren? ... Nein, lieber doch nicht. Und Frauchen hat hier so schön mit Stroh eingestreut - das ist ganz wundervoll warm. Warum kann ich eigentlich nicht hier gehen? Vielleicht direkt vor die Tür? Dann ist es nicht so weit von draußen entfernt ....... Und Frauchen kommt ja sowieso jeden Tag vorbei und macht alles sauber. Morgen gibt es dann wieder frisches Stroh. Also kann ich ja ...... ", dachte das Lama, stellte sich innen vor den Eingang und entspannte sich.
Das nächste Lama ging zum Eingang: "Ich muß ganz dringend. Hmmm, hier riecht es so komisch .... oh, ist jetzt hier unser Kothaufen? Das ist aber bequem ....."
Lamafohlen: "Mutti hat ins Stroh gemacht. Sicher ist das richtig und das gelbe Zeug auf dem Grund bedeutet bestimmt, daß ich überall hinmachen darf ...."
Frauchen kam tatsächlich am nächsten Morgen und fluchte auf den Schnee und die Kälte, die zusätzliche Arbeit im Stall verursachten und mehrere Gänge mit der Schubkarre voller Mist und schmutziges Stroh bedeuteten. Warum sind die Tiere bei Kälte nur so faul und können nicht vor die Stalltür gehen? Sobald Stroh als wärmende Unterlage liegt, bedeutet dies nicht nur zusätzliche Bürstarbeit, sondern auch den Beginn des Hineinköteln der Tiere in den Unterstand.
Und das ist der Grund, warum alle Lama- und Alpakahalter im Winter den Kot nicht nur vom Platz räumen, sondern auch im Stall misten müssen - inkl. dem Abfahren von zusätzlichem verdreckten Stroh, welches ganz schnell die Schubkarren füllt und doppelt oder dreifach so viele Gänge wie sonst verursacht.
Donnerstag, 2. Dezember 2010
Schnee zuhauf
Dafür ist bei meiner Freundin in der Straße nicht geräumt worden und ich kam mit meinem Auto kaum durch. Versorge gerade zweimal täglich ihre Hunde und Katzen. Habe mir kurzerhand ihren Landrover ausgeliehen und bin damit besser auf den Staßen unterwegs als vorher. Und komme auch in ihre Straße hinein.
Jetzt muß noch der Unterstand bei der Stutenherde abgedichtet werden. Das habe ich vor Einbruch der Dunkelheit nicht mehr geschafft. Ohne Tageslicht will ich eigentlich nicht wirklich auf einer Leiter mit glatten Untergrund herumturnen. Und ich werde wahrscheinlich wieder Planen vor die Eingänge spannen - einige der Tiere frieren. Der kleine Eldor kuschelt sich ganz nah entweder an seine Mami Emily oder an Ayla an.
Ares im Gegenzug verbringt seine Zeit lieber im Schnee. Die weiße Decke auf seinem sonst braunen Vlies stört mich nicht sehr - daß er genau vor der Tür allerdings den Schnee anschmilzt und zu Eis verwandelt dagegen mehr.
Unser kleiner Kater erlebt gerade den ersten Schnee seines Lebens und ist ganz aufgeregt und begeistert. Er springt und spielt in der weißen Pracht und scheint die Kälte nicht zu spüren. Schön, daß er Spaß hat und herumtobt.
Freitag, 26. November 2010
Frohe Adventszeit und Glühweinwanderungen
Zeit: ca. 2-3 Stunden, 1. Termin: 1. Advent, Sonntag, 28.11.2010
Eine Wanderung, bei der die Lamas Glühwein, Tee (mit und ohne) Schuß und heißen Saft für die jüngeren Leute mit einem kleinen Snack für Sie durch die Gegend tragen. Wir wandern durch den Wald und am Wasser entlang und halten für eine Pause zur Stärkung. Alle Utensilien werden gestellt und die Touren sind auch für jeden zu schaffen. Sollte der See im Winter sicher zugefroren sein, können wir auch auf diesem Weg den See überqueren.
Termine an fast allen Adventswochenenden und auch an den Weihnachtsfeiertagen.
Preis: 25€ für ca. 2-3 Stunden inkl. 1x Getränk und Gebäck/Snack, 10€ Kinder 3-10 Jahre, Familien- und Gruppenrabatt möglich
SCHÖNE ADVENTZEIT MIT VIEL RUHE UND FREUDE IM HERZEN!
Donnerstag, 25. November 2010
Herde schon wieder draußen unterwegs
Ich mistete also fix aus und füllte die Heutröge. Die Tränke hatte auch wieder eine Eisschicht, funktionierte aber glücklichweise noch. Mal sehen, wie es morgen früh aussieht.
Und dann stiefelte ich los. Auf der anderen Seite des Weihers fand ich sie dann. Auf meinen Ruf hin folgte mir die Herde und trabte brav mit mir als Leittier und Wegweiser wieder auf ihre Weide zurück. Bin ich froh, daß ich sie im Sommer alle darauf trainiert hatte. Allerdings zählte ich dann mal durch - und stellte fest, daß 6 fehlten. 2 sah ich: Pacari und Eldor schauten in die andere Richtung. Ich vermutete die 4 Vermißten also dort und ging nochmals los. Bonnie zu finden und in Richtung ihres mit der Herde mitgelaufenen Fohlens zu scheuchen war kein Problem. Blieben noch Emily, Käte und Sisal. Keine Spur von ihnen ......
Ich rief noch ein paar Mal und hörte dann ein Geräusch auf der anderen Seite des dichtes (und hohen) Gebüsches, welches mir folgte. Von der Größe konnte es sich nur um meine Lamas handeln. Inzwischen dämmerte es bereits sehr stark und ich versuchte, die Tiere durch die Hecke zu lotsen. Problem: 2 Drähte, die dort gespannt waren und wo die Tiere sich partout weigerten hindurchzugehen. Ich versuchte, sie ca. 1 Stunde lang zu lotsen. Inzwischen war es natürlich komplett dunkel geworden. Fast waren sie schon halb durch, dann gingen sie wieder zurück. Ein paar Mal versuchte ich, Käte einzufangen. Aber sie hatte offenbar dazu auch keine Lust. Ich gab auf und rief meinen Mann an. Mit dem Hinweis - bzw. eigentlich der Bitte, daß er mir heute abend noch beim Lama einfangen helfen sollte, ging ich erstmal ins Haus und fütterte die Katzen. Ein wenig war ich wegen Eldor besorgt, aber die anderen Lamas hatten das kleine wimmernd-rufende Fohlen in die Mitte genommen, wo er eingekuschelt saß und mich mit großen Augen herzzerreißend ansah. Mir blutete das Herz und ich erklärte dem Kleinen, daß ich dafür sorgen würde, seine Mutter heute abend wieder zu ihm zu bringen. Und wenn es mich die halbe Nacht kosten sollte.
C. kam für seine Verhältnisse relativ zeitig nach Hause. Zu dem Zeitpunkt hatte sich Emily durch die Drähte gekämpft und saß auf der anderen Seite des Zaunes sichtlich unglücklich allein. Wir bugsierten sie durch den Hintereingang zum Rest der Herde und ihrem Fohlen. Käte war ein wenig schwieriger. Aber sie zu zweit bei Dunkelheit einzufangen, ging erstaunlich gut und sehr fix. Ich glaube, sie wollte auch nicht allein sein. Sie beschwerte sich ständig und schien erst vertrauensvoll dankbar zu sein, als sie merkte, daß ich sie und ihren Sohn auch tatsächlich in Richtung Herde führte. Die beiden durch den Draht zu kriegen, erforderte ein wenig Überzeugung, aber es half, daß die beiden besorgt nach Hause wollten. Sisal ist noch nicht trainiert und so konnten wir ihn nicht ans Halfter nehmen. Der Sohn hinter Mami herrennend, brachte ich Käte zurück. Netterweise hatte der Rest der Herde auch noch genügend Heu für die Nachzügler übriggelassen.
Leichteren Herzens ging es dann unter Einsammeln sämtlicher Leinen, Halfter und Taschenlampen wieder in die warme Stube. Krüger hat eine neue Teesorte herausgebracht: Chai Latte, Fresh India, Typ Ingwer-Zitronengras. Eine heiße Tasse davon dampft beim Schreiben neben mir.
Und die Landwirtschaftliche Berufsgenossenschaft hat mir wieder neue Papiere zum Ausfüllen geschickt. Ich glaube, ich muß Lamas und Alpakas unter "Wild, Strauße und sonstige Tiere" eintragen ... Sogar Schneckenzucht gibt es - aber keine Spalte für Neuweltkameliden? Obwohl sie seit 20.06.1996 als landwirtschaftliche Nutztiere gelten? Nach 14 Jahren wäre doch mal eine Überarbeitung des Formulars fällig, oder nicht? Ich beziehe mich jetzt auf das Formular für die Angaben zum Viehdurchschnittsbestand ... Naja, Papierkram eben.
Auf jeden Fall kann ich nicht klagen, daß Landwirtschaft langweilig wäre oder mir viel Zeit läßt. Jeden Tag kommen neue Überraschungen und Aufgaben dazu, die fix gelöst und abgearbeitet werden müssen. Das mit dem "von Früh bis Spät arbeiten" hat durchaus seine Berechtigung .......
p.s. Der Weihnachtsbaum vor dem Bahnhofsgebäude in Königs Wusterhausen ist immer noch schief!
Mittwoch, 24. November 2010
Schnee und Weihnachtsbaum
Montag, 22. November 2010
Herde ausgebrochen
Ein paar Anrufe später hatte ich meinen kranken Mann aus dem Bett geworfen (der Arme!) und er lockte die Herde gemäß meinen Anweisungen wieder in die mit Wildschutzgatter versehene - und dadurch eher ausbruchsichere - Weide zurück. Die Stuten wären zwar nicht weggerannt, aber ich kam nicht mehr vor der Dunkelheit zurück. Und im Wald nebenan gibt es Wildschweine. Außerdem regnet es wieder. War dann wieder beruhigt.
Dann wurde mir mitgeteilt, daß jemand das Zauntor mit dem elektrischen Zaun geöffnet hat. Ich verdächtige zwar jemand, weiß aber nicht, ob es stimmt. Aber ärgerlich wäre es schon ....
Donnerstag, 18. November 2010
Zaun ignoriert
Besonders beunruhigt war ich nicht, da die Straße auch noch weit entfernt ist. Da ich Sultan und Domino entsprechend trainiert hatte, war das Einfangen auch kein Problem. Ich rief und die Alpakas kamen angaloppiert - Dakota lief ihnen wie erwartet hinterher. Eine Sache von weniger als 5 Minuten und die Tiere waren wieder in ihrem entsprechenden Gehege.
Aber zumindest habe ich zwischendurch frische Luft schnappen können.
Mittwoch, 17. November 2010
Herzwärme
Und während ich hier schreibe, schnurrt der kleine Spotty-Nose neben mir und versucht ständig, seine Nase in meine Tasse Früchtetee hineinzustecken. Ich hatte ihn vor einigen Tagen mit einer toten Maus spielen sehen - wird sicher mal ein erfolgreicher Jäger werden. Die frischen Maulwurfhügel wurden aufgrund des Jagdinstinktes seiner Mutter schon tüchtig minimiert.
Samstag, 13. November 2010
Regen
Durch den anhaltenden Regen ist die Herde etwas naß. Die Tiere haben auch keine Lust mehr, ständig unter dem Dach zu hocken. Habe aber nachgesehen: die Grannenhaare meiner Classics schützen die Tiere und sie sind innen noch schön trocken und warm. Habe ein wenig Sorge um Eldor, den Jüngsten. Aber er scheint munter zu sein und auch nicht zu frieren. Die Kontrolle der Sohlen einiger Tiere ergab auch keine Probleme mit der Nässe. Bin also relativ ruhig.
Ansonsten fand gestern abend dann die jährliche Versammlung der Jagdgenossenschaft statt, zu der wir als Grundbesitzer im Außenbereich ebenfalls geladen wurden. Ich hatte ja schon in diesem Post hier erläutert, daß man als Landbesitzer gesetzlich zur Zwangsmitgliedschaft verpflichtet wird. Es war aber ein nettes Zusammentreffen. Wir wurden verpflegt (die Reh-Pilz-Suppe war sehr lecker) und unterhalten. Ein paar organisatorische Sachen waren auch dabei - hielten sich aber im Vergleich zu anderen Versammlungen sehr in Grenzen. Wie ich von einer Tischnachbarin erfuhr, geht es in anderen Gemeinden da wohl etwas rauher ab.
Ein Jäger erläuterte uns vor dem Essen mit Einsatz von Jagdhörnern, wie eine Gesellschaftsjagd abläuft und welche Signale was bedeuten. Ich fand diese Erklärung recht interessant. Aber aufgrund der zu dörflichen Struktur findet in unserer Gegend eher keine statt. Was ich nur begrüßen kann. Rotfarbene Lamas sehen von weitem wie große Rehe aus. Ich äußerte meine Befürchtungen diesbezüglich dem zuständigen Jäger, der mich aber beruhigte. Vor kurzem nämlich wurden im Norden von Berlin 2 Lamas von einem Jäger erschossen, der sie für Wild hielt.
Montag, 8. November 2010
Bentonit in der Auffahrt
Als ich heute am frühen Nachmittag vor unser Hoftor trat, kam ich gerade rechtzeitig, um eine große "Pfütze" Bentonit direkt in unserer Auffahrt zu sehen. Es blubberte auch noch fleißig Nachschlag - ca. 3 m von der Straße entfernt direkt auf unserem Grundstück. Ich war etwas irritiert.
Nach der Mitteilung wurden die Horizontalbohrarbeiten an der Straße unterbrochen. Meine Antwort nach der Entfernung der Sauerei wurde bejaht. Angeblich bohren sie nur ein ganz kleines Loch (die mit der Hand angezeigten Abmessungen zeugten von ca. 20x20 cm) und würde es abpumpen. Als ich vom Füttern wiederkam, fand ich ein metergroßes Loch vor, aus dem es immer noch hochsprudelte. Mir wurde versichert, daß das beräumt wird. Da sie Profis sind, nahm ich sie beim Wort und ging. Freunde kamen und nach einigen Stunden verabschiedete ich sie dann. Und stellte fest, daß ich mich mit einem großen Loch halbgefüllt mit Bentonit alleingelassen wiederfand. Ich hoffe, sie räumen das noch weg. Und noch mehr hoffe ich, daß unsere Abwasserleitung, die direkt dort darunter entlanggeht, nicht beschädigt wurde. Das akzeptiere ich nämlich nicht als Nebeneffekt von fremden Straßenarbeiten .........
p.s. Ein Glück, daß ich das Auto nicht in die Einfahrt gestellt hatte ...
links: Das entdeckte ich als kleine unwillkommene Überraschung
rechts: Abpumpen aus dem "kleinen" Loch
unten: So sah es abends nach Abzug aller Arbeiter aus.
Freitag, 5. November 2010
Pressebericht in der Bauernzeitung
Aber ich schweife vom Thema ab ... hier der Bericht, ich hoffe, ich darf das hier einstellen. Das copyright liegt natürlich vollständig beim Journalisten und der Bauernzeitung. Inwischen sind auch die Tierzahlen ein wenig verändert.
Für eine Vergrößerung bitte auf das Bild klicken, welches sich dann einem neuen Fenster oder Tab öffnet.
Mittwoch, 3. November 2010
Landwirtschaftskontrollen
Als Lama- und Alpakabesitzer ist man gesetzlich verpflichtet, ein Bestandsbuch zu führen: "Laut Viehverkehrsverordnung (VVVO) vom 18.April 2000 muß jeder Lama- und Alpakahalter (auch Hobbyhalter!) seine Tiere beim zuständigen Veterinäramt melden und ein Bestandsregister führen. Dies ist eine Pflicht und ergibt sich aus: § 24(l) „Halter von nicht in §24b Satz 1 genannten Klauentieren und Kameliden haben ihren Betrieb entsprechend §24b Satz 1 und 2 anzuzeigen und ein Bestandsregister nach §24c Abs. 1 Nr. 2 und Abs. 2 zu führen.“ [.../Zadik-Lamas/Lexikon_Gesetze.htm]
Zum Glück führe ich seit Jahren für jedes Tier einzeln die entsprechenden Unterlagen, wo alles eingetragen wird. Das wollte vor allem die Lebensmittelkontrolle wissen, weil Lamas (und Alpakas) per Gesetz nicht von der Schlachtung und evtl. Verwertung für den menschlichen Konsum ausgeschlossen sind. Meine Tiere werden übrigens nicht für die Fleischgewinnung gehalten oder hergegeben. Ich habe seit Jahren eine Erklärung dafür unterschrieben. Und die meisten meiner Tiere sind auch nicht dafür geeignet, da ich ihnen regelmäßige Chlostridienimpfungen verpasse (da ist z.B. auch Tetanus mit drin). Dies schließt sie zur Lebensmittelgewinnung für den menschlichen Verzehr aus.
Die Futtermittelkontrolle wollte die Rückführbarkeit meiner verfütterten Mittel kontrollieren - auch dies konnte man aus meinen Unterlagen erkennen. Sowohl Heu als auch Mineralfutter hatten einen nachverfolgbaren Ursprung und andere Sachen verfüttere ich nicht. Gleichzeitig wurde mir auch meine Registriernummer als Primärfutterhersteller (Heu) in die Hand gedrückt.
Warum sie da waren? Periodische Kontrollen: ich war per Zufallsprinzip ausgewählt worden. Und weil es für die Agrarsubvention notwendig ist.
Nun, meine Bücher und Unterlagen sind in Ordnung - ich werde in spätestens 3 Jahren wieder von ihnen hören, wenn kein Verstoß vorher gemeldet wird - was ich mir allerdings derzeitig nicht vorstellen kann.