Montag, 30. April 2012

Hormone

Cecilia lies sich von Inti decken.
Die zweijährige, sehr deckungsfreudige Mokka hat sich in ihrem Bestreben, zum Hengst zu kommen, derartig in den Weidezaun eingewickelt, daß sie nicht mehr herauskam und ihn komplett von den Verankerungen riß und zerstörte. Mußte ihn mit einem Drahtschneider von ihr herunterschneiden. Sie ist mir ihrem Kopf durch und dann mit den Füßen hängengeblieben. Werde auf jeden Fall auf Stutenseite Elektrozaun zusätzlich ziehen müssen.

Freitag, 27. April 2012

Verschiedenes zum Monatsende

Wir haben hier in der Gegend nicht nur wilde Fasane, Fledermäuse, Greifvögel usw., sondern auch massenweise Eichelhäher. Heute habe ich in Königs Wusterhausen, als ich gerade vom Bahnhof zurückfuhr, direkt an der Straße mitten in der Stadt einen solchen Vogel gesehen. Er flog auf den Minigrasstreifen zwischen Straße und Bürgersteig, nahm sich einen Zweig und flog fast senkrecht wie ein Helikopter wieder hoch auf den Baum ...... Schon irgendwie komisch - in Berlin sieht man dafür Tauben und Spatzen, hier sind es Eichelhäher .....

Schon wieder Post vom Bundesstatistikamt. Scheint jedes Jahr zu kommen. Die angeblichen Stichproben scheinen immer mich zu treffen. Diesmal nennt es sich "Bodennutzungshaupterhebung 2012". Und auch hier wieder: ich bin auskunftspflichtig, aber muß das Porto aus eigener Tasche zahlen. Hmpf!

Emily wieder mit Inti de Oro gedeckt. Überlege jetzt, ob ich Hera zu Inti oder zu Ares stelle.

Dem kleinen schwarzen Apollo geht es gut. Er lag heute im Heu herum und sah mich neugierig an. Voher rannte er noch Kreise um seine Mutter herum. Die lies sich aber nicht wirklich zum Spielen auffordern.

Eingewöhnung der Huarizos - zumindest des ehemaligen Hengstes in die männliche Herde scheint kein Problem zu sein. Wir waren inzwischen auch schon mit ihnen wandern. Lilly, die Dame, kann das "An-einer-Leine-Hinterherlaufen" bisher eindeutig besser als Mowgli, das männliche Tier.

Domino bekommt immer noch täglich mehrmals Augensalbe. Inzwischen nimmt er es notgedrungen hin, weil er mitbekommen hat, daß er danach Leckerlis (lundi-Mineralfutter) bekommt - ein kluges Kerlchen .... Wenigstens etwas - der arme Kerl tut mir so leid.

Zu warm, das Wetter - wir brauchen erstmal Regen, bevor die Sonne scheinen kann ..........

Mittwoch, 25. April 2012

Apollo Zadik stellt sich vor

Zur Abwechslung konnte ich heute mal erfreuliche Bilder von meiner Kamera herunterladen.
Hiermit stelle ich vor:
Apollo Zadik, ein schwarzer kleiner wunderschöner Hengst.
Mutter: Aymara Zadik (schwarz)
Vater: Kafka (appaloosa) von Frankenlamas.

Die Herde war so neugierig und vor allem Hera so penetrant aufdringlich, daß ich Mutter und Sohn für ein paar Stunden allein gesperrt habe, damit sich die beiden aneinander gewöhnen konnten, der Kleine die richtige Milchbar fand und auch die Nachgeburt kam. Jetzt sind alle wieder vereint und der Lama-Kindergarten kann sich neu sortieren.

Polizeiberichte

Habe von meinem Steuerberater erfahren, daß der Angriff der Hunde auf Domino in der Zeitung stand. War sehr verblüfft, als ich danach gefragt wurde und mir daraufhin die Mediennachricht übermittelt wurde. Ich hatte nichts gesagt ........

Der langsame Weg der potentiellen Genesung

Die letzten Tage waren viel mit der Behandlung von Domino angefüllt. Mehrmals täglich Augensalbe, Spritzen, etc. Letzten Dienstag war der schlimmste Tag: ich habe ihm stundenlang eingeweichte Heucobs, Mineralfutter und Wasser per Hand ins Maul eingeflöst. Er wollte essen, hatte aber nicht die Kraft dazu. Und sichtlich Schmerzen - die Mittel, die angeblich 48 Stunden halten sollten, wirkten ganz sicher nicht mehr. Er lag einfach nur da und konnte nicht mehr.
Am Mittwoch alternierte ich: teilweise wieder manuelle Fütterung und teilweise konnte er es aus einer schmalen Schüssel nehmen. Bei Trinken hielt ich ihm immer noch den Kopf. Aus der Wunde am inneren Oberschenkel tropfte auch wieder Blut.
Habe noch nie ein Lama oder Alpaka vor Schmerzen ächzen hören - diesen Laut von Domino werde ich nie vergessen. Er ist mir wie ein Pfeil ins Mark gedrungen.
Heute, mehr als eine Woche später, wurden Fäden gezogen und das Auge auch wieder geöffnet. Wir haben Hoffnung, daß der Nerv im Gesicht sich hoffentlich wieder in den nächsten 6-12 Monaten regeneriert - aber Prognosen machen die Ärzte nicht. Das Auge ist immer noch unsere größte Sorge. Also mehrmals täglich mit Augensalbe behandeln - armer Domino! Das wird noch 4 Wochen so weitergehen.

Montag, 16. April 2012

Dominos Zustand

Erstmal möchte ich mich bei allen ganz herzlich bedanken, die mir Trost und Aufmunterung geschrieben haben und mir auch telefonisch Mut machten. Vielen lieben Dank - das hat mir sehr dabei geholfen, weiterhin zu hoffen.

Wir waren heute wieder in der Tierklinik. Habe Sultan als moralische Unterstützung und Ruhepol für seinen Bruder mitgenommen. Domino hat heute ein starkes Schmerzmittel bekommen. Er scheint aber vor lauter Schmerzen immer noch benebelt zu sein. Da er kaum ißt (aber zum Glück habe ich ihn trinken sehen), befürchten wir Probleme mit dem Magen. Lamas und Alpakas bekommen bei Dauerstreß häufig Magengeschwüre. Jetzt noch die minimierte Nahrungsaufnahme und ich befürchte Schlimmes. Daher wird er jetzt auch noch zweimal täglich mit einem Betahemmer injiziert.
Er ist natürlich seit Sonntag mit Antibiotika vollgepumpt. Und das wird am Mittwoch auch nochmals verabreicht.
Atmen: ja, es geht - durch das linke Nasenloch. Das rechte wurde von einem Fangzahn aufgerissen, ist unglaublich geschwollen, ..... Aber zumindest kann er durch die Nase atmen und wir brauchen ein Ersticken nicht zu befürchten.
Zusätzlich zu dem Problem des Atmens hat sich jetzt das leider erwartete Problem mit dem Auge eingestellt: durch die Lidverletzung und die Nervschädigung kann er es nicht richtig schließen. Er zwinkert nicht - was ein Austrocknen der Hornhaut bewirkt. Daher wurde ihm heute das rechte Auge halb zugenäht und ich muß jetzt viermal täglich zwei verschiedene Augensalben geben.
Die Drainage im Gesicht läßt Blut und Wundsekret ablaufen, die meisten Bisswunden bluten nicht mehr. Er taumelt bei den kurzen Laufstücken und mir blutet das Herz.
Jetzt müssen wir hoffen, daß sich nichts entzündet und nicht noch mehr Schwierigkeiten hinzukommen. Er hat eine Vit. B-Spritze bekommen - vorläufig einmalig. Vit B hilft bei der Nervenregeneration. Soll eigentlich täglich gespritzt werden. Problem: sehr, sehr schmerzhaft. Brennt viel stärker und vor allem länger als Ivomec. Da er aber leicht sediert war und Schmerzmittel intus hatte, habe ich dafür gestimmt. Atmen und Blinken ein Leben lang ist sehr wichtig .......... Vit B werde ich später, wenn es wieder geht, dann oral geben.

Sonntag, 15. April 2012

Domino schwer verletzt

Heute auf einer Wanderung wurden meine Tiere von zwei Huskies, die sich losgerissen hatten, angegriffen. Domino ist schwer verletzt und ich bin mit ihm in die Klauentierklinik nach Berlin gefahren. Der Tierarzt in der Klinik war auch entsetzt - je mehr wir wegschoren, desto mehr Bisswunden kamen zum Vorschein. Nerv im Gesicht kaputt, das Gesicht voller Bisswunden, die auch noch auf dem Rest des Körpers zu finden sind. Auge ist auch in Mitleidenschaft gezogen und eine Nüster durchbissen und angeschwollen. Er kann noch durch das linke Nasenloch atmen (was ihn rettete) - Lamas und Alpakas können nämlich nicht sehr lange durch den Mund Luft holen - sie ersticken sonst.
Sultan hat auch etwas abbekommen. So, wie wir das jetzt zusammengepuzzelt haben, scheint er seinem Bruder das Leben gerettet zu haben, indem er absichtlich die Aufmerksamkeit der Hunde auf sich zog und mit ihnen im Schlepptau einen Kilometer nach Hause rannte, wo mein Mann ihn vor zumindest einem der Hunde rettete. Und dann schnell hinter den Zaun brachte, während der andere vor ihm flüchtete. Die anderen Lamas scheinen ok zu sein. Die Hunde stürzten sich auf die kleinen Tiere - die Alpakas.
Sehr besorgt, werde wahrscheinlich eine Weile nicht schreiben. Domino fällt für die nächsten Monate definitiv erstmal aus - er braucht Ruhe, Erholung, usw. Armer kleiner Kerl - hoffentlich kommt er durch.
Vielen Dank an meine Gäste heute auf der Tour, die sich so großartig verhalten haben.

Donnerstag, 12. April 2012

Blumenpflanzzeit

Beim Einkaufen bin ich heute über einen Stand mit Blumenzwiebeln "gestolpert". Und ich muß ja ehrlich gestehen, daß ich solche Stände liebe. Warum? Weil sie voller Hoffnung sind - Hoffnung, daß der eigene Garten dann genauso aussieht, wie die Bilder, die die oft unansehnlichen Blumenzwiebeln schmücken. Es ist relativ selten der Fall, aber ich versuche es ab und zu immer mal wieder. Das Gute an den Ständen ist die persönliche Betreuung.
So auch heute. Inzwischen habe ich gelernt und kann meine Wünsche sofort herbeten: winterhart, nicht zu viel Wasser (also das Gießen auch bei heißem Wetter auch mal vergessen), sonniger Standort für den Vorgarten, nicht zu große Pflanzen. Das engte dann die Auswahl auch stark ein, ließ aber noch Blümchen offen. Ich bekam dann einen Beutel ausgehändigt mit Weißer Kaiserkrone, Japanischer Wunderblume und Blühendem Farn. Zusammen mit dem vorher gekauften Tränenden Herz und einer - leider einjährigen - Passionsblume pflanzte ich am Nachmittag auch gleich alles in den Vorgarten. Jetzt bin ich gespannt, wie sich alles entwickelt. Bei der Jap. Wunderblume habe ich weiß, rot und gelb geholt. Im ersten Jahr sollen die Farben rein bleiben und sich danach vermischen und bunte Pflanzen produzieren. Darauf freue ich mich schon - und das hat auch mein Interesse erregt. Wir werden sehen: Geduld ist hier gefragt.
Das Tränende Herz ist eine nostalgische Erinnerung an meine Kindheit und die Passionsblume hat in unserem Kübel hier 2010 derart geblüht, daß ich dies unbedingt wiederholen möchte.

Dienstag, 10. April 2012

Verband ab

Da ich gefragt wurde, wie so ein Hörsaal in der Tierklinik aussieht, habe ich ein paar Bilder gemacht. Oben Baldur mit einer Tierärztin (nicht im Dienst). Unten meine kleine Tochter, die den Hörsaal eher lustig fand und der es dort auch ganz gut ging. Habe sie später allerdings wieder ins Auto gepackt.
In der Tierklinik waren es diesmal andere Ärzte, da die Doktorantin von letzter Woche im Urlaub ist. Es wurde mir dann - über Umwege und eine Freundin, die hier studiert hat - mitgeteilt, daß sie normalerweise dort - wenn überhaupt - Lamas von Zirkussen o.ä. haben und diese meist sehr vernachlässigt und vor allem nicht sehr freundlich Menschen gegenüber sind. Ich hatte mich schon gewundert, daß ich heute zuerst einmal nach der Halfterführigkeit gefragt wurde (was mich ziemlich verblüffte) und sich dann die Leute so "fluchtfertig" hielten. Nach der Erklärung war natürlich alles klar. Baldur hat sie auf jeden Fall sehr beeindruckt, wie ich erfuhr, und ich habe einige Komplimente nicht nur für sein Aussehen, sondern auch für sein Verhalten bekommen. Er hat natürlich keinen angespuckt oder getreten. Und er brauchte heute auch keine Sedierung zu bekommen.
Der Verband von Baldurs Bein abgenommen, während er (fast) mustergültig dastand und nach einer Untersuchung auch nicht wieder angelegt. Die Fleischwunde ist sehr schön verheilt. In der Klinik humpelte er auch kaum noch - allerdings daheim wieder. Aber es wird hoffentlich bald besser.
Jetzt muß ich noch zweimal täglich desinfizieren (mit Blauspray) und dann hoffe ich, daß er nach Ruhe und wenig bis keiner Anstrengung in ein oder zwei Monaten wieder voll einsatzfähig ist. Vielleicht kommt er in ca. 4 Wochen wieder auf kleine Touren mit - allerdings vorläufig noch ohne Last. Die bekommt jetzt wieder Bino aufgebürdet. Wird sowieso Zeit, daß er mal wieder ein wenig mehr trägt.

Samstag, 7. April 2012

Showanmeldung

Lange habe ich überlegt, mich dann aber doch dafür entschieden. Ich werde am 5.5.12 in Gallinchen ein paar Tiere zur Show mitnehmen und daran teilnehmen, anstatt einfach wieder als Zuschauer zu kommen. Habe gestern kurz vor Meldeschluß, eine Stunde vor Mitternacht noch die Anmeldungen losgeschickt. Hat mich ein wenig Überwindung gekostet, weil beim letzten Mal 2010 im Norden in der Lüneburger Heide so ein Durcheinander in der Klasseneinteilung war. Damals wurden die Regeln kurz vorher geändert und meine Tiere in die falschen Ringe geschickt. 6 Monate später wurden meine Tiere, die einige vordere Plätze erarbeitet hatten, dann einfach ohne Kommentar oder Benachrichtigung disqualifiziert, was ich nur zufällig nach einem Blick auf die entsprechenden Listen festgestellt habe. (Die Schleifen und Urkunden habe ich natürlich noch.)
Mal sehen, wie es dieses Jahr wird - habe irgendwie Bedenken - wir werden sehen. Es wird ein Versuch sein - wenn die Zweifel, die ich habe, bestätigt werden, nehme ich an keiner Show dieser Organisation mehr teil. Was schade ist - in der USA fand ich Lamashows immer sehr schön und sie haben mir auch Spaß gemacht.
Dieses Jahr habe ich meine Jungtiere und auch die Tiere vom letzten Jahr noch gar nicht auf Show trainiert. Dazu habe ich auch nicht wirklich Zeit - ich werde mich eine Woche vor der Show mal damit beschäftigen und sehen, wie fix die Tierchen lernen.
Außerdem hoffe ich, daß noch mehr Lamas als letztes Jahr dabeisind.

Donnerstag, 5. April 2012

Wunde verheilt

Heute wieder ein Besuch in der Tierklinik mit Baldur. Es wurde der Verband gewechselt und neues Gel aufgetragen. Die Wunde verheilt sehr gut. Es sah so aus, als ob selbst die Tierärzte in der Klinik von der Geschwindigkeit überrascht waren. Sieht auf jeden Fall wesentlich besser aus. Bin sehr erleichtert.
Daheim sitzt Baldur viel, humpelt durch die Gegend und wehrt jeden Spielversuch mit zurückgelegten Ohren ab. Die anderen männlichen Tiere merken wohl, daß er Ruhe braucht - sie halten Abstand, aber bleiben doch besorgt in der Nähe - quasi, falls er Unterstützung braucht.

Montag, 2. April 2012

Baldur verletzt

Baldur, mein geliebter brauner Lamawallach, Typ medium/silky, ist verletzt. Ein spielerischer Kampf mit seinem Halbbruder führte zu einer tieferen Bißwunde an seinem vorderen Bein - direkt am Gelenk. Nach ein paar Tagen Humpeln und täglichem Spülen + Desinfektion nach der Anweisung der Tierärztin war ich mit meiner Geduld am Ende. Der arme Kerl tat mir furchtbar leid und meiner Ansicht nach schloß sich die Wunde nicht und es wurde nur noch schlimmer. Kurzentschlossen rief ich die Klauentierklinik der FU Berlin an, packte Baldur in den Hänger und fuhr mit ihm nach Zehlendorf hinein.
In der Klinik - in einem Hörsaal für die Veterinärstudenten (und natürlich entsprechenden Zuschauern) wurde er geröngt. Zum Glück bin ich noch rechtzeitig hergekommen. Das Gelenk ist in Ordnung und wurde noch nicht angegriffen. Eine leichte Sedation half ihm beim Hinsetzen und nahm ihm kurzzeitig die Schmerzen. Die Wunde wurde gründlichst ausgespült, mit einem scharfem Löffel (so heißt das medizinische Gerät) das nekrophile Gewebe ausgekratzt, wieder gespült und dann schön mit einem desinfizierenden und wundheilenden Gel eingepackt und verbunden.
Danach habe ich ihn wieder nach Hause gefahren. Am Donnerstag bringe ich ihn wieder in die Tierklinik.

Mittwoch, 28. März 2012

1. Fohlen 2012 ist da

Vor 2 Tagen schrieb ich einen Eintrag, der mich auf das Warten von Emilys Fohlen einstellte. Meine Prognose den Geburtstermin betreffend war korrekt: heute mittag erblickte der kleine rote (rotbraun) Hengst mit dem graune Kopf und dem dunklen Gesicht den ersten Sonnenschein seines Lebens. Natürlich hatte ich den Fotoapparat vergessen. Und als ich ihn dann holte, waren die Batterien nach nur wenigen Bildern leer.
Aber dem Kleinen geht es gut. Er trank, während ich ihn beobachtete und alsbald hatte der Rest der Herde den Neuankömmling auch bemerkt und während der Kleine noch wacklig umherschwankte, kamen die Stuten und Fohlen und begrüßten ihn überschwenglich. Inti, der stolze Papa mußte sich alles aus der Ferne ansehen, da Emily sich für die Geburt den entlegendsten Winkel der mehrere Hektar großen Weide ausgesucht hatte. Stolz stand sie da .....
Das erste Fohlen 2012 ist da und sieht auch gesund aus. Die nächsten erwarte ich so ca. im Mai.

Montag, 26. März 2012

Das Warten beginnt

Alljährlich warten die Züchter auf den Nachwuchs. Lamas tragen zwischen durchschnittlich 11.5 und 12.5 Monaten. Guanakostuten, die wilden Vorfahren der Lamas, sind nur 11 Monate schwanger.
Bei den meisten meiner Stuten weiß ich, in welcher Woche das Fohlen ungefähr kommt. Anders ist es bei noch jungen Stuten oder "neuen" Tieren. Emily wurde erfolgreich letztes Jahr am 23.4.2011 von Inti de Oro, meinem älteren Herdhengst, gedeckt. Normalerweise würde ich frühestens ab 10.4. mit dem "Warten auf Nachwuchs" anfangen. Vor 3 Tagen jedoch bemerkte ich bei Emily geschwollene Zitzen. Gestern abend war die Vulva stark vergrößert und seit ca. einer Woche benimmt sie sich extrem zickig gegenüber anderen Lamas. Heute suchte sie eindeutig die Nähe des Hengstes, der auf der anderen Zaunseite stand, während sich der Rest der Stutenherde 200 m entfernt auf der anderen Weideseite befand. Die beiden Elterntiere standen ruhig nebeneinander. Vielleicht ein Überbleibsel der wilden Zeiten? Die schwangere Stute sucht den Beschützer der Herde auf, weil sie bald dessen Schutz gegenüber möglichen Angreifern braucht? Natürliche Feinde in der Heimat sind Pumas.
Ich saß mittlerweile auf einer Bank 10 m entfernt, trank Tee, genoß die Frühlingssonne, beobachtete die Lamas und paßte auf, daß mein Baby beim Turnen nicht von der Bank fiel. Das Leben ist wundervoll.
Und ich beschloß, daß das Warten auf Emilys Fohlen schon verfrüht begann. Wie das aussieht? Man geht doppelt so häufig auf die Weide und nimmt den Fotoapparat mit, nur um dann festzustellen, daß man durch ein Telefonat oder Besuch die tatsächliche Geburt meist um eine Stunde verpaßt. Oder den Fotoapparat das eine Mal dann doch im Haus vergessen hat. Oder daß die webcams irgendwo einen Wackelkontakt haben und man keine Zeit hat, diesen zu suchen. Wäre Emily eine von meinen älteren Stuten, wo ich die Zeichen genau deuten kann, würde ich sagen, daß die Geburt innerhalb der nächsten 2-3 Tage ansteht. So aber kann mich die Stute auch locker noch 2 oder 3 Wochen foppen. Oder auch länger. Wir werden sehen. Auf jeden Fall bin ich schon gespannt. Emily ist ein robustes Ccara-Lama, nicht übermäßig groß im Vergleich zu meinen anderen Tieren, hat aber einen wundervoll korrekten Körperbau mit einer interessanten roten und grauen Farbe, gemischt mit weiß. Sie hat Double-Coat mit einem unglaublich weichen und feinen Untervlies, von wasserabweisenden Grannenhaaren überdeckt. Von allen meinen Tieren sieht sie den wilden Vorfahren noch am ähnlichsten. Ihr voriges Fohlen Eldor Zadik stammt nicht von einem meiner Hengste, hat sich aber zu einem goldigen, sehr intelligenten Burschen entwickelt ....

Montag, 19. März 2012

Darwin und Caruso auf Tour

Gestern war die letzte Glühweinwanderung für diese Saison. Fast schon etwas warm dafür. Darwin und Caruso, die beiden männlichen Fohlen vom letzten Jahr, waren gestern auch dabei, um sich von den erwachsenen Tieren abzugucken, wie man richtig in einer Gruppe laufen soll. Haben ihre Sache gut gemacht.

In 2 Wochen geht es wieder weiter: Frühlingswanderungen, Schnuppertouren, Halb- und Ganztagestouren. Einige Termine stehen schon im Netz auf der Homepage. Die Seite mit den angebotenen Patenschaften ist auch fast fertig - es dauert nicht mehr lange.
Ostertouren stehen fest und so langsam werden auch die Tage im Juni schon gebucht.

Vorschau auf Ende März:
am 31.3. finden Sie uns beim Frühlingsfest im Kiez Am Hölzernen See
am 1.4. sind wir beim Fühlingsfest in Prieros dabei

Und hier noch eine Nachricht für alle Lama- und Alpakaleute in der Nähe von Berlin oder Leipzig: am 14.4. findet die 3. FHAC bei Rabenstein statt. Wir haben viel verlegt und können daher dieses Jahr wieder dabeisein. Wir sind die mit den "Quotenlamas". Es ist ein netter Spaziergang und einer netter Austausch. Rabenstein liegt inmitten des diesjährigen Gebietes des 112. Deutschen Wandertages im Hohen Fläming.

Samstag, 17. März 2012

Zertifizierter Natur-, Kultur- und Landschaftsführer

Heute war es soweit: die Überreichung der Zertifikate von ANU und BANU: 2 "Urkunden" für den erfolgreichen Ausbildungsabschluß zum deutschlandweit anerkannten Natur-, Kultur- und Landschaftsführer.


Dienstag, 13. März 2012

2 Huarizos - neue Bewohner auf dem Lamahof

oder
Beworbene Nothilfe versagt auf voller Linie

In den letzten Ausgaben einschlägiger deutscher Zeitschriften mit dem Thema Lama und/oder Alpaka wurde fleißig für eine "Nothilfe" geworben. Eine gute Idee, aber: sie erwies sich als Schall und Rauch, als tatsächlich der 1. Nothilfefall auftrat. Das ganze System brach in sich zusammen und während die Verantwortlichen noch diskutierten und sich gegenseitig herausredeten (und die Schuldzuweisung natürlich gaaanz weit von sich schoben, auf andere mit Fingern zeigten und entsprechende Einträge zur Kontaktherstellung in einem Forum schlichtweg löschten), mußte wieder ein Privatmensch herhalten. Daher stehen jetzt zwei Huarizos (Mischung Lama/Alpaka) bei mir herum. Die Tiere waren in einem vernachlässigten Zustand. Dies war der früheren Besitzerin wohl nicht klar, die meinte, mit einer Schur wäre alles ok. Wir haben den Hengst kastriert und auch gleich eine Schur verpaßt. Jetzt sehen er und seine Halbschwester zwar ziemlich gerupft aus, aber sind um mehrere Kilogramm leichter. Trotz ständigen Scherenschleifens haben 3 Scheren die ganze Faser nur mit Mühe und Not geschafft. Eine ordentliche Schur bekommen sie, wenn es wärmer wird - im Mai oder so. Dann werden sie einige Monate später kuschlig wie Teddys mit ordentlichem Schnitt aussehen. Ansonsten finde ich die Tiere eigentlich sehr süß. Die Mischung von Lama und Alpaka ist witzig. Das männliche Tier zeigt überhaupt kein Hengstgebahren und wird dadurch hoffentlich wohl kein Problem in meiner männlichen Herde haben. Die großen Wallache von mir nehmen ihn irgendwie nicht für voll. Derzeitig ist er noch sehr vorsichtig, läuft mir aber entgegen, wenn ich komme und ihn locke. Die Stute sieht elfenhaft zart aus und äugt inzwischen neugierig in den Nachbarstall, wenn ich dort arbeite.
Zur "Nothilfe" habe ich jetzt auch mehr Informationen: offensichtlich geht es nicht darum, notleidende Tiere zu retten, sondern den Menschen der Tiere zu helfen. Zumindest deutet alles darauf hin, wenn man sich die Aussagen der 2 Verantwortlichen mal anhört/durchliest. Finde es schon ganz schön herzlos, was so von dieser Seite alles kommt. Und da sie die Nase hoch in die Luft tragen und tatkräftige Unterstützer links und rechts beleidigen, ist diese spezielle Umsetzung der eigentlich guten Idee zumindest für mich und noch einige andere (vielen Dank für die aufmunternden und zustimmenden mails diesbezüglich!) gestorben. Also weiter wie bisher: Privatleute und Privathilfe.

Dienstag, 6. März 2012

Heulieferung

Mal wieder ein Bild - dieses Mal von der heutigen Heulieferung. Lamas sind absolut neugierig - etwas Neues auf der Weide muß sofort untersucht und umringt werden.

Montag, 5. März 2012

Fehlender Chip

So etwas Dummes aber auch! Da habe ich wunderschöne, ganz großartige Bilder von meinen Tieren - vor allem den Jungtieren in der Sonne gemacht - und erst auf dem Spaziergang am Nachmittag festgestellt, daß der Mikrochip gar nicht in der Kamera war Nichts, aber auch gar nichts wurde gespeichert. Ärgerlich!!! Dabei waren alle heute so schön entspannt und haben fotogen ausgesehen.
Dafür mal eins von meinem Handy, welches ich heute nachmittag stattdessen eingesetzt habe. Das Bild ist im unteren Sutschketal - im Europäischen Schutzgebiet gleich in Laufnähe aufgenommen.
Morgen kommt neue Heulieferung: 5 Tonnen ...... Das wird dann hoffentlich wieder für 2-3 Monate reichen.

Dienstag, 28. Februar 2012

Folgen von Fohlentraining

Heute war wieder einmal Fohlentraining angesagt. Ich habe es dieses Jahr vorverlegt, weil ich gerade eine fähige Schülerpraktikantin auf dem Hof habe. Und so liefen wir heute ....
Die erste Tour mit Darwin war großartig. Bereits nach einem Viertel der Strecke ging er am Halfter als hätte er sein Leben lang nichts anderes gemacht. Fast genauso leicht wie Dana freundete er sich mit der Führleine an und lief neugierig neben mir. Die Pferde fand er sehr interessant. Ich bin sicher, der kleine Kerl wird ein pfiffiger und gelehriger Schelm werden. Darwin steht in ca. einem Jahr zum Verkauf.
Die 2. Tour war ein wenig trickreicher. Sahara ging zum 2. Mal am Halfter mit und Caruso zum 3. Mal. Das kleine Hengstfohlen machte seine Sache sehr gut - hatte ich von der Zuchtlinie auch nicht anders erwartet. Sahara war noch unschlüssig und erschrak recht heftig vor den Pferden. Aber das war nicht das Problem. Dies ergab sich beim Rückweg: auf der Hälfte der Strecke sahen wir hinten am Feld ein weißes Lama frei herumlaufen. Ein Blick von mir ergab: die Mutter Käte hatte sich aus der Umzäunung befreit (das Tor aufgedrückt) und kam uns auf der anderen Seite des Grabens entgegen. Soviel zum Thema "Anfängerlama". Diese Stute hat die unmöglichsten Flausen im Kopf und überhaupt kein Benehmen! Nicht nur, daß sie Planen zerreist, Eimer umwirft, Tore aufmacht, etc; nein, es reicht nicht, jetzt muß sie auch noch die Drähte aufmachen. Und als sie sah, daß wir ihr Fohlen gerade zurückbringen, verlor sie jegliches Interesse an ihrem Nachwuchs!
Das Problem vertiefte sich allerdings: das von Käte gemachte Loch zog magisch nun auch den Rest der Herde an: wir legten einen Schritt zu (schwierig mit zu trainierenden Fohlen) und gingen zum Tor. Inzwischen hatten die Tiere sich ein wenig verteilt: ein paar liefen fröhlich zum Hengst hinein (der war natürlich sehr glücklich) und die anderen verteilten sich am Graben. Da ich keine Zeit für stundenlange Einfangaktionen von 20 Stuten hatte, schickte ich eine Praktikantin los, um den Tieren von hinten den Weg abzuschneiden. Zu zweit plus 3 Fohlen stellten wir uns dann vorn in den Weg. Zum Glück ist hier die Stelle schmal: nur 7 Meter. Hätten die Tiere es weiter geschafft, hätten sie die freie Bahn auf Felder und in Wälder gehabt. Ein wenig Körpersprache und Balance (viel Erfahrung im Einfangen war zum Glück auch vorhanden) und die Tiere befanden sich - außer Käte - dann wieder in der Umzäunung, wenn auch nicht in den richtigen Gehegen. Inti, der Hengst, hatte es inzwischen aufgegeben, Bonnie zu jagen, die ihn abspuckte. Schön, da sie von einem Fremdhengst gedeckt und eigentlich in einigen Monaten ihr Fohlen zur Welt bringen sollte. Stattdessen nahm er sich die ihn anhimmelnde Tochter von ihr vor, die sich auch brav hinsetzte und dann empört aussah, als ich den Hengst von ihr herunterzog. Dieser wiederum war so perplex ob des Verlustes der Stute unter ihm, daß er mich noch sitzend erst einmal nur vorwurfsvoll ansah. Da die Stuten ihn weiterhin so anflirteten, nahm ich ihn mit einer Leine um den Hals (Halfter hatte ich nicht zur Hand) ins Stutengehege, damit die Tiere ihm folgen. Das erwies sich auch als beste Lösung. Der Rest wurde von den inzwischen erfahrenen Praktikanten in das richtige Gehege gejagt. Als alle Tiere wieder da waren, wo sie hingehörten, führte ich den Hengst in seine Weide zurück. Er sah enttäuscht aus!
Nun blieb noch Käte. Mittels entsprechender Kameliden-Pellets und ihrer Tochter als Lockvogel wurde sie dann ins Gehege zurückgesteuert. P. machte hiermit ihre Aufgabe hervorragend.
Die ganze Rennerei ermüdete die Praktikanten. Dafür war ihnen aber nicht mehr kalt. Ich gab ihnen frei. Ein herzliches Dankeschön für die Einfanghilfe - sehr gut gemacht!

Leider kam ich durch die ganze Aktion eine halbe Stunde zu spät zur Prüfungsvorbereitung. Mein Team hatte zum Glück Verständnis. Nur noch ein paar Tage und dann ist die letzte Prüfung fällig: zum deutschlandweit anerkannten Natur-, Kultur- und Landschaftsführer. Die feierliche Zertifizierung erfolgt dann am 17.3. auf der Burg Storkow.

Donnerstag, 23. Februar 2012

Reisemarkt A10-Center

Kurze Ankündigung: am Freitag und Samstag (24./25.2.2012) bin ich im A10-Center in Wildau erreichbar. Ich habe dort einen Stand im Rahmen des jährlichen Reisemarktes. Wenn ich den Plan richtig gelesen habe, bin ich irgendwo in der Nähe von Real - bei Hammer und Nanu-Nana. Wenn Sie mich besuchen wollen für Informationen, Produkte aus Lama- oder Alpakawolle (habe doch noch einmal Nachschub der wunderbaren Lama-Bettsocken bekommen), Gutscheine für Wanderungen, Plüschtiere aus echtem Baby-Alpakafell oder einfach einen Plausch und Fotos ansehen, kommen Sie doch einfach vorbei und sprechen Sie mich an. Würde mich freuen.
Ich bin zwischen 10 und 21 Uhr da und wahrscheinlich auch meistens am Stand .......

Mittwoch, 22. Februar 2012

Ein landwirtschaftlicher Witz

Es hat sich vieles getan, aber ich habe gerade nicht viel Zeit. Später einmal ein ausführlicherer Bericht. In der Zwischenzeit vielleicht eine kleine Prise Humor. Der Witz ist zwar schon älter, aber immer noch mehr oder weniger aktuell. Hier in englisch:

When you're from the country, your perception is a little different to the big city person.
A Queensland farmer drove to a neighbour's farmhouse in his Holden ute, and knocked at the door. A boy, about nine years old, opened the door.
"Is your Dad or Mum home?" asked the farmer.
"No, they went to town", said the boy.
"How about your brother Howard. Is he here?" asked the farmer.
"No, he went with Mum and Dad," answered the boy.
The farmer stood there for a few minutes, shifting from one foot to the other, mumbling to himself.
"I know where all the tools are, if you want to borrow one, or I can give Dad a message," said the boy.
"Well," said the farmer uncomfortably, "I really wanted to talk to your Dad.. It's about Howard getting my daughter Susie pregnant."
The boy thought for a moment .......................
"You would have to talk to dad about that. I know he charges A$500 for the bull and A$50 for the pig, but I don't know how much he charges for Howard.

Freitag, 17. Februar 2012

Armlängen

Heute war ich mal wieder in Berlin in einem Restaurant. Mein inzwischen 8 Monate altes Baby saß - zumindest kurze Zeit - im Babystuhl mit uns an einem Tisch. Automatisch schob ich alle Gegenstände des Restaurants aus ihrer Armeslänge. Mein Mann verglich diese meine Verhaltensweise mit Lamas. Ich weiß nämlich inzwischen ganz genau, wie lang der Arm meiner Tochter ist und schiebe alles aus ihrer Reichweite, was nicht von ihr zu Boden geworfen werden soll. Lamas ihrerseits wissen ganz genau, wie lang ein menschlicher Arm ist und bleiben auf Distanz. Dies gilt auch für Alpakas. Die Tiere lieben es nicht, gestreichelt zu werden. Sie dulden es, wenn sie am Halfter sind. Das ist auch ein Reiz der Tiere: ihre extreme Neugier, die aber immer mit Distanziertheit verbunden ist.

Freitag, 10. Februar 2012

1. Prüfung

Eine zusätzliche Qualifikation, damit die Führungen des Märkischen Lamahofes noch mehr an Qualität für Sie gewinnen.
Heute fand die schriftliche Prüfung statt: zum zertifizierten Natur-, Kultur- und Landschaftsführer. Diese habe ich bestanden. Es stehen noch an: eine Hausarbeit und die mündliche Prüfung. Hausarbeit ist schon fertig.

Mittwoch, 8. Februar 2012

BZ

Gestern wurde ich von einer Journalistin der BZ in Berlin angerufen. Sie wollten mich in ihrem Reiseteil mitveröffentlichen und suchten neben Informationen auch noch ein Bild. Nach einigem Hin und Her und Bilder heraussuchen und mailen ist die Ankündiung heute in der Zeitung. Angeblich sollte das Foto zwischen "streichholzschachtelgroß bis zigarettenschachtelgroß" sein. Ich kaufte mir die Zeitung heute und schlug auf. Ein wenig Blättern brachte das Bild zutage: Seite 18: Das Foto ist riesig - ca. eine viertel Seite wird davon bedeckt. Toll! Danke BZ. :)
Hier der Textlink:
http://www.bz-berlin.de/archiv/Bei-der-Kaelte-sind-wir-alle-ein-bisschen-Lama-article1381900.html

Dienstag, 7. Februar 2012

Wir sind Sehenswürdigkeit auf der regionalen Karte

Vor einiger Zeit habe ich mir eine aktuelle topographische Freizeitkarte (1:25000) vom Dahme-Seengebiet hier gekauft. Hauptsächlich, weil ich die aktuellen Wanderrouten im Naturpark und Umgebung mal auf ihre Lamatauglichkeit überprüfen wollte und mir mal ein paar neue interessante Wege "erwandern" möchte. Und was habe ich entdeckt? Der Märkische Lamahof ist dort als Sehenswürdigkeit aufgeführt und sogar in Schenkendorf namentlich beschriftet! Ich war ganz überrascht - das hatte ich nicht gewußt und auch nicht organisiert. Wer auch immer mich da eingetragen hat: vielen lieben Dank!
Herausgegeben von Landesvermessung und Geobasisinformation Brandenburg. Das ist die Karte für Wandern und Radfahren (Nr. 7), ISBN 978-3-7490-4078-0.

Samstag, 4. Februar 2012

Filmdreh in Potsdam

Baldur Zadik und Domino auf internationalen Leinwänden
Gestern war ich mal wieder in Potsdam auf einem Filmdreh. Im Film "Strange Stranger" (die Doppeldeutung des Namens ist übrigens beabsichtigt) wurde ein schwarzes/dunkles Lama benötigt. Kein Problem, damit konnte ich dienen. Zwei Tage vor Dreh wurde auch noch ein Alpaka dazugebucht. Also machte ich mich am Nachmittag mit Baldur Zadik und dem kleinen Domino in der Eiseskälte auf zum Drehort.
Die beiden Tiere fanden gleich neue Fans, die sie bewunderten. Am Set (FilmVilla) ging es ziemlich international zu - die Hauptsprache war englisch. Alles sehr nette Leute übrigens. Konnte den Regisseur Daryush Shokof auch davon überzeugen, sich mit noch zwei anderen oben auf die Treppe zu stellen, damit die Tiere aus der offenen Tür nicht in den Garten laufen, wenn ich sie fürs Filmen vom Halfter lasse. Fand auch den Kameramann Brendan Flynt sehr professionell und ruhig.
Baldur und Domino meisterten ihre Aufgabe fabelhaft und nach einigen Wiederholungen war alles im Kasten. Ich persönlich fand es amüsant: der Hauptdarsteller (Ric Paredes) sah so aus, als ob er beim Vorbeilaufen der Tiere fast einen Herzinfarkt bekommt und greift danach nach dem Messer (das sah seine Rolle so vor). Dabei sind die Tiere sanft und überhaupt nicht gefährlich. Und nein, sie haben auch keinen am Set angespuckt. Dafür ihre Sache mit ziemlicher Ruhe abgearbeitet.
Es handelt sich bei diesem Werk offensichtlich um einen Horrorfilm - er soll auf den Festivals Cannes und Los Angeles gezeigt werden. Ob er dann Deutschland erreicht, würde mich interessieren.
Baldur Zadik und Domino warten hier geduldig auf ihren Einsatz. Es war ziemlich kalt.
Und ja, das Auto um die Ecke ist ein Bentley.
Diese Treppe ging es erst hoch und nach dem Dreh wieder hinunter.Ric Paredes wollte unbedingt die Tiere füttern. Er hatte dabei offensichtlich weitaus mehr Spaß als er im Film am Set geschauspielert hat. Ich habe sein desolates Make-up bewundert.

Donnerstag, 2. Februar 2012

Lama-Comic-Buch

Es ist da! Ein Comicbuch von einer Lamareise, geschrieben von einem, der auch tatsächlich Lamawandern anbietet. Das charmante broschierte Buch im A4-Format ist gefüllt mit handgezeichneten und handcolorierten Bildern und einer netten Geschichte.
Ich habe das Probeexemplar vor ein paar Tagen erhalten und mich am gleichen Abend zum Schmöckern hingesetzt. 49 Seiten auf griffigem, leicht glänzendem dickeren beschichteten Papier zeugen auch von Qualität und Langlebigkeit. Ein Vergilben wie bei anderen Comicbüchern ist daher unwahrscheinlich.
Preis: 9,90€ und bei Versand kommen noch 1,90€ Portokosten hinzu. Wer es braucht: die Rechnung enthält natürlich die Mehrwertsteuer.
Greifen Sie schnell zu: es gibt insgesamt nur 1000 Exemplare in der 1. Auflage. Das Buch ist soeben erst erschienen: am 1.2.2012.
Hier noch weitere Informationen und auch 3 Seiten als Leseprobe.

Montag, 30. Januar 2012

Sonnenschein im Gemüt

Frostig und klar war der Tag. Blauer Himmel und Sonnenschein - und natürlich klirrende Kälte. Bei uns sind die Temperaturen heute niedriger als in den verschneiten Alpen.
Meine beiden Lamahengste sind stolze Wesen: groß, majestätisch und "ganz Mann". Außer wenn Frauchen auf die Weide zum Füttern kommt: da mutieren sie zu weichherzigen, um einen herumtänzelnden Jungspunden.

Herdhengst Inti de Oro: inzwischen kennen wir uns nun schon 16 Jahre und er hat ein stolzes Alter erreicht: Inti wird in diesem Jahr 17. Davon war heute aber wenig zu spüren: ich kam zum Zaun und er sah mich, als ich das Tor aufschloß. Herangaloppiert wurde ich begrüßt und mit großen seelenvollen Augen blickte er mich an. Ganz gemächlich ging ich nun die ca. 100m zu seinem Unterstand. Inti benahm sich wie ein kleines Hündchen, was mich zu einem fröhlichen Lachen veranlasste: er trottete ein paar Schritte und ließ mich nich aus den Augenwinkeln. Dann wartete er bis ich zu ihm aufschloß und es ging weiter, immer schön an meiner Seite gerade außerhalb meiner Reichweite und immer mit der stillen Aufforderung, doch endlich schneller zu gehen. Fast angekommen, stellte er sich mir sehr deutlich in den Weg: "Ich will zuerst gefüttert werden!" Er versperrte mir nämlich den Durchgang zu den Stuten und öffnete dafür aber eine Schneise zu seiner Tür. Amüsiert warf ich ihm ein paar Pellets in seinen Mineralfuttertrog und schnappte mir den gefrorenen Wassereimer und den Heukorb. Die Stuten warteten auch schon ....

Ares Zadik: auch er verhielt sich wie ein kleines Fohlen: trabte um mich herum, als ich sein Heu in den Unterstand trug, galoppierte vor und zurück und wartete im Unterstand. Als ich nicht schnell genug kam, lugte er um die Ecke und man konnte deutlich lesen, daß er meine Geschwindigkeit offensichtlich mißbilligte. Warum rannte ich denn nicht wie er? Schmunzelnd versorgte ich den Rest der männlichen Herde und der (echte) Hund im Hof bekam auch noch ein paar Leckerlis ab.
Ich hatte die Sonne im Herzen, als es wieder ins Haus ging.

Freitag, 20. Januar 2012

Zeitverschwendung

Eventuell ist es schon bekannt: ich mache gerade eine Zertifizierung zum Natur-, Kultur- und Landschaftsführer. Diese von Banu abgeprüfte Qualifizierung gilt deutschlandweit.
Während in den letzten Monaten durchaus interessante Vorträge dabei waren, kann ich die heutige Lektion nur als Zeitverschwendung bezeichnung und ärgere mich auch, hingefahren zu sein. Es sollte etwas über die wirtschaftliche Entwicklung der Region erzählt werden. Stattdessen bekamen wir etwas über den Flughafen und den potentiellen dazugehörigen wirtschaftlichen Aufschwung zu hören. Und über die TFH in Wildau. Durchaus relevant für den Landkreis, aber irgendwie an unserem Thema vorbei. Die mehrfach erwähnte Kernaussage: wirtschaftlich stark ist nur der Norden des Landkreises (bis Königs Wusterhausen) und der gesamte Rest ist naturnah, aber wirtschaftlich schwach und nicht wirklich erwähnenswert - außer das Gebiet des Spreewaldes. Als touristisch relevant wurde lediglich Tropical Island erwähnt, welches übrigens nicht zum Spreewald, sondern tatsächlich zum Landkreis Dahme-Spreewald (LDS) gehört, so wie ein Teil des Naturparks Dahme-Seen auch. Das ist das Gebiet zwischen Berlin und Spreewald ...... Das Gebiet, in dem wir Wanderungen durchführen, hieß das "Niemandsland" und ist uninteressant und nur ein Anhängsel vom Spreewald. Na danke! Auf solche Dozenten kann man dann auch verzichten. Auf konkrete Fragen gab es oft nur eine ausweichende Übergangsfloskel als Antwort. Und dieser Herr ist einer derjenigen, die Fördergelder vergeben und auch Gutachten anordnen. Tourismus ist nur ein Nebenpfeiler für die GmbH. Das mag ja sein, aber ein wenig sollte man sich dann doch bei einem solchen Vortrag auf seine Zuhörer einlassen. Oder es wurde ihm nicht eindeutig mitgeteilt, worauf er den Schwerpunkt setzen sollte. Ich hatte das Gefühl, als ob er uns teilweise einfach Werbung für seine Firma machen und Kredit für Coaching oder Werbung anbieten/aufreden wollte.