Mittwoch, 29. September 2010

Hygiene in Küchen

Ein Outdoorbetrieb, wie wir ihn führen, muß auch diverse Schulungen, Zertifikate, Belehrungen und Sachkundenachweise erbringen. Da wäre zum Beispiel die jährliche Wiederholungsbelehrung nach §43 (4) des Infektionsschutzgesetzes. Es werden Hinweise und Belehrung zu Aspekten und Lebensmittelhygiene bei der Gestaltung von Küchen und Arbeitsräumen vermittelt, die für das Anbieten von Speisen und Lebensmitteln notwendig sind.
Auch wir haben diese Belehrung wieder mal über uns gestern ergehen lassen. Einiges war interessant, aber nicht wirklich neu. Vieles ist logisch und einiges komplett merkwürdig. Wußten Sie, daß Wein und Backwaren (komplett durchbacken) beispielsweise nicht unter Lebensmittel im Sinne des Infektionsschutzgesetzes fallen? Kann man im IfSG, §42 (2) nachlesen. Natürlich fallen sie aber dann wieder unter das Hygienegesetz. Und Glühwein darf sich auch nicht immer Glühwein nennen. Sobald ihm irgendetwas zugesetzt wird (beispielsweise schon Orangen oder auch nur ein "Schuß" irgendetwas), ist er definitionsgemäß kein Glühwein mehr. Auch die Temperatur und der Alkoholgehalt ist für die korrekte Namensvergabe wichtig.
Und da schon Anfragen kamen: ja, sie finden wieder statt - unsere Advents- und Glühweintouren im Dezember und Januar. Wir werden uns auch bemühen, Ihnen zu unseren Glühweintouren dann auch wirklich definitionsgemäß echten Glühwein vorzusetzen. Oder wir nennen es Punsch und Sie dürfen sich über einen Hauch echter Orange oder Zitrone freuen. :)

Dienstag, 28. September 2010

Ungezieferbekämpfung

Wir haben auf unserem Knöterich - unserer Kletterpflanze im Vorgarten - ganz viele Blattläuse gehabt. Es gibt mehrere Methoden, sich ihrer zu entledigen. In kleinem Maße: mit Seifen- oder Nikotinwasser besprühen. Zumindest sind das die am häufigsten erwähnten Maßnahmen im Internet.

Wir haben eine 100% umweltfreundliche und natürliche Methode gefunden. Braucht ein wenig Zeit, aber die hatten wir ja. Wir haben eine Woche lang jeden Marienkäfer, den wir fanden, auf die Hecke gesetzt. Einige Zeit später waren die Blattläuse um 50% dezimiert und wir fanden jede Menge gutgenährter Maikäfer-Larven unter den Blättern. Unglaublich, wie sie sich durch die Läuse fressen. Leider sind die Larven recht schutzlos gegenüber den Ameisen. Aber es ging - wir haben nicht so viele von den letzteren. Und wir konnten sogar einen Maikäfer beim Schlüpfen beobachten. Es werden immer weniger Blattläuse .......... Ich schätze mal, mindestens 80% sind schon weg.




Und wir haben in einem Gartencenter "Brutkästen für Maikäfer" gesehen. Das Wochenende darauf kam mein Mann dann mit einer selbstgebohrten Lösung aus der Scheune. Wir haben sie im Vorgarten aufgehängt.

Netter Artikel über die Symbiose zwischen Ameisen und Blattläusen.
Und noch ein paar gute Bilder von Ameisen und Marienkäfer.

Montag, 27. September 2010

Facebook "LIKE"

Wie einige vielleicht schon gesehen haben, habe ich seit gestern eine facebook-like-Schaltfläche unter meinen Beiträgen. Wer also ein Konto bei diesem Netzwerk hat und einen Beitrag mag, kann gern draufklicken. :)

Sonntag, 26. September 2010

Namensvergabe

Wir haben uns nach längerem Hin und Her (meinem Mann gefiel der Name Elvis nicht) für einen Namen entschieden: Eldor Zadik für unseren Letztgeborenen. Inzwischen hat er das typische Fohlenverhalten: superneugierig, hat die Annahme, daß jedes andere Lama sein Freund ist und was die Menschen angeht, ist er noch nicht schlüssig. Er traut sich immer nur schrittchenweise heran und wagt es nicht, so neugierig zu sein, wie er es wirklich ist. Aber er schaut uns immer wieder an, bevor er sich wieder hinter den anderen versteckt.
Inwischen biegen sich seine Ohren vom ehemals geraden Zustand immer weiter in Bananenform. Sehr hübsch und ich bin diesbezüglich auch sehr zufrieden. Wird sicher später mal ein hübscher Kerl werden. Inzwischen ist er auch im europäischen Verzeichnis registriert und hat eine Chipnummer zugeteilt bekommen.
Der Kleine rennt auch schon fleißig mit seinen anderen 5 Spielgefährten die Weide hoch und 'runter. Dabei ist er zwar Letzter, aber kann durchaus schon locker mithalten. Das mit dem Hüpfen können aber eindeutig meine weiblichen Fohlen besser.
Auf den Fotos ist Eldor einen Tag alt. Wenn das Wetter wieder besser wird, werde ich mal meinen Fotoapparat mit auf die Weide nehmen.

Dampfentsaften

Von unseren Nachbarn haben wir uns einen Dampfentsafter ausgeliehen, um damit den Prozeß auszuprobieren. Und ich muß sagen: ich bin etwas enttäuscht. Bei uns klappt das irgendwie nicht so ganz. Wir bekommen immer mindestens 2 Flaschen weniger heraus, als unsere Nachbarn mit langjähriger Erfahrung uns prognostizieren. Und auch eine entsprechende Informationssuche im Internet half nicht wirklich weiter. Also nahmen wir von der Anschaffung eines solchen Gerätes für uns Abstand.

Diese Jahr haben wir uns an unseren Äpfel, Weintrauben und Holunderbeeren, die auf unseren Grundstücken wachsen, versucht. Wir haben kleine, süße Weintrauben, die frisch eigentlich ziemlich gut schmecken. Der Saft daraus war sehr süß. Aber zumindest haben wir 5 Flaschen bekommen. Von den Äpfeln sind es nur 2.5 gewesen. Wir haben etwas säuerliche Äpfel, die aber trotzdem recht saftig sind. Merkwürdig. Und es hat ewig gedauert! Der wenige Saft gleicht den Energieaufwand auf jeden Fall nicht aus.

Und was die Holunderbeeren angeht: alle erzählen mir immer, wie unglaublich gesund Holunderbeerensaft ist und wie gut er im Winter wirkt. Aber keiner - wirklich keiner! - hat auch nur angedeutet, wie fürchterlich durch Dampf entsaftete Holunderbeeren stinken! Und ohne Zuckerzusatz ist der Saft auch eher mit einem bitteren Hustensaft (also nicht der leckere aus DDR-Zeiten) oder einem Kräuterlikör ohne Alkohol und Süße vergleichbar. Da schüttelt es einen ja! Deswegen entsaften die Leute wahrscheinlich Äpfel und Holunder zusammen - anders schmeckt es nicht .... Wir werden die beiden also auch mischen.
Wir haben den Rest der Beeren dann unseren Nachbarn gegeben und als ich jemanden auf meinem Grundstück am Wasser erwischte, der sich an unseren Holunderbeeren vergriff und sie ohne Erlaubnis pflückte, wies ich denjenigen an, weiter hinten die Beeren auch noch abzusammeln. Für nächstes Jahr werden wir eine andere Verarbeitungsmethode wählen - und sicherheitshalber den Durchgang absperren, bis ich unsere Beeren selbst abgesammelt habe.

Wir suchten nach weiteren Möglichkeiten, unsere Sachen zu lagern. Jetzt haben wir uns eine Obstpresse und einen Einwecktopf zugelegt. Hoch lebe ebay und die "neue" Form des Re-use, eine Art der Lebensverlängerung von Geräten, wenn man sich die Lebensspanne und die entsprechende Ökobilanz ansieht!
Damit dürfte eigentlich alles abgedeckt sein. Einen Kaltentsafter für härtere Sachen hatte ich ja eh schon. Mit der Obstpresse können wir zukünftig beispielsweise Beeren entsaften und dann in Flaschen gefüllt im Einwecktopf keimfrei kochen. Notfalls gibt es für unseren Topf auch noch einen Entsaftereinsatz. Wir werden im nächsten Herbst sehen, wie es aussieht.
Für jetzt habe ich ein Rezept für Kürbis-Chutney gefunden. Das werde ich ausprobieren und damit den Einwecktopf einweihen.

Donnerstag, 23. September 2010

Herbstanfang

Ab jetzt ist offiziell Herbst. Es ist meine Lieblingssaison. Gerade eben war der astronomische Beginn der neuen Jahreszeit. Wünsche allen wunderschöne bunte Blätter, Sonnenschein, ein wenig Wind und entspannende Wanderungen in der Natur. Falls Sie mit den Lamas eine Tour machen wollen: wir bieten ab jetzt wieder Herbstwanderungen an.
Und hier noch eine Seite mit Informationen zur Herbst-Tag-und-Nachtgleiche (Mabon).

Das Bild stammt übrigens noch aus meiner Zeit in Vermont. Dort gibt es mit den schönsten Indian-Summer, den ich je in meinem Leben gesehen habe. Auf jeden Fall eine Reise wert - auch wenn es fast auf der anderen Seite der Weltkugel ist.

Mittwoch, 22. September 2010

Erntedankfest und Parade

Wir waren beim Erntedankfest in Friedersdorf am Wochenende und haben auch einen Teil der Parade durch den Ort mitgemacht. Die Parade begleiteten Mara Zadik und das Alpaka Domino. Sultan hatte keine Lust und sich wie ein Anfänger benommen. Also nahm mein Mann ihn wieder zurück auf die Wiese und packte Bino zur Gesellschaft dazu. Ich lief inzwischen zwischen den Pferden und dem Trabant vor den ganzen Traktoren. Leider habe ich keine Bilder davon - aber da ich Hunderte Male fotografiert wurde, hoffe ich, daß einer meiner Leser vielleicht dabei war und mir eines schickt? Wäre nett.

War eigentlich interessant. Ich hatte am Abend zuvor noch ein paar Schilder für die Packsättel gebastelt/gesägt. Nach den ersten Minuten des Geklapperes gewöhnten sich die Tiere daran und liefen problemlos mit. Ich konnte leider nur den Teil der Parade sehen, bei dem ich auch mitlief. Es ging durch den Ort und einige Leute hatten sich Tische und Stühle vor ihre Häuser gestellt und machten dort eine Art Picknick. Einige hatten sogar Bowle und Kaffee aufgetischt. Danke übrigens für die aufmunternden Schlucke! :)
Das Fest war auch gut und ich habe endlich eine Verwendung für die Schleifen und Pokale gefunden, die ich dieses Jahr gewonnen habe. Ansonsten liegen sie bei mir in einem Karton herum, der in der Abstellkammer steht. Eine Tafel, auf der ein paar Informationen über Lamas und Alpakas angebracht war, zog ich einige Leinen und hängte die Wettkampfschleifen an. Es wurde schön bunt. Mir fehlt allerdings noch grün. Weiß jemand, bei welcher Show es grüne Schleifen gibt? Und wenn es nur Teilnehmerschleifen sind??? Und mein Mann lobte die vortreffliche Eignung der Pokale als Briefbeschwerer. Es gab nämlich auch trotz des Sonnenscheins eine Menge Wind. Und so unterhielten wir uns mit den Leuten, tranken heiße Schokolade mit einem Sahnehäubchen, lugten zu den anderen Festteilnehmern hinüber und waren eigentlich ganz zufrieden. Ich fand die Auswahl der Stände vortrefflich: einheimische Unternehmen und meist irgendwie mit der Landwirtschaft verbunden. Die Tiere wurden sehr häufig fotografiert - und sogar die Presse hat Bilder gemacht - was ich erst später in der Zeitung sah.

Fazit: es hat mir gut gefallen, ist durchaus wiederholenswert für uns und vielen Dank für die freundliche Einladung zur Teilnahme an den entsprechenden Erntedankfestverein von Friedersdorf.

Wie ich einige Tage später auch erfuhr, wurde Janet Kretzulesco die neue Erntedankkönigin. Herzlichen Glückwunsch! Der Titel geht also an eine in Schenkendorf Ansässige. Das freut mich natürlich für meine neue Wahlheimat.
Ein Klick auf das Bild vergrößert den Artikel mit den Bildern.
Das copyright dieses Artikels gehört dem KW-Kurier (22.09.2010).

Donnerstag, 16. September 2010

Nachbars Katze

Ich konnte es gar nicht glauben: das gestreifte Ungetüm von nebenan hat überhaupt keine Manieren! Und hat sich im Haus geirrt. Gerade eben vernahm ich Katzenkampfgeschrei aus unserem Wohnzimmer! Nachsehend habe ich die Katze unserer Nachbarin dort gefunden. Sie mußte durch 4 Zimmer hindurch, um dort hinzukommen! Unsere kleine weibliche Mieze hat sich tapfer zur Wehr gesetzt und ich habe den kastrierten Kater dann verjagt. Jetzt sitzt Miss auf einem Stuhl und knurrt vor sich hin. Und der kleine Spotty-Nose hat sich verschüchtert auf meinen Schoß verkrochen.
Und da habe ich geglaubt, daß unser Haus zumindest das Revier unserer Katzen bleiben würde. Aber Nachbars Katze hat sich wahrscheinlich auch vor den Bulldoggen verkrochen, die unsere Nachbarin ebenfalls hat und die derzeitig unseren Zaun zerbeißen. Ihre Katze flüchtet nämlich immer auf unser Grundstück, wenn die Hunde wieder hinter ihr her sind. Inzwischen vermute ich auch, daß sie sich an unserem Katzenfutter vergreift .......
Während ich ja nichts gegen sie auf unserem Grundstück habe, sollte unser Haus eigentlich für sie tabu sein. Nur wie stelle ich das an?

6. Fohlen

Zwischen zwei Terminen lief ich auf die Lamaweide und kam gerade noch rechtzeitig, um das frischgeborene Fohlen bei seinem ersten wackligen Trinkversuch zu beobachten. Emily sah mich gelassen an: "Ist etwas? Was guckst Du denn so?" Sie stellte sich mütterlich, sehr ruhig und geduldig hin, schob ihr Bein ein wenig nach hinten, damit ihr kleiner Sohn auch wirklich das Gratisbuffett fand und ließ ihr Fohlen danach von den anderen beschnuppern. Ich gab ihr ob ihrer Mühe ein paar Leckerli und hetzte zum nächsten Termin. Wieder zurück entsorgte ich noch die Nachgeburt, packte der Mutter eine extra Portion Heu auf die andere Weide, die sie dankbar entgegennahm. Beiden geht es gut und ich muß jetzt nur noch einen passenden Namen für den Kleinen finden. Er sieht witzig aus, schön zweifarbig, hat ein ziemlich kurzes Gesicht im Vergleich zu meinen anderen Tieren und auch nicht unbedingt wenig Wolle. Letzteres überrascht mich ein wenig. Der Vater, Eddi, ist ein weißer mittel-bewollter Hengst, aber Emily hat eher etwas Guanako bei sich in der Linie. Normalerweise sind solche Tiere eher leicht bewollt, haben sehr feine Wolle, sind extrem robust und sowohl gesundheitlich problemlos als auch sehr willige Trekkingtiere, wenn man sie entsprechend trainiert hat.
Der Kleine ist jedenfalls süß und wir hoffen, daß es nicht ganz so kalt wird. Die Mutter hat sich genau den ersten Sonnentag nach vielen Regentagen ausgesucht. Braves Mädchen! Jetzt fehlt nur noch Pacari für dieses Jahr. Auch bei ihr ist der Vater ihres Ungeborenen derselbe Eddi.
Auf den Fotos: rechts weniger als eine Stunde alt, links: ca. 6 Stunden alt.

Futtermittel

Ich habe es geschafft, drei weitere Internetseiten mit Informationen online zu stellen:

Dienstag, 14. September 2010

Wildschweine

Kurz vor 21 Uhr sind heute 6 oder 7 Wildschweine direkt vor meinem Auto über die Straße gelaufen. Konnte gerade noch so bremsen: ein Glück, daß mein Auto fast schon LKW-Bremsen besitzt. Ich hatte nämlich einen Hänger dran und es war sehr naß. Und zum Glück war kein Tier im Hänger! Ca. 2 Meter vor den Tieren kam ich leicht schleudernd zum Stehen. Nur eines der Tiere machte einen kleinen Satz - alle anderen ließen sich von mir nicht im Geringsten stören. Und was mich auch im Nachhinein noch in Erstaunen versetzt: die Tiere waren riesengroß! Irgendwie hatte ich immer geglaubt, daß Wildschweine kleiner sind, aber sie gingen bis über meine Kühlerhaube! Grau und haarig bis auf eines - aber massig waren sie alle.
Es war auch ein geflecktes dabei - wie ich später erfuhr, handelt es sich dabei um einen Ausreißer, der bis jetzt noch nicht eingefangen war. Na denn: bitte demnächst mit einer Fangtruppe hier am Abend aufstellen und warten ........

Montag, 13. September 2010

Ihr Erlebnis ist online!

Ihr Erlebnis ist online!
Mit diesem Satz begrüßte mich heute eine der Nachrichten in der Inbox meines Mailprogrammes. Danach folgte natürlich noch Text.
Was bedeutet dies? Ich habe in den letzten Wochen Kontakt zu mydays.de aufgenommen und alle Unterlagen und Verträge und Zettel, etc. ausgefüllt. Ab heute sind wir offiziell mit unserem Angebot auch auf deren Webseite vertreten. Hier ist der direkte Link, falls Sie auf diesem Weg ein ganz besonderes Geschenk machen wollen.

Freitag, 10. September 2010

Wiesenbearbeitung

Schon wieder ist Freitag. Die letzte Woche wurde hauptsächlich damit verbracht, Lamadung von A nach B zu bringen. Aber jetzt ist es geschafft. Ein paar unserer Wiesen (ca. 3 ha) sind jetzt mit biologischem Dünger bedeckt - eine Mischung aus Pferdemist und Lamadung, weil vom Letzteren nicht genug da war. Das Ganze wird mit einer Scheibenegge eingearbeitet, bevor die Neuansaat kommt. Die Neuansaat wird direkt beim Fachhändler geholt, der die Böden in dieser Gegend kennt und speziell für den Brandenburger Sandboden die richtige Grasmischung herstellt. Derzeitig sind es wohl noch ca. 250€/100kg netto und für die Neuansaat werden 40kg/ha benötigt. Im Frühjahr wird dann nochmal nachgesät und Kräuter (ca. 100€/kg) untergemischt. Und ab Spätsommer/Herbst nächsten Jahres sollten diese Wiesen dann nach dem ersten und vielleicht sogar 2. Schnitt für die nächsten Jahre zur Nutzung als Mähweide geeignet sein. Bisher sind noch zu viele Unkräuter, bzw. Giftpflanzen drauf.
Die anderen Hektar kommen nächstes Jahr dran.

Freitag, 3. September 2010

Barrierefreier Tourismus

Heute waren die entsprechenden Leute da und die Erhebungsbögen für den barrierefreien Tourismus unseres Angebotes wurden ausgefüllt. Ich bin mir nicht sicher, ob man es als Zertifizierung bezeichnen kann. Aber es schien ganz gute Einteilungen zu geben und ich erwarte den Bericht demnächst. Derzeitig sieht es so aus, als ob sich der Märkische Lamahof mit seinen Angeboten qualifiziert hat - wir werden sehen. Wenn es soweit ist, wird die Aufnahme in die entsprechenden Angebote und Seiten erfolgen. Siehe auch Barrierefrei in Brandenburg.
Allerdings weiß ich auch, wo bei uns die Grenzen sind: leider bei Gehörlosen und Schwerhörigen. Ich bitte, dies zu entschuldigen, aber keiner von uns beherrscht die Gebärdensprache und Anweisungen bezüglich der Tiere sollten gehört werden können, auch wenn wir mit dem Rücken zueinander stehen.
Ansonsten qualifizieren wir uns mit unserem Angebot für die folgenden Piktogramme:

Donnerstag, 2. September 2010

Kastration

Heute wurden 2 Tiere kastriert, ein Alpaka (FGA Domino) und ein Lama. Und am Nachmittag gab es dann diesen doppelten Regenbogen fast über der Weide. Man kann sich nun denken, was man möchte: zukünftige Nachfahren gingen heute über die Regenbogenbrücke?

Dienstag, 31. August 2010

Naturtourismus

Ab nächstes Jahr soll in Brandenburg die Kampagne Naturtourismus beginnen. Qualifikationen laufen bereits seit einigen Monaten. Noch ist die Endrunde nicht erreicht. Bei der letzten Erhebung der Anbieter hat der Märkische Lamahof jedoch bereits die höchste Bewertung (1 von 4) erreicht. Wir sind natürlich mit diesem vorläufigen Ergebnis äußerst zufrieden und hoffen, auch weiterhin qualitativ hochwertige Veranstaltungen anbieten zu können. Im Rahmen dieser Kampagne erfolgt auch eine Zertifizierung zum Qualitätscoach. Wir haben vor, an dieser teilzunehmen, damit wir Ihnen ein noch besseren Service zur Verfügung stellen können. Wie Sie sicher wissen, sind ja auch bei einem fast perfekten Angebot immer noch Möglichkeiten offen. Diese wollen wir auffinden, um dann entsprechend handeln zu können.
Gleichzeitig sind wir natürlich auch jederzeit für Vorschläge von Ihnen offen. Schreiben Sie uns ruhig Ihre Meinung - wir hören Ihnen auf jeden Fall zu.

Montag, 30. August 2010

Jazzfest Zeitungsbericht

Als ich heute abend nach Hause kam, hat mir netterweise mein Mann den Zeitungsbericht der Veranstaltung von letzter Woche herausgelegt. Ich hätte es sonst garantiert wieder verpaßt:

Dakota Zadik

War seit gestern unterwegs und habe einen Abstecher nach Sachsen gemacht. Unterwegs gab es auf dem Hinweg bedauerlicherweise einen Unfall. Hinter mir setzte der Stau ein. Ich hoffe, es gab keine Schwerverletzten - Gute Besserung an die Beteiligten jedenfalls.
Und jetzt sind alle meine Tiere wieder in Brandenburg. Hatte Dakota Zadik auf Wunsch als Begleittier zeitweilig mit einem anderen Tier zusammengestellt. Wieder zurück hat sich der mittel bewollte Dakota als Dorn im Auge für Inti erwiesen. Wahrscheinlich aufgrund seiner Ähnlichkeit mit seinem Vater Ares Zadik. Diese beiden Hengste (Ares und Inti) hatten sich mehrfach in der Wolle. Der kleine Dakota wird von Inti bespuckt, wenn er auch nur in die Nähe von dessen Zaun kommt. Habe meinen Herdhengst schon seit Jahren nicht mehr so außer sich gesehen. Armer kleiner Ares junior. Er ist jetzt mit den Alpakahengsten zusammen und rennt ihnen ständig hinterher. Ich hoffe zusätzlich, daß er eine Störung zu den Hengstkämpfen zwischen meinen beiden kuschligen Therapietieren darstellt. Bis jetzt funktioniert das ganz gut.

Sonntag, 29. August 2010

Zwei Feste an einem Tag

Gestern war auch mal wieder ein Tag mit lauter Terminen, von denen wir zwei wahrgenommen haben: das Waldfest in der Oberförsterei Hammer und das Dorffest von Schenkendorf.

Das Waldfest beherbergte eine sehr nette Ansammlung an heimischen Handwerkern und Produkten. Sogar ein Pilzberater war anwesend. Ich fand es wirklich interessant. Schade, daß ich nicht mehr Zeit hatte, zwischen den Ständen zu schlendern und mir alles genauer anzusehen. Wir hatten zwei Lamas und zwei Alpakas mitgenommen, die auf der Schafwiese grasten. Die eigentlichen Bewohner des Stücks Wiese standen auf der Nachbarweide und starrten meine Tiere unentwegt an. Später wurde dann auch noch der Stapel Holz entzündet.
Ich hatte zwei meiner Tiere die neugebastelten Bommeln an die Halfter gehängt. Beide Tiere störten sich überhaupt nicht an ihnen und beachteten sie nicht. Ich kann sie also in Zukunft problemlos als zusätzlichen Schmuck und Dekoration der Tiere bei Paraden einsetzen.

Das Dorffest in unserem Wahlheimat-Dorf war abends lustiger als erwartet - wir waren positiv überrascht. Hier gilt unser Dank vor allem dem freundlichen Willkommen unserer neuen Mitdörfler. Wir sind gleich nach dem Waldfest mit zwei weißen Tieren - damit man sie auch gut sieht - zum Fest gegangen und ich habe eine kleine Rede über Neuweltkameliden gehalten. Domino und Bino haben sich sehr gut benommen - Bino habe ich auch kurzerhand dem Ortsvorsteher zeitweilig in die Hand gedrückt.
Bei der Party abens legte DJ Ceule auf, der sogar später am Abend AC/DC spielte. Musik war also gut. Und ein paar Leute am Nachbartisch konzentrierten sich bei Übungen in Statik, Balance und Ingenieurwesen: mit Bierflaschen. Sie schafften es, 5 Flaschen übereinander zu stellen. Das Beweisfoto packe ich hierher.

Freitag, 27. August 2010

Übernachten im Naturpark

Aufgrund einer Wochenendtour für nächstes Jahr, die wir eventuell regelmäßig unternehmen wollen, habe ich heute mit der Naturparkverwaltung Märkische Schweiz telefoniert. Regelmäßig bedeutet nicht etwa wöchentlich oder monatlich, sondern in diesem besonderen Fall evtl. ein paar Mal im Jahr. Nachdem ich alles erläutert hatte und Qualifikationen vorweisen konnte (und in der Nachbarregion bin), habe ich zumindest erst einmal die mündliche Zustimmung, auf ganz besonderen Stellen direkt im Naturpark mit Lamas und Alpakas - und den menschlichen Begleitern natürlich, übernachten zu dürfen. Ansonsten ist dies nicht gestattet. Schriftlich bekomme ich die Bestätigung auch noch. Ich entscheide mich jetzt für eine schöne Route durch die Märkische Schweiz (ein paar Optionen habe ich bereits herausgesucht) und dann kann es nächstes Jahr losgehen. Freue mich schon. Wer Interesse hat, kann mir gern eine e-mail schreiben. Wenn Termine anstehen, würde ich die entsprechenden Leute darüber informieren.

An (befreundete) interessierte Lama- und Alpakahalter: Eventuell laufe ich die Tour auch gern einmal mit Euch und Euren eigenen Tieren als "Beta-Tester" im Frühling, nachdem ich es ausprobiert habe. Werde Euch diesbezüglich noch Bescheid geben. Eure NWKs sollten 8-10 km pro Tag mit Gepäck laufen können. Notfalls stelle ich Euch ein paar meiner Lamas als Gepäckträger zur Verfügung (damit Eure Alpakawolle nicht leidet).

Dienstag, 24. August 2010

Fohlen haben Ausdauer

Schade, daß ich heute keine Fotoapparat dabeihatte. Als ich die Stutenherde heute von der "Nachbarweide" auf die kleine Weide zurücktrieb, beschlossen die älteren Tiere, erst einmal fleißig Heu zu mampfen. Die Fohlen standen da wie bestellt und nicht abgeholt. Dann fing Sisal, der Älteste, mit Stänkern (=andere ärgern) an. Er suchte sich den derzeitig noch Jüngsten, Corwin, aus. Als Resultat rannten und galoppierten und sprangen sämtliche Fohlen inklusive der kleinen Stutfohlen die Weide hoch und 'runter. Die kleine Weide ist 150 m lang und diese Strecke nahmen sie: zweimal, dreimal, viermal, ..... zwölfmal in relativ kurzer Zeit - teilweise in atemberaubendem Tempo. Ich selbst wäre danach völlig außer Puste gewesen, das gebe ich unumschränkt zu. Die kleinen Fohlen schienen noch jede Menge Energie zu haben. Nur Sisal hatte seinen Mund zum Atmen geöffnet. Corwin ist fast 2 Monate jünger als Sisal - aber anscheinend ausdauernder. Hängt vielleicht mit seiner geringeren Bewollung und den proportional längeren Beinen zusammen - ein typisches Classic-Lama.
Ich habe den Kleinen beim Spielen zugesehen und mußte dabei herzlich schmunzeln. Was für eine Freude doch kleine Lamafohlen sind ......

Ansonsten haben zwei unserer kleinen Katzenkinder (Darkstar und Sam) heute ein neues Heim gefunden. Hoffen wir, daß es ihnen dort gefällt und es ihnen dort auch gutgeht. Spotty-Nose bleibt bei uns - er hat sich zu sehr an uns gehängt und wir haben daher beschlossen, daß er, und nicht wie ursprünglich geplant, Darkstar, sein Heim auch weiterhin hierbehält.
Twinkle-Toe ist nicht wieder aufgetaucht.

Sonntag, 22. August 2010

Hornissen

Pünktlich 21:30 Uhr hörten wir Donner und ein wenig später war das Gewitter da. Wir liefen schnell hinaus, um unsere Wäsche hereinzuholen. Dabei schalteten wir das Licht im Innenhof ein. Das Neu-Zusammenfalten unserer frisch gewaschenen Bettdecke brachte schon wieder eine verschlafene Hornisse zutage. Respektvoll hielten wir Abstand. Sie schien irgendwie sehr konfus zu sein und nicht so genau zu wissen, wo sie hinfliegen sollte. Ich hoffe, das hat sich dann mit dem Löschen der Außenbeleuchtung wieder gegeben. Das ist schon die 3. oder 4. Hornisse, die wir in den letzten Wochen in unserem Garten sehen. Letztes Jahr waren auch schon einige da und haben sich an heruntergefallenen Birnen gütlich getan.
Die Hornisse ist die größte in Mitteleuropa lebende soziale Faltenwespe. Die Körpergröße der Königin beträgt bis zu 35 Millimeter, die der Arbeiterinnen 18 bis 25 Millimeter und die der Drohnen 21 bis 28 Millimeter. Sie bildet einjährige Staaten. [Quelle]
Ich habe immer noch nicht herausbekommen, wo sie ihr Nest haben. Hornissen stehen unter Naturschutz (besonders geschützte Art nach Bundesartenschutzverordnung). Und sobald ich ihren Heimatort entdeckt habe, könnte ich auch die entsprechende Behörde anrufen, damit sie kommt und das Nest woanders hin bringt. Oder wir behalten sie hier: große Völker (ich will natürlich nicht wirklich ein großes Volk Hornissen hier im Garten haben) fressen bis zu einem halben Kilogramm Insekten pro Tag. Da wir davon mehr als genug haben, finde ich es gar nicht mal so schlecht. Habe im Internet die Bauanleitung für einen "Mündener Hornissenkasten" gefunden. Andererseits, sagen wir mal so: ich bin ganz froh, daß ein professioneller Imker in einem der Häuser gegenüber wohnt ........

Jazz-Fest in Zeuthen mit Alpakas

Heute waren Domino und Sultan beim 2. Jazzfest im Seniorenstift Zeuthen. Die beiden Alpakas liefen brav 3 Stunden lang zwischen den Leuten umher, ließen sich streicheln und legten immer mal zwischendurch eine Pause zum Grasen ein - sehr zur Freude des Hausmeisters. Selbstverständlich gingen wir auch ein paar Runden um die Tische, an denen die Therapiepatienten saßen und welche die Alpakas bereits kennen. Ein erkennendes Leuchten in einigen Augen der demenzkranken Patienten konnte ich sehen und freute mich darüber.
Den kleinen Schauer zwischendurch steckten die beiden Tiere den Kopf unter einen Pavillon. Allerdings blickten sie mich trotzdem vorwurfsvoll an, als sie naß wurden (siehe Foto). Abgesehen von diesem kleinen Zwischenspiel war das Wetter wirklich super - und der Regen hat uns den Anblick eines wunderschönen Regenbogens über dem Zeuthener See verschafft.

Donnerstag, 19. August 2010

Fußkontrolle

Wenn man so häufig mit den Lamas auf Wanderung geht wie wir, müssen auch die Füße häufig kontrolliert werden. Nur so kann man rechtzeitig erkennen, ob sich die Tiere etwas eingetreten haben. Ein spitzer Stein oder sogar Glasscherben können sich durch die dicke Lederhaut der Schwielensohler gebohrt haben. Lamas sind Stoiker und so fangen sie erst viel später an zu humpeln. Dann haben sie bereits starke Schmerzen und ihre Wunde muß ausheilen. Also lieber rechtzeitig und öfters kontrollieren.
Gestern hatte sich eines meiner Tiere etwas eingetreten und so habe ich es entfernt und mit - zum Glück neugekauften - CTC Blauspray eingesprüht. Dies ist vorsorglich zur Desinfektion geschehen. Dabei habe ich mich etwas ungeschickt angestellt und meine Hand war danach zur Hälfte ebenfalls leuchtend blau. Zum Glück lies es sich gleich danach mit viel Seife und einer Bürste wieder abschrubben.

Dienstag, 17. August 2010

Was ist "glücklich sein"?

Hatte am Wochenende nach einer Information für einen Freund in einem meiner Reisetagebücher gesucht und bin über das folgende Zitat gestolpert, das ich einmal in einem entfernten Land abgeschrieben habe. Der Autor ist unbekannt. Ich dachte, ich teile es einmal mit meinen Bloglesern .....
Sinngemäß: "Glücklich zu sein heißt nicht, daß alles perfekt ist. Es bedeutet, daß Du entschieden hast, über Unzulänglichkeiten hinwegzusehen."

Sonntag, 15. August 2010

Angst vor dem Unbekannten

Ich habe vor einiger Zeit zwei Lamastuten gekauft. Emily und Pacari (Mercedes) sind Menschen kaum gewöhnt und vor allem Pacari fängt an, angstvoll zu zittern, wenn man sie ans Halfter nehmen will. Aber sie kann ja nichts dafür und ich mache sie auch nicht verantwortlich. Die ersten Wochen haben wir damit verbracht, ihnen Vertrauen zu uns einzuflößen. Inzwischen rennen sie nicht mehr panisch davon, wenn man ihnen zu nahe kommt. Im Gegenteil: sie kommen sogar neugierig heran, wenn man ein paar bestimmte Bewegungen macht.
Sie ans Halfter zu nehmen, ist natürlich eine andere Sache. Vor allem Emily stellt uns beim Einfangen jedes Mal vor eine neue Herausforderung. Während wir mit ihr vor einigen Wochen spazierengingen, hat Pacari beim Laufen ein größeres Problem. Keine Ahnung, wer sie anfangs in ihrer Jugend trainiert hat, aber eine besonders gute Arbeit wurde da nicht verrichtet. Der Verkäufer war es auch nicht .....
Man stelle sich ein großes, leichtfüßiges braunes Classic-Lama mit elegantem, langbeinigen, kraftvollen und trotzdem recht zierlich wirkenden Körperbau vor. Große Augen und weiche Nüstern runden das Bild ab. Beide Ohren haben früher Ohrmarken gehabt - bei einem Ohr scheinen sie herausgerissen zu sein. Außerdem ist sie bereits ca. 8 Jahre alt und hat entsprechend verschiedene Tricks des Ausweichens und natürlich des Ausschlagens gelernt. Letzteres haben wir komplett ignoriert und einfach nur aufgepaßt, daß wir nicht in der "Schußlinie" standen. Heute war eine intensivere Trainingsstunde angesagt. Wir schafften es, daß sie uns trotz Zittern vertraute, sich bei einer Umarmung an uns lehnte (ähnlich wie bei den Waldo-Chronicles) und wir dann loslaufen konnten.
Ich gebe ehrlich zu, daß hier schnelle Reaktion, blitzartige richtige Entscheidungen, eine ruhige Hand und viel Erfahrungen nötig waren, um das Lama vor allem anfangs in den Griff zu bekommen. Das Tier ist nicht nur ausgewachsen, sondern hat auch die nötige Kraft für ihr Alter. Ein (kleines) Problem war, daß sie viel größer ist als ich in ihrer Kopfhöhe und erst im Zickzack hinter mir lief und dann immer mal wieder auf meiner linken Seite. Jeden Augenblick konnte sie lospreschen. Das geschah auch ein paar Mal. Das Resultat davon: ein stabiler Führstrick würde sich von hinten genau um meinen Hals schlingen - und zwar innerhalb von Sekundenbruchteilen. Man kann sich also vorstellen, wie stark ich aufpaßte und schnell ausweichen mußte .... Ein paar Tricks und Runden um mich herum bremste ihre panische Gangart ein wenig. Ich redete beruhigend auf das Tier ein und sie schien mir nach einer Weile zuzuhören.
Dann wurden wir vom Regen überrascht und suchten unter einem Baum Unterschlupf. Mein Mann hatte Mara mitgenommen, damit sie durch gutes Vorbild glänzen konnte. Aber Pacari ist ranghöher und Mara hatte sowohl durch das Unwetter als auch durch die Nervosität der älteren Stute nicht so ganz den Vorführeffekt, den wir uns erhofft hatten. Das Stehen unter dem Baum half aber, daß die Angst der Stute sich verringerte. Auf dem Rückweg lief sie im Vergleich zum Hinweg relativ gut hinter mir her. Sie hatte wohl inzwischen verstanden, daß wir ihr nichts Böses oder Schmerzhaftes angedeihen lassen würden und ich sie auch gern auf meiner rechten Seite haben wollte. Mit einigen Handbewegungen verbat ich mir auch das "vor-mir-Laufen". Nach unserer halben Stunde ging sie erstaunlich gut neben mir wieder auf den Hof. Auch zitterte sie nicht mehr unkontrolliert. Ich verbuchte das freudig unter Trainingserfolg und lobte sie nochmals ausgiebig, bevor sie wieder in die Stutenherde entlassen wurde.
Die Lektionen werden in den nächsten Wochen regelmäßig wiederholt. Ich hoffe, daß aus ihr danach eine gut führbare, nette Stute wird. Intelligent genug ist sie auf jeden Fall - und lernfähig offensichtlich auch. Sie hat auch einen netten Charakter. Ich glaube, sie hat einfach nur zu viele schlechte Erfahrungen gemacht. Ruhe, Geduld, Vertrauen, Erfahrung im Lamatraining, die richtigen Zeichen und positive Trainingseinheiten sind hier der Schlüssel zum Erfolg. Ich habe Hoffnung ......

Pilze

Lange habe ich überlegt, ob ich die Information an die Öffentlichkeit weitergebe oder nicht. Grund: Konkurrenz beim Pilzsuchen. ;)
Aber letztlich habe ich mich doch dafür entschieden: die Pilzzeit hat bereits jetzt angefangen. Vor zwei Wochen entdeckte ich den ersten Steinpilz und auf der heutigen Wandertour haben die Wanderer und ich Sandpilze, Maronen und Steinpilze entdeckt und mitgenommen. Der Regen in den letzten Tagen und die schwülen Temperaturen bilden das perfekte Pilzwetter. Wenn auch Sie welche möchten: gehen Sie am besten in den nächsten Tagen los, bevor noch mehr Leute davon Wind bekommen .....

Freitag, 13. August 2010

Sonderveranstaltung: Lama- und Alpakakunde und Spaziergang

Einführung in die Lama- und Alpakakunde: Spucken die Tiere wirklich? Woher kommen sie? Was macht man mit ihnen? Was ist der Unterschied zwischen Lama und Alpaka?
Sie lernen diese sanften Tiere während einer Einführung kennen, erfahren etwas über die Gewohnheiten, den Charakter, ihre Haltung und die Geschichte.
Danach können Sie Llamero (Lamaführer) für einen kurzen Spaziergang mit einem Tier ganz nach Art der Indios in den Anden sein. Der Spaziergangang führt durch den Wald zum Krummen See. Ein kleiner Snack am See frischt die Kräfte wieder auf, bevor es auf den Rückweg geht. Sie erleben die Ruhe und Gelassenheit, die die Tiere ausstrahlen und können unbeschwert wandern.
Wir gehen auf Wunsch mit Lamas und Alpakas.
Eine vorherige telefonische Anmeldung ist wünschenswert. Auch kurzfristig möglich.
Kinder müssen von aufsichtsberechtigten Erwachsenen begleitet werden.

Datum: Sonntag, 15.08.2010
Uhrzeit: 15 Uhr
Treffpunkt: vor dem Lamahof (bitte Klingel benutzen): Freiherr-von-Loeben-Str. 2, 15749 Mittenwalde OT Schenkendorf (das 2. Haus nach dem Friedhof auf der rechten Seite von KW kommend, gegenüber der Kita)
Preis: nur Einführung in die Lamakunde: 5€ pro Teilnehmer
Lamakunde und Spaziergang inkl. 1 Getränk: 10€ pro Teilnehmer (Kinder bis 6 Jahre ermäßigt 6€, Kinder bis 3 Jahren frei)

Donnerstag, 12. August 2010

Endlich kommt der Regen auch zu uns

Als ich heute mit einem - übrigens sehr netten und interessierten - Journalisten der MAZ den Hof von hinten über Nachbars Grundstück betreten wollte (habe fußläufiges Wegerecht), lag dort ein großer Haufen "Verdauungsprodukte" mitten auf dem kleinen Trampelpfad, der zu meinem Lamahof führt. Wir waren uns beide einig: Pferdeäpfel. Nur woher? Ich habe auf dem Privatweg noch nie Pferde gesehen - es handelt sich um eine kleine Sackgasse zwischen Gärten und Straße. Und die Äpfel lagen auch direkt 2 m vor meinem Zaun auf dem Grundstück meiner Nachbarn. Sie haben natürlich keine Pferde ..... Sehr merkwürdig. Wie die wohl dahingekommen sind?
Hiermit möchte ich auch nochmals betonen: der Weg zwischen Friedhof und Hausmauer führt zwar in die Nähe meines Hofes, aber wenn Sie direkt am Zaun stehen, befinden Sie sich auch gleichzeitig auf dem Privatgelände meiner Nachbarn. Bitte seien Sie entsprechend vorsichtig - vielleicht wollen diese ja die Brennesseln zu Tee verarbeiten .... :)

Kurz bevor ein richtiger Regenguß herunterprasselte, öffnete ich abends die Weidenverbindung und die Lamas können sich jetzt wieder aussuchen, wohin sie gehen wollen. Der Himmel färbte sich inzwischen zu einem interessanten dämmrigen Gelbgrau und es wurde merklich dunkler. Die Uhrzeit: 18:30.
Als die ersten Tropfen niederprasselten, galoppierte die Stutenherde zum Unterstand und stellten sich wasserscheu darunter. Von dort beobachteten sie mich bei meiner gemächlicheren Überquerung des Grüns. Die letzten 100 m machte ich es ihnen dann allerdings nach. Und netterweise gewährten sie mir auch noch Unterschlupf bei dem Wassersegen von oben. Ich hatte sogar ganze 12 qm für mich allein. Es blitzte, donnerte und regnete. Ich erwog, eines der Tiere als Rückenlehne zu gebrauchen, ließ es dann aber sein. Die Fohlen fanden meinen Schneidersitz sehr interessant und setzten sich in 2 m Entfernung von mir hin und staunten mich mit großen runden Kulleraugen an. Sehr begeistert fanden einige ältere Tiere meine Anwesenheit nicht, fanden sich aber damit ab und ließen sich nach einer Weile auch nieder. Die Alpakas hatten sich natürlich wie schön von mir antrainiert in ihren Unterstand verkrochen, fraßen frisches Heu und sahen durch die Tür hinaus.
Und es regnete und regnete .....
Als meine Beine so langsam einschliefen, zuckte ich mit den Schultern, verabschiedete mich von meinen Tieren und rannte durch den heftigen Tropfenfall ins Haus hinein. Von unserer Bibliothek aus und vor dem Rechner sitzend sehe ich das Wasser herabprasseln, von der Regenrinne stürzt ein kleiner Wasserfall, über den Himmel zucken Blitze von Donner gefolgt und eine unserer kleinen Katzen sitzt auf dem Fensterbrett und beobachtet, wie auf unserem Innenhof Pfützen entstehen. Ihre Ohren zucken leicht. Ein warmer Kerzenschein erfüllt das Zimmer und eine Tasse Kakao mit Schuß dampft neben der Tastatur. Aber ich glaube, die Katzen mögen kein Cointreau.
Und es regnet weiter ........
Quelle: http://mediatheek.thinkquest.nl/~jrd441/regen.jpg

Sonntag, 8. August 2010

Öffnungszeiten

Aufgrund wiederholter Anfrage habe ich jetzt die Kontaktseite auf der Homepage um die Öffnungszeiten erweitert. Zur Erklärung: wir sind kein Tierpark oder Zoo und auch kein Ladengeschäft, sondern u.a. auch ein landwirtschaftlicher Betrieb. Natürlich hat man unter diesen Umständen ganz andere Feierabendzeiten, aber es ist auf keinen Fall eine Garantie, daß wir uns zu jeder Zeit auf dem inneren Hofgelände aufhalten. Wir befinden uns sehr häufig nicht direkt im Haus, wo wir die Klingel sicher hören. Außerdem wohnen wir auch dort.
Sollten Sie uns unangemeldet doch einmal antreffen, bitten wir zu bedenken, daß wir aufgrund anderer Verpflichtungen durchaus auch keine Zeit für Sie haben könnten. Natürlich können Sie andererseits auch Glück haben. Aber es wäre schön, wenn Sie uns vorher anrufen und sich anmelden. Dann können wir unseren Terminkalender entsprechend anpassen.
Sollten Notfälle auftreten, gilt dies natürlich nicht - dann sind wir auch außerhalb der "Höflichkeitszeiten" ansprechbar.