Montag, 28. Februar 2011

Reisemarkt A10-Center

So sah mein zusammengewürfelter Messestand letzten Freitag und Samstag auf dem Reisemarkt A10-Center Wildau aus. Ich hatte Rohwolle und auch fertige Produkte mit. Garne und Bilder ergänzten das Angebot, ebenso wie meine Fotomappe und die üblichen Informationen. Im Hintergrund sieht man auch einen kleinen Sattel, damit ich anschaulich erklären konnte, warum Lamas Lasten-, aber keine Reittiere sind.
Wer mich ab und zu auf Märkten sieht, weiß ja, daß ich die Pokale vom letzten Jahr oft als Papierbeschwerer nutze, damit meine Informationen nicht wegfliegen. Das war zwar hier nicht nötig, aber sie befanden sich sowieso in der Kiste. Es war erstaunlich, wieviele Kinder meine gewonnenen Preise kaufen wollten. :-)
Die Musik hatte ich diesmal sehr dezent im Hintergrund, weil sich neben mir ein Stand mit ganz wundervollen Massagesesseln befand, wo ich die Tiefenentspannung der ausprobierenden Leute nicht stören wollte. Mein Dank gilt diesen Nachbarn ganz besonders, da auch sie mir die Möglichkeit anboten, mich einmal mit einer Shiatsu-Massage auf dem brainlight-Sessel durchkneten zu lassen und meine durch das lange Herumstehen schmerzenden Muskeln zu entspannen. Sie haben einen Laden in Eberswalde - ein Besuch lohnt sich bestimmt: www.bodydesign-eberswalde.de. Auf der anderen Seite war ein Stand aus dem Elbsandsteingebirge und gegenüber ebenfalls sehr nette Leute. Ich hatte ein kleines 15-minütiges Video für den Bühnenbildschirm abgeliefert, welche auf dem Bildschirm sogar ganz gut aussah.
Mengenmäßig fand ich die Anzahl der Leute eher gering - irgendwie habe ich das Gefühl, bei meinen eigenen Wochenendeinkäufen in diesem Center würden sich immer mehr Leute dort befinden. Das schöne Wetter hat sicher viele vom Kommen abgehalten. Kann ich gut nachvollziehen. Die Lamawanderung am Sonntag hat davon auch noch profitiert.

Donnerstag, 24. Februar 2011

Training: Show vs. Trekking Teil 2a

Kommen wir heute zur extrem nützlichen und einer der einfachsten Trainingslektionen: Slalom.
In einer Show wird der Slalom üblicherweise von Pylonen dargestellt. Man sollte nach Möglichkeit genau in der Mitte zwischen diesen in einem schönen ausführlichen Kreis gehen.
In der Praxis ist es völlig egal, ob Sie in der Mitte zwischen den Bäumen laufen oder nicht. Das Tier sollte zwei Sachen können: genau hinter Ihnen tatsächlich den Weg nehmen, den Sie auch gelaufen sind. Ansonsten sind Sie links um den Baum herumgegangen, das Lama rechts. Beim Training ist es nun völlig falsch, als Mensch zurückzugehen und die Leine auf die andere Seite zu nehmen. Stattdessen sollte man das Tier zum Zurückgehen bringen, damit es lernt, auch wirklich auf der Seite der Bäume zu laufen, um die es auch geführt wurde. Die Lektion braucht nur wenige Male, dann hat das Tier diese gelernt. Sollte es doch einmal passieren, daß Unaufmerksamkeit einen Baum zwischen Sie und das Tier gebracht hat, dann machen Sie einfach folgendes: Vorsichtig ein ganz klein wenig an der Leine ziehen, damit das Tier Bescheid weiß und dann lockerlassen und Zeit geben, damit es auch wirklich ohne Probleme den Kopf auf die richtige Seite nehmen kann.
Beim Trekking ist zusätzlich wichtig, daß das Tier um Hindernisse gehen kann, ohne ständig mit den Packtaschen hängenzubleiben. Dies muß ein wenig geübt werden. Aber auch Mit-Packtaschen-um-die-Kurven-gehen lernen Lamas schnell und manövrieren sich und das Gepäck dann sicher auch im dichten Wald umher.
Fazit: nützlich und auch durchaus mal zwischendurch beim Spazierengehen anwenden. Die Aufmerksamkeit der Tiere wird dadurch kurzzeitig wieder erhöht und auf den Führer gerichtet.
Hier ein kleines Video, welches bei einem Kindergeburtstag kürzlich aufgenommen wurde. Die Kinder haben damit einen Teil des Praxistests für den Lamaführerschein bzw. Alpakaführerschein bestanden.

Sonntag, 20. Februar 2011

Wollige Fotos

Noch kurz ein paar Bilder zum Eintrag von gestern und hier finden Sie weitere Informationen:
Das ist ein zusammengewickeltes Knäuel von insgesamt 500 g brauner Alpakawolle. Es handelt sich dabei um "zusammengeschnürte Bündel" je 100 g. Das 2€-Stück dient lediglich der Veranschaulichung der Größe. Ist eine ganze Menge - man kann sicherlich 5 Paar Socken daraus stricken zum Beispiel. Man kann die Knäuel zu 100g natürlich auch einzeln kaufen. Das Farbspektrum reicht von braun zu braun ins leicht Gräuliche gehend.

Schönes braunes Alpakagarn in handliche 100g-Knäuel verpackt stehen für Sie hier bereit. Auf dem Bild können Sie auch die Gleichmäßigkeit der versponnenen Wolle sehen.

Ebenfalls wundervoll gleichmäßig und in Top-Qualität haben wir dieses superweiche und flauschige Garn in naturweiß und tiefschwarz abzugeben. Mal sehen, wie lange es reicht. Jedes Knäuel wiegt 50g.

Dies sind Kaminsocken. 100% deutsche Handarbeit - vom Verspinnen zum Stricken und der Wahl des Farbdesigns. Die Socken gibt es auf Wunsch in verschiedener Wollqualität (Lama, Alpaka, Suri), verschiedenen Größen und auch Ihre persönlichen Farben und Muster. Also wirklich speziell für Sie angefertigte Unikate. Überlegen Sie sich doch einfach, was Ihnen am besten gefällt und sagen Sie uns Bescheid.
Der Shop auf der Homepage befindet sich hier.

Freitag, 18. Februar 2011

Alpakagarn und -wolle abzugeben

Habe wieder Alpaka-Garn zu verkaufen. Vorhandene Farben: weiß und braun in 100g-Knäueln, mehr braun als weiß. Und ich habe auch noch ganz neu wieder insgesamt 3 kg braune Alpakawolle 1. Wahl zu verkaufen. Wenn Sie Interesse daran haben: einfach anrufen. Vorläufig erst einmal nur solange dieser Vorrat reicht oder wenn ich dann wieder erneut Meldung zum gelieferten Nachschub gebe, was aber durchaus bald sein kann. Ansonsten dauert es noch ein wenig bis zur Schursaison.
Werde Fotos bei Tageslicht machen und dann hier für Sie einstellen.
Zur Information: die Wolle stammt von in Deutschland gehaltenen Alpakas. Es wird nur von Betrieben Wolle angeboten, die ihre Tiere artgerecht halten und versorgen. Die Tiere sind alle registriert.

In Bezug auf Rohwolle: Nachschub ist da, aber bitte vorher anfragen. Wir haben verschiedene Qualitäten und Farben - sowohl Lama als auch Alpaka.
Für das Verspinnen eignet sich erste Wahl. Für Filzen - erste und zweite Wahl. Für die Selbstherstellung von Decken, Kissen, usw. ist zweite und dritte Wahl vollkommen ausreichend. Wollen Sie Leinen und Stricke herstellen, empfehle ich die Grannenhaare von Lamas (vornehmlich von Classic-Lamas). Haben Sie Kunstprojekte vor, dann kontaktieren Sie uns doch einfach: wir haben unterschiedliche Farben und Qualitäten auch in Kleinstmengen abzugeben - Sie können sich gern etwas selbst nach Ihren Wünschen und Bedürfnissen zusammenstellen.
Wenn Sie Ihre Wolle kardiert haben möchten, geben Sie bitte Bescheid. Ansonsten eignet sich sowohl Lama als auch Alpakawolle fabelhaft, direkt aus der Rohwolle zu verspinnen. Beim Naßfilzen würde ich an Ihrer Stelle allerdings aufgrund der Einfachheit der Lagentechnik vorher lieber kardieren.

Mittwoch, 16. Februar 2011

Training: Show vs. Trekking Teil 2

Sowohl beim Trekking in der freien Natur als auch bei den entsprechenden Sportklassen einer Show muß das Tier bestimmte Hindernisse bewältigen. Hier mal eine Übersicht. Ich werde zu jedem Punkt noch kurz etwas in einem entsprechenden Eintrag schreiben.
Was gesprochene Kommandos angeht: ich habe jahrelang nie Kommandos gegeben, da meine Körpersprache ausreichte. Als ich wieder anfing, Showtraining durchzuführen, stellte ich fest, daß nach den Regeln tatsächlich Kommandos gegeben werden müssen. Also trainierte ich mich selbst, um im passenden Moment auch das Richtige zu sagen. War am Anfang für die Tiere komplett bedeutungslos - ich hätte ihnen auch Planetennamen aufsagen können; ich gebe aber zu, daß es bei einigen Lektionen durchaus sinnvoll ist, verbale Kommandos zu geben und möchte dies in Zukunft dem jeweiligen Trainer auch für Trekkingzwecke anraten. Bitte variieren Sie die Kommandos nicht und seien Sie klar und deutlich. Auch ähnliche Worte für unterschiedliche Wirkungen sollten vermieden werden. Bei mir sind die Kommandos meist in englisch, damit die Tiere durch Gäste nicht irritiert werden. Ich benutze für ein Lektion jeweils ein bestimmtes Wort bei allen Tieren, um Verwechslungen zu vermeiden.

Was muß/sollte das Tier können (die Liste orientiert sich hauptsächlich nach Showhindernissen):
  1. über Baumstämme bzw. Latten gehen und springen - je nach Kommando
  2. unter Latten bzw. Hindernisse unten durchgehen, Tunnel
  3. über sternförmig hingeworfene Latten steigen. In der Show stellt man damit kreuz und quer über- und durcheinanderliegende Äste und Baumstämme dar. Nehme ich zumindest an.
  4. Slalom
  5. drehen
  6. rückwärts gehen
  7. seitwärts gehen
  8. über bzw. durch Wasser gehen
  9. über Brücken gehen
  10. kleine "Hügel" bewältigen
  11. Rennen zwischen Anfangs- und Endpunkt
  12. Wippe
Sollte mir noch etwas zu dieser Liste einfallen, werde ich sie entsprechend ergänzen.
Teil 1 "Wo soll das Tier wie laufen" finden Sie hier beim Anklicken des Links.

Sonntag, 6. Februar 2011

Nächste Termine

Nächste Termine für Glühweinwanderungen (für Beschreibung bitte hier klicken):
Sonntag, 6.2., 13 Uhr (ausgebucht)
Sonntag, 20.2., 13 Uhr
(ausgebucht)
Sonntag, 27.2., 13 Uhr
Sonntag, 6.3., 13 Uhr
Samstag, 19.3., 13 Uhr
(Letzte Glühweinwanderung bis zur nächsten Adventszeit, es sei denn, es schneit dann noch)

Samstag, 5. Februar 2011

PLTA

PLTA - Pack Llama Trial Association

Dedicated to Preserving & Promoting the Pack Llama
Weil ich gefragt wurde: die PLTA ist eine nordamerikanische Organisation, deren Ziel die Bildung der Bevölkerung und Promotion von Lamas als gepäcktragendes Begleittier sind. Dabei liegt das Augenmerk auf der tatsächlichen praktischen Verwendung der Tiere ohne irgendwelche Tricks oder Showeinlagen - also tatsächlich so, wie es unterwegs realistisch geschieht.

...The principle purpose of the PLTA is to preserve and promote pack llamas by educating the public in the safe and humane use of llamas as packing companions. This is done by coming together in a social, non-competitive atmosphere and testing the pack llama against a written standard in a realistic packing environment.

...The PLTA's objective in promoting this concept is to discover and recognize llamas that can fulfill the llama packers' needs on the trail by performing in a manner consistent with the demands of actual packing conditions. The intent is not to confront the llama with unrealistic or trick problems, but rather to test the llama's natural ability and acquired training. PLTA tests utilize natural and man made obstacles in a manner found in normal packing conditions. While realistic packing conditions are subject to variations in different parts of the country, pack llamas are expected to possess a defined set of abilities which enable them to serve as useful packing companions.
[Quelle: http://packllama.ieasysite.com]

Zusätzlich haben sie eine Art Meilenzähler, den ich persönlich großartig finde. Allerdings bezweifle ich eine mögliche Anwendung in Europa. In den U.S.A. erfolgt alles auf Glaubensbasis und ehrenhafter Ehrlichkeit. Vielleicht bin ich jetzt unfair oder einfach zynisch, aber ich vermute, daß es hier zu einer Art Wettkampf kommen würde, bei der die Ehrlichkeit auf der Strecke bleiben würde (wobei ich unsere nordamerikanischen Freunde hier auch nicht besser stelle als uns in Europa). Man trägt die gelaufenen km nämlich selbst ein .......... Selbstverständlich hätte ein professioneller Trekking-/Wanderbetrieb dann natürlich mit wesentlich mehr km pro Tier aufzuwarten als reine Hobbyhalter, die nur ab und zu zum Spaß laufen. Aber wenn dann jemand unbedingt vorn liegen möchte ...... schon findet ein unlauterer Wettbewerb statt, der ein mögliches Testergebnis verfälscht.

Donnerstag, 3. Februar 2011

Zukunft der "Lamaindustrie"

Ein relativ langes Übersee-Gespräch mit anschließender weiterer Kommunikation mit noch anderen Leuten in Nordamerika strapazierte meine Telefonrechnung in der Rubrik Auslandsgebühren in den letzten Wochen. Aber es war sehr interessant. Abgesehen davon, mich mit alten Bekannten zu unterhalten, habe ich auch viele Neuigkeiten erfahren. Und der Austausch in Bezug Zuchterfahrung ist doch immer wieder lehrreich für beide.
Wohin geht der Trend gerade? In Deutschland leider aktuell zu kleinen wolligen Lamas. So, wie in den USA vor 20 Jahren. Eine abschätzige Bemerkung, die aber nicht von mir, sondern von einem Bekannten aus Süddeutschland stammt, bezeichnet solche Tiere als "Hinterhoflamas". Ganz so weit würde ich zwar nicht gehen, aber da ist wirklich etwas dran. Zurück zum Telefonat: mir wurde tatsächlich von einem bekannten Lamaexperten aus den Rockies (Rocky Mountains) mitgeteilt: "Ihr seid - vom Trend her gesehen - in Deutschland da, wo wir vor 20 Jahren waren." Hmpf - nicht sehr schmeichelhaft, aber bedauerlicherweise vollkommen wahr. Desweiteren wurde mir beschieden, daß man sich jetzt wieder auf den eigentlichen Nutzen der Tiere besinnt. Während der Stern der sogenannten Woolies in Nordamerika im Sinken begriffen ist (die genaue Übersetzung ist "rasender Absturz"), zahlt man für ausgebildete Packtiere - meist reine, mittelgroße bis große Classics - wieder mehr. Sie werden derzeitig immer teurer. Es zählen wieder Charakter, Körperbau, Training, Ausbildung und Arbeitswillen. Schönheitsideale wie Bananenohren oder Farbe sind zwar nett, aber rangieren ganz unten auf der Prioritätenliste. Classics werden unter anderem bevorzugt, weil sie aufgrund ihrer Vliesstruktur (double coat mit längeren Grannenhaaren und feinerer Unterwolle) witterungsfester sind und Regen, etc. unterwegs besser aushalten und überstehen. Sie sind einfacher zu halten und zu versorgen. Das Vlies kann unterwegs leichter gereinigt werden und sollte man doch mal einen Flußarm schwimmend überqueren müssen, trocknen sie schneller.
Ich habe daraufhin zur Überprüfung mal ein wenig gegoogelt und mehrere Anzeigen in diesem Stil gefunden: "WANTED: Classic packer stud, any age. Will trade male or female." [Quelle, 01/2011] -> Suche: Classic Packlama, männlich. Tausche gegen männlich oder weiblich." Leichtbewollte Packlamas rangieren also inzwischen auf gleicher ökonomischer Höhe wie weibliche Lamas. Teilweise sogar höher ....
Heißt das, ich muß mit meinen Tieren 20 Jahre warten, bis man ihren wahren Nutzwert erkennt? Oder besinnt sich der europäische Markt eher? Bleibt abzuwarten. Aber Tatsache ist: ein gut ausgebildetes, gesundes, robustes Lama mit Arbeitswillen und nettem Charakter ist meiner Ansicht nach jederzeit einem hübsch anzusehendem, aber faulem oder unkonditioniertem Wollknäul vorzuziehen (d.h. jetzt aber nicht, daß stark bewollte Lamas von Natur aus faul oder unkonditioniert sind!). Vor allem angesichts der Tatsache, daß leichtbewollte Lamas viel feineres und dichteres Untervlies als stark bewollte Lamas haben. Man hat bei den stark bewollten Tieren in Bezug auf Vlies/Wolle fast immer Qualität gegen Quantität eingetauscht. Außerdem: warum stark bewollte Lamas, wenn es doch Alpakas gibt???

Zusätzlich wurde ich zum Packfestival im September eingeladen. Aus privaten Gründen wird eine Teilnahme schwierig, aber versuchen werde ich es. Die Organisatoren werden die Veranstaltung danach einer entsprechenden Organisation (wahrscheinlich PLTA) übergeben und hoffen, daß dies jährlich wiederholt wird. Auf diesem 1. Festival treffen sich die ganzen bekannten Größen und Experten auf dem Gebiet: Hackbarth, Redwood, Anderson, ...... werden da sein. Es wird Kurse für Show-Richter geben, da die meisten - genau wie bei uns - keine oder wenig Erfahrung im Trekking mit Lamas haben. Sie werden dort lernen, worauf es bei der praktischen Verwendung der Tiere wirklich ankommt und was zählt, damit bei den Shows auch ein Bezug zu praktischer Relevanz möglich sein wird. Es wird Packkurse geben, Vorträge, Vorführungen, etc. Die alten Hasen wollen ihr Wissen weitergeben ....... Wer weiß, vielleicht fahre ich ja doch kurzfristig. Es wäre nett, ein paar alte Bekannte nach mehr als eineinhalb Jahrzehnten wiederzusehen. Ich hatte damals wirklich viel von ihnen gelernt.

Sonntag, 30. Januar 2011

Grüne Woche

Ursula hat mich netterweise darauf hingewiesen: heute war das Bild in der Zeitung - im Berliner Kurier. Ursula Funke vom Alpakapark Funke mit 4 Alpakas (ich habe mir die beiden Jüngsten gegriffen und fotogerecht gedreht).Copyright: Gudath, Berliner Kurier [Quelle, Text]

Freitag, 28. Januar 2011

Internationale Grüne Woche in Berlin

Bild stammt netterweise von Lars Noack (www.wehostyou.eu) - Vielen Dank!

War heute wieder auf der Grünen Woche, weil ich dort ein Interview auf der rbb-Bühne geben sollte. Bin ähnlich wie am Mittwoch auch noch ein wenig durch die Hallen gelaufen und habe mich umgesehen. Natürlich fehlte auch das Verkosten diverser Leckereien nicht. Habe auch ein wenig herumfotografiert.

Vor 2 Tagen habe ich einer Freundin mit ihren Alpakas an ihrem Stand geholfen. Sie hatte 4 schnucklige Tiere dabei. Sie stammen alle vom Alpakapark Funke nördlich von Berlin. Am Ende des Tages hatte ich mit allen Tierchen Freundschaft geschlossen und sogar der jüngste kleine schüchterne Braune gab mir ein kurzes "Küßchen". Habe ein paar Bilder in der Box geschossen.





Dienstag, 25. Januar 2011

9 Tage, 687 km schwimmend

Nur so als interessante Information: Eisbaerin-schwimmt-687-Kilometer-am-Stueck Schade aber um das Baby ....
Lamas und Alpakas sind übrigens nicht fürs Schwimmen geeignet, obwohl sie sich über Wasser halten und notfalls auch kleine Flußarme überqueren können Derzeitig sind die meisten meiner Tiere etwas feucht - innen ist die Wolle aber schön warm und trocken. Die Grannenhaare der Classic-Lamas lassen den Regen quasi abperlen.

Montag, 24. Januar 2011

Training: Show vs. Trekking Teil 1

Ich werde öfters gefragt, wo der Unterschied zwischen Show- und Trekkingtraining liegt und ob da überhaupt Differenzen bestehen. Und ich muß eindeutig sagen: ja, es gibt tatsächlich nicht unbeträchtliche Unterschiede, die zu beachten sind. Da anscheinend Interesse an dieser Thematik besteht, werde ich sie in einigen Blogeinträgen je nach Lust und Laune aufführen. Und dann auch auf meiner Homepage unter der Sektion Training veröffentlichen. Ich bitte zu beachten, daß dies meine Ansichten sind, die aufgrund jahrelanger Erfahrung zumeist aus logischen und logistischen Gründen entstanden sind. Sollten Sie Anmerkungen, Fragen oder Widersprüche haben, bin ich gern zur Kommunikation bereit.

Kurz zur Definition:
Showtraining: damit meine ich die Sportklassen bei einer Show sowohl mit als auch ohne Packsattel (also die Klassen Hindernis ohne Sattel und Trekking mit Sattel).
Bei Trekkingtraining meine ich das tatsächlich in der Praxis und in freier Natur durchgeführte mehrstündige Wandern mit (gefüllten) Packtaschen. Die Regeln hierfür werden nicht von irgendeiner Organisation aufgestellt, sondern entstehen aus der Praktikabilität, Sicherheit und Durchführbarkeit im realen Umgang mit den Tieren für die Freizeit. Es bestehen durchaus Unterschiede, wie man verschiedene Dinge handhabt.

Kommen wir zu einer Grundlage: 1. Wo soll das Tier wie laufen.
Bei einer Show ist es erwünscht, daß das Tier mit durchhängender Leine entweder neben dem Führer (Maulhöhe etwa in Schulterhöhe des Führers) oder kurz hinter diesem läuft, nicht zerrt und auf die kleinste Bewegung und Wendung konzentriert achtet und möglichst das Publikum ignoriert. Bei zu kurzer oder straffer Leine gibt es in den Sportklassen Punkteabzug.
Beim Trekking mit Packsattel möchte man das Tier auf keinen Fall neben einem selbst wissen. Überlegen Sie sich doch einmal folgendes: wo befinden sich die Packtaschen, wenn das Tier auf Schulterhöhe neben Ihnen geht? Und was passiert, sollte das Tier sich einmal erschrecken, bergab ausrutschen oder ähnliches und dabei eine Sprung nach vorn machen? Richtig: Sie haben die Packtaschen im Kreuz. Wenn Sie dann nicht zu Boden gehen, bekommen Sie doch einen ordentlichen Stoß von hinten an einer unangenehmen Stelle. Sie möchten beim Trekking also, daß das Tier ein ganzes Stück hinter Ihnen läuft - ebenfalls mit durchhängender Leine, damit Sie Ihre Kräfte nicht damit vergeuden, das Tier vorwärts zu ziehen oder in Ihrem eigenen Schritt gestört werden. Auch sollte die Leine lang genug sein, damit das Tier sich problemlos und ohne Zug auf die Leine auszuüben umsehen kann und evtl. an tiefhängenden Ästen etwas Proviant abzupfen kann. Mein langjähriger Herdhengst hat es perfektioniert, sich unterwegs an Zweigen und Ästen gütlich zu machen und Bruchteile von Sekunden, bevor die Leine wieder straff sein würde, vorwärtszugehen. Ich habe kein einziges Mal Zug an der Leine. Da Lamas (und Alpakas natürlich auch) extrem neugierig sind, sollten sie immer die Möglichkeit haben, links und rechts umherzuschauen und sich ein Bild von der Umgebung zu machen. Wenn man jede Kopfbewegung an der Leine spüren würde, wäre dies nach einer Weile sehr ermüdend für den Wanderer.

Was ist einfacher zu trainieren? Das hängt vom Charakter der Tiere ab. Lamas, die unbedingt den Weg auch sehen wollen, gehen lieber neben dem Menschen als hinter ihm. Und wenn hinter dem Menschen, dann meist leicht (rechts) versetzt. Ich selbst finde es einfacher, Showtraining nach Trekkingtraining zu absolvieren. Meiner Meinung nach ist es ein wenig umständlicher und langwieriger, den Tieren beizubringen, ein Stück hinter einem zu gehen, wenn sie es gewohnt sind, brav neben einem zu laufen. Die Tiere neben einem laufen zu lassen, geht ganz einfach. Aber das ist meine persönliche Ansicht.

Das braune Lama vorn trägt keinen Sattel und läuft neben dem Führer, während das Alpaka mit Sattel hinter seinem Führer läuft.

Die beiden Tiere tragen Packsättel und laufen hintereinander und auch hinter dem Lamaführer.

Samstag, 22. Januar 2011

Plätze frei

Aufgrund einer Absage sind am 5.2. für die Glühweinwanderung zusätzlich 6 Plätze freigeworden. (Beschreibung hier.) Sie haben also durchaus die Möglichkeit, noch welche für sich zu ergattern! Die weiteren Glühweinwanderungen sind am 6.2. und 20.2. Ich möchte darauf hinweisen, daß es eine maximale Teilnehmerzahl von 20-22 gibt. 2 Personen teilen sich dabei ein Tier - unabhängig, ob Alpaka oder Lama. Wenn Sie ein Tier allein nehmen möchten, sagen Sie bitte vorher Bescheid - das ist natürlich auch möglich und Sie können sich auch vor Ort entscheiden.
Eine Anmeldung vorher ist unbedingt erforderlich - auch kurzfristige Anfragen möglich.
Snack und Getränk sind inklusive. Pro Person kostet es 25€, pro Kind 3-10 Jahre 15€. Der Treffpunkt ist 13 Uhr am grünen Hoftor und die Tour dauert (inkl. Pause und Einführung in die Lama- und Alpakakunde) ca. 3 Stunden. Wir laufen in gemütlichem Tempo - jeder kommt da mit.

Nachtrag, 23.1.11: die 6 Plätze von oben sind schon wieder weg - aber einige wenige an diesem Tag waren sowieso noch frei .... am Besten melden Sie sich lieber rechtzeitig, wenn Sie dieses Datum in Erwägung ziehen.

Donnerstag, 20. Januar 2011

Frühlingsgefühle im Januar

Fast Punkt 12 Uhr wurde mir von einem Fremden vor meiner Tür mitgeteilt, daß ein Lama draußen auf dem Feld herumläuft. Die Größe wurde mir ungefähr angezeigt und ich vermutete daraufhin Inti oder Billi in dieser Ecke ...........
Nur wenige Minuten später bekam ich einen entsprechenden Anruf von der Polizei. Danach von Frau B. und dann wieder die Polizei, die mir mitteilte, daß das Tier auf der Schenkendorfer Flur gesehen wurde - beim Heizhaus. ???? Wir sind mit dem Auto und einem Eimer Leckerlis (speziell für Kameliden) zur großen Weide gefahren und haben dort die Bescherung gesehen. Zaun war durch- und vom Pfosten abgerissen. Billi war drin und Inti spazierte draußen in Tornähe neben dem Kanal umher. Offensichtlich hatte er gemerkt, daß die andere Richtung ihn zwar Menschen näherbrachte, aber nicht den von ihm gesuchten anderen weiblichen Lamas. War also zurückgaloppiert und lief nun den anderen Weg entlang. Er strebte in Richtung Stutenherde, drehte aber zu uns ab, als wir ankamen. Die Frage für ihn war nun: wenn er weiterlief, würde er möglicherweise auf andere Tiere treffen? Oder sollte er den sicheren Mineralleckerli folgen, die ich aufmunternd schüttelte? Seine Entscheidung war zögerlich und er sah immer wieder in die Richtung, in der er die anderen Stuten vermutete. Aber schließlich entschied er sich - jahrelanges Vertrauen zu mir half sicherlich. Ich rief und lockte ihn und schließlich war ich doch relativ schnell auch erfolgreich. Er kam zu mir, nahm sich ein Maul voll und folgte mir - bzw. dem Eimer - brav bis in die Weide hinein. Alles sehr einfach, schnell und unkompliziert.
Ich nehme an, es war keine so gute Idee gewesen, ihm die letzten Tage einige Stuten vorzuführen (im Zuge von Fohlentraining), von denen ein paar heftigst mit ihm flirteten. Seine Hormone müssen übergeschwappt sein ............. Aber wenigstens weiß ich jetzt, daß Pacari noch frei und Käte und Cassandra wirklich schwanger sind. Emily und Pacari kommen sowieso zu Inti - aber erst in einigen Monaten im Frühling ...
Wir reparierten den Zaun, stützten ihn zusätzlich und ich zog noch ein paar Absperrungen, daß Inti jetzt nicht mehr so ohne Weiteres zum Zaun gelangen kann.
Möchte hiermit allen bescheidgebenden Leuten ein herzliches Dankeschön für die Benachrichtigung geben - vor allem dem Unbekannten, der direkt zu uns an den Hof gekommen ist!

Dienstag, 18. Januar 2011

Termine für Glühweinwanderung

Die kommende Glühweinwanderung am Samstag, 22.1.11 ist bereits ausgebucht. Wir haben aber noch einige wenige freie Plätze am 5. und 6.2. (Samstag und Sonntag), jeweils 13 Uhr. Und am 20.2. findet auch eine Glühweinwanderung statt. Rufen Sie an und sichern Sie sich Ihr Tier. Unser Glühweinvorrat geht so langsam zur Neige und damit auch die Glühweinwanderungen für diese Saison ...........

Sonntag, 16. Januar 2011

Halfter organisieren

Frühlingshaftes Wetter bei uns machten die Arbeit im Freien erträglicher. Wir haben heute neben anderen Tätigkeiten einen Zaun repariert und ein weiteres Stück Weide geöffnet. Der Einfachheit halber haben wir die Lamas dorthin während der nächsten Arbeiten eingesperrt und die Alpakas auf der Lamaweide herumtoben lassen. Bino war außer sich und alle Tiere rannten die Weiden hoch und 'runter. Wenigstens haben sie mal wieder etwas Auslauf bekommen. Sonst gehen sie nur gelangweilt und langsam in der Gegend umher. Domino hat natürlich unvorsichtigerweise beim Rollen die falsche Richtung gewählt und kam dann zwischen Hügelchen und Zaun nicht mehr hoch. Wir standen da und hatten einige organisatorischen Änderungen vorgenommen. Das Alpaka wurde zwischendurch dann wieder auf die andere Seite gerollt und kam so wieder schneller auf die Beine. Er sah etwas verdattert aus, hat aber keine Schäden davongetragen. War eher nur verblüfft.
Die ersten dunklen Stunden waren dann damit angefüllt, endlich ein auf die Schnelle erdachtes, einfaches System für das ordentliche Aufhängen und Sortieren der Halfter und Leinen zu bauen. Ein paar Holzlatten, Schrauben und Haken reichen dafür aus. Die Haken hatte ich gekauft, der Rest lag herum - so wie auf einem Bauernhof eben. Freue mich selbst über das Ergebnis. Innerhalb von Sekunden kann ich jetzt jedes zugehörige Halfter blitzschnell finden und nutzen. Die Halfter haben für die Tiere, die oft auf Wanderungen mitgehen, alle eine Namensplakette und so hängt das Halfter auch immer am richtigen Ring und schön aufgereiht. Und weil ich von meiner zukünftigen Ordnung so begeistert war, haben wir das gleich neben dem Alpakastall aufgehängt und die Tierchen dabei abends wieder aufgeweckt. Sie haben es uns aber nicht übelgenommen - die Mineralleckerli, die wir ihnenn gaben, haben sicher dabei geholfen. Als wir fertig waren, traten wir zur Seite und ließen die Alpakas unser Werk bewundern. Sie haben es beäugt und uns dann völlig unbeeindruckt von unserer handwerklichen Schnelleistung hoffnungsvoll unter ihren Ponies mit den großen Augen nach weiteren Leckerlis angebettelt. Wer kann da schon widerstehen?

Freitag, 14. Januar 2011

Lachanfall bei Zollvorschrift

In einem Forum wurde dies hier gepostet und ich dachte, ich teile mal das Amüsement der Schweizer Behörden mit meinen Bloglesern. Anscheinend hat der Vorsitzende der Organisation auch keine Ahnung, was sein Mitarbeiter bei der Erklärung der Zollvorschriften zur Fleischverbringung meinte und selbst sein Versuch, bei der Verlesung ernst zu bleiben, scheitert kläglich. Aber er hat ein ansteckendes Lachen ........
"Bundesrat Merz lacht sich halbtot bei der Erklärung seines Büro's bezüglich des Imports von gewürztem Fleisch." Anm.: Bündnerfleisch ist eine Schweizer Spezialität: eine Art rohes, gepökeltes, in dünne Scheiben geschnittenes Rindfleisch.

Dienstag, 11. Januar 2011

Ungewöhnliche winterliche Wasserversorgung

Wie verbindet man Nützliches mit Notwendigem und mit Angenehmen?
Derzeitig habe ich einen Hengst und eine Stute - beides erfahrene, schon ältere Tiere - auf einer mehrere ha großen Weide, auf der mir leider die Pumpe eingefroren ist. Die von uns überlegte frostfreie Konstruktion ohne Stromanschluß können wir erst im Sommer bauen; wir hatten es letztes Jahr nicht mehr geschafft. Anstatt täglich 10-15 Liter Wasser ca. 800-1000 m durch die Gegend zu den Tieren zu schleppen, ist es mir am 2. Tag dieser Tätigkeit wie Schuppen von den Augen gefallen: ich habe doch Packtiere! Wozu mühe ich mich selbst ab??? Also lasse ich nun seit einigen Wochen täglich eines meiner anderen Lamas die Wasserlast schleppen.
notwendig: die Tiere brauchen unbedingt täglich Frischwasser neben der kurzen Kontrolle, ob alles in Ordnung ist
angenehm: mit Lamas durch die Gegend zu laufen
nützlich: zusätzliches Packtraining für noch etwas in diesem Bezug ungeübte Tiere. Es hilft ungemein - kann ich nur empfehlen. Ein Wallach ist innerhalb von wenigen Tagen ohne Schwierigkeit vom unwilligen Herumgezappler beim Aufsatteln zum willigen Träger mit ruhiger und geduldiger Lastaufbürdung mutiert. Ich kann jetzt auch ohne das Tier irgendwo festzubinden, ihn aufsatteln, an ihm und dem Rückengestell herumrücken und -zupfen, die Last aufbürden, etc. und er bleibt ruhig stehen - legt nicht einmal die Ohren an. Sehr vorteilhaft. Hunde sind auch kein Problem mehr - ebensowenig wie eine halbe Stunde ruhig stehen, während sich Frauchen mit einer unterwegs getroffenen Bekannten unterhält und die neuesten Dorfnachrichten austauscht.

Sonntag, 9. Januar 2011

Erste Maus

Der kleine Spotty-Nose hat heute abend seine 1. Maus selbst gefangen. Stolz und selbstzufrieden lief er heute auf der Fensterbank umher, um sie uns zu zeigen. Nach einer kleinen Runde durch die Eingangsräume setzten wir ihn wieder im Hof aus, wo er sich seinem Fang widmete. Braver Junge!

Sonntag, 2. Januar 2011

Trauerzeit

Ich hoffe, Sie hatten einen guten Rutsch und Start in das neue Jahr.

Ich danke allen Gästen, die das Verständnis für die kurzfristigen Absagen und Verschiebungen der 5 Lamawanderungen aufbrachten. Sie werden auf jeden Fall nachgeholt. Auch bitte ich das Nicht-Kontrollieren und Beantworten Ihrer e-mails zu entschuldigen. Ich befand mich nicht auf dem Hof - nicht einmal in Brandenburg. In diesem Zusammenhang danke ich meinem Mann, der die täglichen Arbeiten für die Tiere (Ausmisten, Füttern, etc.) für die Zeit meiner Abwesenheit für mich übernahm.

Mein Vater ist sehr plötzlich und unerwartet zwischen Weihnachten und Neujahr verstorben - viel zu jung und gerade erst in Rente gegangen. Wir trauern über alle Maßen über diesen unersetzlichen Verlust.

Freitag, 24. Dezember 2010

Existenz des Weihnachtsmannes

Warnung: Dieser Blogeintrag ist NICHT für Leute/Kinder gedacht, die auf den Weihnachtsmann warten!!!! Und er ist auch eher als amüsante Unterhaltung gedacht!

Gibt es einen Weihnachtsmann / Santa Claus?

Irgendwo auf einem verschneiten Campus in den Weiten der amerikanischen Uni-Landschaft sind findige Studenten der zur Weihnachtszeit alles bewegenden Frage nachgegangen: Gibt es den vielbeschriebenen, vielbesungenen und vielerwarteten Herren nahmens Santa Claus?

Das hochwissenschaftliche Ergebnis liegt nun vor, und ein wohlmeinender Engel hat an die unwissenden Studis in deutschen Breitengraden gedacht und die Erkenntnisse in die UNICOM- Redaktion (Studentenzeitung) gesandt: Hier sind sie:

1.
Bis jetzt ist keine Rentier-Gattung bekannt, die fliegen kann. Aber es existieren 300.000 Gattungen lebender Organismen, die noch klassifiziert werden müssen. Obwohl die meisten davon Insekten und Bakterien sind, schließt das nicht völlig aus, daß es darunter fliegende Rentiere gibt, die nur Santa jemals gesehen hat.
2.
Auf der Welt gibt es zwei Milliarden Kinder (Personen unter 18). Da Santa (anscheindend) nicht die muslimischen, hinduistischen, jüdischen und buddhistischen Kinder betreut, reduziert das sein Arbeitsaufkommen auf 15 Prozent der Gesamtzzahl - bleiben, nach Zählung der UNO, 378 Millionen Kinder. Bei einem (bewußt hoch) geschätzten Durchschnitt von 3,5 Kindern pro Haushalt, ergeben sich 91,8 Millionen Haushalte. Anzunehmen ist, daß zumindest ein "artiges" Kind in jedem Haushalt gibt, dem Santa einen Besuch abstatten muß.
3.
Santa hat Heiligabend dank der verschiedenen Zeitzonen und der Erdrotation 31 Stunden Zeit, sofern man annimmt, daß er von Osten nach Westen reist (was logisch erscheint). Dies ergibt 822,6 Besuche pro Sekunde. Das bedeutet, daß Santa für jeden christlichen Haushalt mit "artigen" Kindern gut 1/1000 Sekunden zur Verfügung hat, um zu parken, aus dem Schlitten zu springen, den Kamin hinabzurutschen, die Strümpfe zu füllen, die verbleibenden Geschenke unter dem Tannenbaum zu verteilen, die hingestellten Snacks zu essen, den Kamin wieder raufzuklettern, in den Schlitten zurückzukommen und sich zum nächsten Haus aufzumachen. Nimmt man an, daß jede dieser 91,8 Millionen Anlaufstellen gleichmäßig über die gesamte Erde verteilt sind (was natürlich eine falsche Annahme ist, die wir aber für die Zwecke unserer Kalkulation akzeptieren), sprechen wir von 1,25 Kilometer pro Haushalt, einer gesamten Strecke von 120 Millionen Kilometern, nicht die kurzen Stops mitgerechnet, um das zu tun, was jeder von uns mindestens einmal alle 31 Stunden tun muß, plus Füttern der Rentiere, etc.

Das bedeutet, daß sich Santas Schlitten mit 1045 Kilometern pro Sekunde fortbewegt, 3.000 mal schneller als die Schallgeschwindigkeit. Zum Vergleich, das schnellste vom Menschen entwickelte Vehikel auf der Erde, die Raumsonde Ulysses, bewegt sich mit knappen 44 Kilometern pro Sekunde - ein gewöhnliches Rentier schafft maximal 25 Kilometer pro Stunde.
4.
Die Packlast des Schlittens stellt ein weiteres interessantes Problem dar. Nimmt man an, daß jedes Kind nicht mehr erhält als Lego-Set von mittlerer Größe (900 Gramm), trägt der Schlitten knapp 340.000 Tonnen, Santa nicht eingerechnet, der übereinstimmend als übergewichtig beschrieben wird. Auf dem Land kann jedes gewöhnliche Rentier nicht mehr als 150 Kilogramm ziehen. Sogar, wenn man einem "fliegenden Rentier" (siehe Punkt 1) zugesteht, eine zehnmal größere Last ziehen zu können, ist es uns unmöglich, die Aufgabe mit acht oder sogar neun Tieren zu bewältigen. Wir brauchen ca. 226.000 Rentiere. Das erhöht die Gesamtlast - das Gewicht des Schlittens immer noch außer acht lassend - auf rund 353.000 Tonnen. Noch einmal zum Vergleich - das ist das Gewicht des Luxusdampfers "Queen Elizabeth" mal vier.
5.
353.000 Tonnen, die sich mit mehr als 1.000 Kilometern pro Sekunde fortbewegen, schaffen einen enormen Luftwiderstand - dabei wird ein Rentier auf die gleiche Weise erhitzt wie ein Raumschiff beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre. Das führende Rentier-Pärchen absorbiert 14,3 Quintillionen Joules an Energie. Pro Sekunde. Jedes Rentier. Um es kurz zu machen: Die ersten beiden werden so gut wie augenblich in Flammen aufgehen, das Rentier hinter ihnen der Hitze aussetzen und während ihrer Totenwache ohrenbetäubende Knaller wie beim Durchbrechen der Schallmauer bewirken. Das gesamte Rentier-Gespann wird innerhalb einer 4,26 Tausendstel Sekunde verdampft sein.

Durch die Zentrifugalkräfte wird Santa unterdessen 17.500 mal schwerer als normal. Ein 150-Kilo schwerer Santa (was lächerlich schlank erscheint) würde von einer Kraft von rund 2.600 in den hinteren Teil des Schlittens gepreßt. Zusammengefaßt: Wenn Santa tatsächlich jemals Geschenke am Heiligabend ausgetragen hat, ist er jetzt tot.

Fröhliche Weihnachten!

Noch ein Kommentar meinerseits: im Buch "Hogfather" ("Schweinsgalopp") hat Terry Pratchett eine nette Erklärung für die Möglichkeit einer Existenz gefunden. Demzufolge liegt die Zeit, in der sich der Weihnachtsmann bewegt, außerhalb unseres Zeitempfindens und das Gewicht wird ebenfalls magisch erklärt. Allerdings sollte man dann auch tatsächlich auf einer magischen Scheibenwelt leben.

Auf die obigen Punkte gab es noch eine Antwort, in der Heisenbergs Unschärferelation und der Vergleich von Santa mit Tachyonen erwähnt wird, was jedoch für diesen Blog zu weit führt.

Quelle: u.a. UNICOM, Weihnachten 1996,
www.fiction.net/tidbits/christmas/does_santa_exist.html

Mittwoch, 22. Dezember 2010

Wintersonnenwende

Jul / Wintersonnenwende / Weihnachten

(2010: 22.12., 00:38 Uhr in Dtl.)

Es ist der Beginn der kalten Jahreszeit. Die Wintersonnenwende kennzeichnet den kürzesten Tag und die längste Nacht des Jahres. Von nun an werden die Tage wieder länger. Gefeiert wird die wiederkehrende Sonne und die Rückkehr von Licht und Wärme. Dieses Fest hat neben Ostern (Ostara) im christlichen Glauben mit die größte Bedeutung erlangt, nicht zuletzt aufgrund der ähnlichen Wiedergeburtsbedeutungen (siehe nächster Absatz) zwischen keltischem und germanischem Glauben und der verlegten Geburt des angeblichen christlichen Messias (Jesus Christus).
Im heutigen Paganismus - hauptsächlich dem Neo-Paganismus - wird dieses Fest als ein
er der "Niedrigen Feiertage" bezeichnet. Im Gegensatz zu den größeren monotheistischen Religionen wird die Zeit beim Paganismus als Kreis und Wiederholung, mit Mond- und Sonnenphasen verstanden. Judentum, Christentum und Islam betrachten den Zeitablauf als linear mit der Erschaffung der Welt als Beginn und einem Ende in der Zukunft. Die Rituale der Naturreligionen zielen eher auf die Kontinuität der Zeitwiederholung bei Jahreszeiten und der Natur allgemein ab, um ein Überleben im Kreislauf zu sichern. Die meisten religiösen Feiertage in dieser Zeit sind irgendwie mit dem Wechsel der Länge von Tag und Nacht verbunden. Angesichts der Bedeutung von Jul als Erneuerungsfest und der Tatsache, daß es die längste Nacht des Jahres ist, wird in den meisten Religionen ein Opfer dargebracht. In vielen Kulturen auf der Welt ranken sich die gefeierten Themen an diesem Tag um Wiedergeburt.

Einbindung und Übernahme des heidnischen Festes in den christlichen Glauben

So wie viele heidnische Feste umgewandelt und der neuen Religion angepaßt wurden, ist auch dieses Fest im Mittelalter mit einem neuen Namen und neuen Traditionen ausgestattet worden, um die Missionierungen im damals immer noch hauptsächlich keltischen Europa voranzutreiben. Aufgrund der ansässigen "heidnischen" Traditionen und Überlieferungen (das Neujahrskind wird geboren) war es sehr einfach, die Feiern der Geburt von Jesus im Sommer auf dieses Datum zu verlegen, um so die Akzeptanz der neuen Religion zu erhöhen. -> siehe auch im nächsten Absatz unter Ursprung die Missionierung von Bonifacius und erstes Weihnachtsfest 336 u.Z.
Im Christentum nennt man Jul nun "Weihnachten". Es gibt jedoch immer noch genügend europäische Tradtionen, Völker und Sprachen - v.a. in Skandinavien -, die das Weihnachten tatsächlich noch offiziell als das "Jul"-Fest bezeichnen. Bei einigen wird es jedoch nicht am 21.12., sondern am 25.12. gefeiert. Im Gegenzug zu beispielsweise Mabon (Michaelsmesse) lehnen kirchliche Gruppen und auch viele Individuen die Festlichkeiten nicht ab, obwohl der Ursprung der Feier im "Heidentum" bekannt ist. Die Anpassung des Geburtsdatums von Jesus Christus scheint eine völlig legitime Begründung dafür zu sein. Von vielen wird der Ursprung der Verbindung zu heidnischen Wintertraditionen jedoch ignoriert oder verleumdet.
Heiligabend am 24.12. hat seinen Ursprung in der Tatsache, daß wie bei den Juden auch bei den Kelten der Tag nicht mit Sonnenaufgang (oder Mitternacht) beginnt, sondern bei Sonnenuntergang des Vortages. Damit wird der Tatsache Rechnung getragen, daß das Leben mit Dunkelheit beginnt (im Bauch der Mutter). So wie die Tage mit der Nacht beginnt auch das Jahr mit der dunklen Jahreszeit.

Ursprung

Zunächst galt der 6. Januar, Epiphanias, als der Weihnachtstermin. Auch hat man in den Anfängen des Christentums verschiedene andere Tage wie den 20. April, den 20. Mai oder den 18. November als den Tag der Geburt des Herrn gefeiert. In Anlehnung an die Feier des spätrömischen Sol Invictus bzw. Mithras am 25. Dezember hat die Kirche (zunächst in Rom) eine Ersetzung des römischen Sonnengottes durch Christus als dem "Licht der Welt" vollzogen. Die erste Kalendernotiz, die die Geburt Jesu auf den 25. Dezember festlegt, findet sich beim Kopisten Furius Dionysius Filocalus aus dem Jahre 354 u.Z. Demnach hat man das erste Weihnachtsfest im Jahr 336 u.Z. in Rom gefeiert. Die Christen waren davon überzeugt, dass Jesus Christus die wahre Sonne ist; deshalb haben sie wohl das Fest des Sol Invictus vom 25. Dezember schließlich für sich beansprucht. Mit einer Weihnachtspredigt des Johannes Chrysostomos am 25. Dezember 386 u.Z. beginnt dann die schriftliche Überlieferung des Datums als christliches Weihnachtsfest. Die etwas obskure offizielle Begründung für das Datum war, dass die Empfängnis exakt am Jahresanfang stattgefunden haben soll, damals also am 25. März. Addiert man 9 Monate, ergibt sich der 25. Dezember. Die Festlegung auf den Heiligabend geschah erst, seit unter Bonifatius das heidnische Germanien missioniert wurde. Weil der 24. Dezember der erste Tag ist, der wieder länger wird, feierten die Germanen das Fest der Sonnenwende (Solstitium). Bonifatius wollte diesen Umstand nutzen und genau an diesem Termin die Geburt Jesu feiern.
Diejenigen orthodoxen Kirchen (hauptsächlich in Osteuropa und Sibirien), die liturgisch am julianischen Kalender festhalten (Altkalendarier), feiern Weihnachten derzeit an unserem 7. Januar (dem 25. Dezember des julianischen Kalenders) und Epiphanias an unserem 19. Januar (dem julianischen 6. Januar). Die armenisch-orthodoxe Kirche feiert Epiphanias am 18. Januar. Die übrigen orthodoxen Kirchen, die Neukalendarier, die sich liturgisch am gregorianischen bzw. weltlichen Kalender orientieren, feiern Weihnachten auch an unserem 25. Dezember.
Nichtchristen und das Weihnachtsfest: Die weihnachtlichen Bräuche werden auch von Angehörigen nichtchristlicher Religionen oder Atheisten begangen und sind auch in weitgehend unkirchlichen Regionen und Ländern Europas und darüber hinaus verbreitet. Weihnachten wird also oft primär als Folklore (und kommerziellen Feiertag) und nicht mehr als christliches Fest gefeiert.

Traditionen:

Andere Namen Winterbeginn, Sonnenrückkehr, Fionn's Tag, Winterritus, Alban Arthuan
Farben grün, weiß, gold, silber
Götter neugeborene Götter, dreifache Göttinen, jungfräuliche Göttinen, Lucinda, Freia, Attis, Dionysus, Woden, Kris Kringle (paganistischer Yule-Gott)
Incense Lorbeeren, Zeder, Tanne, Rosmarin
Steine Cat's Eye
Speisen gebratener Truthahn, Nüsse, Obstkuchen, Eierpunsch (Eggnog), Glühwein, Caraway Rolls
Blumen/Kräuter Arborvitae, Esche, Maronen, Lorbeeren, Distel, Zeder, Kamille, Immergrün, Weihrauch, Stechpalme, Wacholder, Mistel, Moos, Eiche, Tanne, Rosemarin, Salbei
Symbole Immergrüner Kranz , Julklotz (Holzklotz), Stechpalme, Spinnräder
Keywords Zeit der Göttin der Kalten Dunkelheit und der Geburt des heiligen Kindes, der Wiedergeborene Sonnengott, Zeit von Wiedergeburt und Das Drehen der Erdzeiten

Weihnachtsmann und Geschenke:

Inzwischen dürfte allgemein bekannt sein, daß die rote Farbe des heutigen Weihnachtsmannes in westlichen Kulturen einem spektakulären Werbefeldzug von Coca-Cola in den 20er Jahren des 20. Jahrhunderts zu verdanken ist. Ursprünglich war die Mantelfarbe blau oder weiß (am Anfang zeigten auch die Coca-Cola-Werbungen einen blaugekleideten alten Mann). In Rußland beispielsweise hat "Väterchen Frost" (Djed Moros) immer noch seine Originalfarben.

Rußland: Väterchen Frost ("Djed Moroz" mit blauem oder weißem Mantel) mit Szeschka (Snegurotschka - "Schneeflocke") in einer geschenkbeladenen Troika (Pferdeschlitten, Dreiergespann) am 31.12., bei orthodoxen Familien kommen die Geschenke erst am 6.1.
Deutschland: der Weihnachtsmann (roter, nur vereinzelt blauer Mantel) am Nachmittag bzw. Abend, 24.12. (Heiligabend)
Großbritannien, USA: Father Christmas (Weihnachtsvater, roter Mantel) kommt in der Nacht vom 24. zum 25.12. durch den Kamin und hinterläßt Geschenke in aufgehängten Socken; Hier wird die deutsche Abstammung der britischen Königin deutlich: sie öffnet ihre Geschenke nämlich am Heiligabend und nicht wie "ihr" Volk am darauffolgenden Morgen.
Spanien, Mexiko: Nikolaus am 6.12.
Schweden: Der Julbock (Thors Ziegenbock) war Gabenbringer in der Vergangenheit. Heute beschert Jultompte die schwedischen Kinder..
Island: Gledilig Jol: Im 17. Jahrhundert sorgte (die Hexe) Gryla, ihr Mann Leppaludi und deren 13 Söhne (Kobolde) für Angst und Schrecken. Sie verschleppten unartige Kinder in die Berge. Mit den Jahren wurde diese Familie erzogen. Heute macht sich der erste "Jólasweinar" dreizehn Tage vor Weihnachten auf, um die isländischen Kindern zu beschenken. Der zweite Sohn schließt sich 12 Tage vor dem Fest an - der dritte 11 Tage usw. Wenn die Kobolde ihre Pflicht erfüllt haben, sorgt Gryla für die Rückkehr ihrer Kinder..
Norwegen Julenissen wirkt optisch als lustige Gestalt. Er ist eine Mischung aus den norwegischen Nissen (Gnom) und dem türkischen St. Nikolaus. Etwas spöttisch könnte man ihn als "Zwergbischof" bezeichnen.
Niederlande: Sint Nicolaas (kurz Sinterklaas) hat in den Niederlanden eine größere Bedeutung als der Weihnachtsmann (Kerstman). Sinterklaas reitet auf seinem Schimmel von Dach zu Dach und wirft Naschereien und kleine Gaben durch die Kamine. Mit Möhren, Heu oder Zuckerstückchen für das Pferd bedanken sich die Kinder für die Güte von Sint Nicolaas.
Frankreich: Père Noël in Frankreich wird von Père Fouttard begleitet und füllt in der Nacht zum 25. Dezember die blankgeputzten Schuhe der Kinder. Im Elsaß wird St. Nikolaus von Hans Trapp begleitet.

Festlichkeiten in verschiedenen Kulturen:

Es gibt derartig viele veränderte Traditionen und Feierlichkeiten in der gesamten Welt, das hier nur einige ganz kurz wiedergegeben werden sollen. Im Internet lassen sich jedoch jede Menge zusätzlicher Informationen finden.

Finnland: Im angeblichen Wohnsitz des Weihnachtsmannes feiern über 95% der Finnen den Heiligabend in der Sauna.
Rußland: In Ländern mit orthodoxem Glauben, gilt noch der julianische Kalender. Der 25. Dezember bedeutet für strenggläubige Menschen das Ende der Fastenzeit. Es ist ein normaler Arbeitstag. Der 31. Dezember ist der wichtigste Festtag. Bunte Lichterketten erhellen die Straßen. Auf großen Plätzen werden die Tannenbäume geschmückt. Wenn sich der Feierabend nähert, beginnt man im Kollegenkreis mit kleinen Betriebsfeiern. Im Anschluß fährt man nach Hause oder zu seiner Datscha (russ. Holzhaus). Hartgesottene feiern im Freien. Hier schmücken sie den Christbaum, genießen die Natur und zelten im Schnee.
Väterchen Frost bringt den Kindern die Geschenke. Er wird von einem Mädchen (der Schneeflocke) und in einigen Gegenden auch von einem Jungen (Neujahr) begleitet. Wie in Deutschland, verdienen sich die Kinder durch Gedichte, Geschichten und Lieder die Gaben.
Im Winter freut man sich auf die phantasievollen Märchen aus alter Zeit. Bis 1990 wurde zum Frühstück im DDR-Fernsehen zwischen Weihnachten und Neujahr jeden Tag ein anderes Schneemärchen ausgestrahlt. Auf Videokassette oder DVD kann man sich jetzt die russischen Filme vom Väterchen Frost oder der schönen Warwara kaufen. Die tägliche Märchenstunde im Fernsehen fiel der Wende zum Opfer. Mit Märchen aus aller Welt jetzt alle Bundesbürger zu erfreuen, wäre die sinnvollere Umkehr gewesen. Der aufgehende Morgenstern am 7. Januar läutet das eigentliche Weihnachtsfest ein. Diesen Feiertag gestaltet man besinnlich im Kreise der Familie. Vier Tage später, am 11. Januar beginnt das Neue Jahr. Als Filmtitel würde man hier "Neujahr II" sagen. Mit diesem Tag endet die russische Weihnachtszeit und die Tannenbäume erhalten ihr natürliches grünes Kleid zurück..

Niederlande: Sint Nicolaas (kurz Sinterklaas) hat in den Niederlanden eine größere Bedeutung als der Weihnachtsmann (Kerstman). Mit dem Schiff fährt Sinterklaas, begleitet von seinen Helfern, den Zwarten Pieten (Schwarze Peter), von Spanien zur holländischen Küste. Das Schiff ist beladen mit vielen Geschenken für die lieben niederländischen Kinder. Auch für die Mädchen und Jungen, denen Achtung vor den Mitmenschen fehlte, haben die Zwarten Pieten etwas dabei: "De Roe" (die Rute) fühlt sich wohl in jedem Land gleich an; zum Glück wird dieses edle Gehölz sehr selten überreicht. Tausende stehen diese Woche am Pier und begrüßen Sinterklaas, der auf seinem Schimmel holländischen Boden betritt. Dieses gesellschaftliche Ereignis wird live vom niederländischen Fernsehen übertragen. Überall finden Umzüge und Feierlichkeiten zu Ehren von Sinterklaas statt. Stimmungsvolle Lieder untermalen die Festlichkeit (besonders wenn die Zwarte Pieten Band aufspielt). Die Fröhlichkeit der Niederländer wird die gesamte Weihnachtszeit prägen. Harte Arbeit erwartet Sinterklaas und seine Helfer in den nächsten Wochen. Sinterklaas reitet auf seinem Schimmel von Dach zu Dach und wirft Naschereien und kleine Gaben durch die Kamine. Mit Möhren, Heu oder Zuckerstückchen für das Pferd bedanken sich die Kinder für die Güte von Sint Nicolaas. Am Abend des 5. Dezember (Pakjesavond) folgt die "Stunde der Wahrheit". Banket - Letters (Buchstaben aus Marzipan) weisen jedem seinen Platz an der Festtafel zu. Die eigentlichen Geschenke wechseln in dieser Nacht ihre Besitzer. Jede Zuwendung ist mit einem sehr persönlichen Gedicht verbunden. Über die spöttischen Verse darf man sich selbstverständlich nicht ärgern; man hat sich zu bedanken. Gelegentlich werden die Gaben, die mit Liebe und Humor verpackt werden, auch in der Wohnung versteckt. Bischofswein (Glühwein) verstärkt den ausgelassen Sinterklaas - Abend..
Dänemark: Tanz um den Weihnachtsbaum: Zum Lillejulaften (kleiner Weihnachtsabend) trifft man sich am Nachmittag des 23. Dezember mit Familie und Freunden. Bei einer gemütlichen Tasse Tee werden die Braunen Kuchen und die Äpfelküchlein probiert. Tanz um den WeihnachtsbaumBesonderes Glück im kommenden Jahr (und ein Extrageschenk) ist demjenigen beschieden, der am Heiligen Abend in seinem Reisbrei (Ris a la mande) die versteckte Mandel findet. Gegessen wird der Brei in speziellen Tellern und mit Silberlöffeln. Der erste Weihnachtslöffel wurde 1898 zum 80. Geburtstag von König Christian IX. hergestellt. Aus diesem wunderbaren Weihnachtsgeschenk entwickelte sich der Brauch, jedes Jahr einen Löffel zu verschenken. Nachdem man sich mit Speis und Trank gelabt hat, werden Weihnachtslieder gesungen. Man wünscht sich "Glädelig Jul" und tanzt um den Weihnachtsbaum bevor die Geheimnisse der Weihnachtspäckchen gelüftet werden. Am ersten und zweiten Feiertag besucht man Freunde und Verwandte, um beim Mittag- oder Abendessen die weihnachtliche Stimmung zu genießen.
Griechenland: In Griechenland ist Epiphania (der 6. Januar) der eigentliche Höhepunkt der Weihnachtszeit. Bis zu diesem Tag prägen die griechischen Kinder die Weihnachtsstimmung. Kinder singenAm Morgen des 24. Dezember hört man in den Straßen die Klänge von Triangeln, Glocken und Trommeln. Die Kinder ziehen von Haus zu Haus und singen die Kalanda. Diese Lobgesänge, gelten als Segen für das Haus. Deshalb werden die Kinder, die das Glück überbringen, auch belohnt. Wer als erster das Haus betritt verläßt es mit den meisten Gaben. Durch die griechischen Schornsteine steigt der Duft des Christopsomo (Weihnachtsbrot). Das Brot wird mit einem "A" (steht für den Pflug) und einem "B" (steht für das Joch der Ochsen, die den Pflug ziehen) verziert. Diese Symbole begegnen uns auch bei anderen Gebäcksorten. Von den Christokouloura, die in Form des Pfluges oder des Jochs gebacken werden, wird mindestens ein Stück vor die Ikonen des Hauses gelegt. KoboldeIn den kommenden zwölf Nächten treiben die Kalikanzari (Kobolde) ihr Unwesen. Als Schutz vor diesen lästigen Dämonen, werden Weihnachtsfeuer entfacht. Die Feuer haben noch eine weitere Bedeutung. Das beste und größte Holzscheit, das man während des Jahres findet, wird als Christoxylo (Weihnachtsscheit) aufbewahrt. Es wird in der Heiligen Nacht eingesetzt, um das Christuskind zu wärmen. Meist darf ein Glückskind (ein Kind dessen Eltern noch leben) das Scheit in das Feuer werfen. Der Wunsch, den dieses Kind hierbei ausspricht, soll in Erfüllung gehen. Silvester Die Kalanda ertönen erneut am Tag des Heiligen Bassilios (1. Januar). Mit einer Rute ausgestattet tippen die Kinder dem Hausherren und seiner Frau auf den Rücken. Auch diesmal werden die Glücksbringer mit Kuchen, Nüssen oder Geldstücken belohnt. Eine bedeutende Tradition ist die Wahl der Person, die im neuen Jahr als erste das Haus betritt. In manchen Gegenden Griechenlands glaubt man, der Hausherr, sein ältester Sohn oder ein "glückliches Kind" (ein Kind dessen Eltern noch leben) sollten als erste das Haus betreten. Im orthodoxen Kirchenjahr wird der 6. Januar, der Tag an dem Jesus von Johannes dem Täufer getauft worden sein soll, besonders gewürdigt. Wasser wird gesegnet, damit die bösen Geister die Erde verlassen. Und das tun die Kalikanzari auch. Nach dem Gottesdienst segnet der Priester jedes Haus des Ortes und besprengt alle Räume mit einem in Weihwasser getauchten Basilikumzweig.
Norwegen:

Wer in der Weihnachtsnacht nicht "leer ausgehen" will, sollte es sich mit dem "Julenissen", dem norwegischen Weihnachtsmann, nicht verderben. Die Kinder stellen ihm deshalb eine Schüssel mit Grütze ans Fenster. Der Weihnachtsmann ist ein Tierfreund. In Norwegen erhalten die Hoftiere zu Weihnachten Extraportionen. Für die Vögel stellt man eine Garbe Hafer auf. Sind unsere "vierbeinigen Mitbürger" gut versorgt können die Feierlichkeiten beginnen. Minutenlang ertönen Glockenklänge über das Land. Die hellen Töne verkünden den Weihnachtsfrieden. Jeder versucht jetzt pünktlich zum gemeinsamen Festessen zu kommen.Julol Beim Julebord feiert die Familie mit einem reichhaltigen Mahl. Bis zu 60 verschiedene Speisen werden serviert. Meist versüßen sieben verschiedene Kekssorten die Tafel. Die magische Zahl "7" hängt auch hier im engen Zusammenhang mit den Nissen (Kobolde). Getrunken wird Juløl, ein dunkles Weihnachtsbier. Der Jule - Aquavit rundet den Geschmack ab. Nach Speis und Trank stellt sich die Familie im Kreis um den Weihnachtsbaum und singt Weihnachtslieder. Die Gedanken der Kinder sind bei den letzten Strophen schon unter dem Tannenbaum angekommen, wo die Geschenke von Julenissen auf ihren Empfänger warten. Bis zum 6. Januar wird das Weihnachtsfest (Jul) intensiv gefeiert. .
Indien: Etwa 7% der Bevölkerung sind christlich. Als Weihnachtsbaum dienen Mangobäume oder ähnliches. In Goa werden die Palmen zu Weihnachten und Sylvester mit Lichterketten verziert. In Südindien Öllampen ums Haus und aufs Dach - ähnlich dem hinduistischen Lichterfest Diwali. In manchen Teilen Indiens wird am Weihnachtsmorgen dem "Haushaltsoberhaupt" eine Zitrone als Symbol der "Verehrung" mit Glücks- und Erfolgswünschen überreicht. Eine Art Mitternachtsmesse, die manchmal 2 oder 3 Stunden dauert und bei der viel gesungen wird, feiert man in der Kirche.

Quellen:
www.religioustolerance.org
www.engelchen.de

Montag, 20. Dezember 2010

Alternative zu Schneeketten

Nachdem beide Glühweinwanderung letztes Wochenende mit schönem Wetter gesegnet waren - vor allem Samstag war traumhaftes Winterwetter, haben wir letzte Nacht wieder ca. 20 cm Neuschnee im Hof.
Noch kurz etwas zu unserer Anfahrt: wir liegen nur 2 km von der Autobahnabfahrt entfernt und es wird bei uns geräumt - sie kommen also auf jeden Fall zu uns durch .....

Mein Schwager aus Schottland hat uns gestern nach einem längeren Familienanruf ein nettes youtube-Video geschickt: wie man eine billige und effektive Alternative zu Schneeketten "bastelt" - aus 10 mm Nylon-Schnur. Das Video enthält eine Anleitung und auch eine Testfahrt - ist allerdings alles in englisch. Dem Akzent nach würde ich auf Irland tippen (habe aber meinen diesbezüglich weitaus kompetenteren Mann noch nicht gefragt). Die Straßenbeschilderung auf der anderen Straßenseite würde es aber bestätigen.
Angesichts der vielen, vielen, vielen Regeln und Vorschriften in Deutschland weiß ich nicht, ob dies nicht doch bei uns irgendwo verboten ist - ich übernehme also weder Haftung noch Verantwortung, wenn Sie dies selbst ausprobieren. Es ist einfach eine Weitergabe einer innovativen Idee. Oder Sie fragen einfach mal bei der zuständigen Behörde (Polizei?) nach (lassen Sie sich den Namen des Menschen geben, mit dem Sie telefonieren, damit Sie notfalls auf ihn/sie zurückverweisen können, falls Sie doch einem kontrollierenden und diskussionsfreudigem Menschen über den Weg laufen).

Mittwoch, 15. Dezember 2010

Geschenkgutscheine

Der Countdown läuft - nur noch wenige Tage bis zur Geschenkeübergabe am Weihnachtsabend. Sie haben noch keine wirklich gute Idee? Wie wäre es mal mit etwas ganz Besonderem? Schenken Sie doch eine Lama- oder Alpakawanderung. Es gibt verschiedene Möglichkeiten - ganz auf Ihre Bedürfnisse bzw. die der Beschenkten ausgerichtet: Wanderungen für 2 Stunden, Saisonale Touren (z.B. Glühweinwanderung, Frühlingswanderung), eine Halbtagswanderung oder etwas völlig Individuelles. Was hätten Sie gern? Zusätzliche Informationen unter diesem Link hier. Der Gutschein ist ein Jahr lang gültig und problemlos übertragbar.
Wir können den Gutschein per Post schicken - meist gleich am nächsten Tag. Oder wir bieten Ihnen folgende Möglichkeit, damit der Gutschein auch wirklich pünktlich ankommt. Wir schicken Ihnen nach Nachweis der Überweisung (Screenshot reicht z.B.) bis 21 Uhr den Gutschein auch sofort am gleichen Abend - das geht auch noch am 23.12. oder am 24.12. früh bis ca. 13 Uhr zum Ausdrucken per e-mail. Rufen Sie uns an und fragen Sie - wir machen es möglich: ein einzigartiges, originelles und besonderes Geschenk, welches der Beschenkte sicher nicht doppelt bekommt!

Montag, 13. Dezember 2010

Zeitungsbericht

Der Zeitungsbericht für das vergangene Wochenende. Wir werden in den letzten beiden Absätzen erwähnt. http://www.maerkischeallgemeine.de/cms/beitrag/11961195/62129/Mit-vielen-Aktionen-lockte-der-Markt-das-Publikum.html

Wie wir Weihnachten verbringen? Wir sind uns - wie jedes Jahr seit einigen Jahren - immer noch nicht absolut einig. Wahrscheinlich aber mal wieder völlig heidnisch: wir zelebrieren die Wintersonnenwende in der Nacht vom 21. zum 22. Dezember dieses Jahr und fahren - völlig unheidnisch - für ein paar Tage ins Erzgebirge. Zum einen ist dort meine Familie, zum anderen darf ich auf keinen Fall den heimatlichen Chemnitzer Weihnachtsmarkt verpassen - DER "Geheimtipp". Wobei ja immer bekannter wird, daß dies einer der besten Märkte ist.
Für die Sonnenwende haben wir ein paar Schwedenfackeln gesägt ...... Wir hoffen, daß wir nächstes Jahr soweit sind, eine entsprechende größere Feier auszurichten und ein paar mehr Leute einzuladen.
Für die Tiere wird natürlich gesorgt werden.

Sonntag, 12. Dezember 2010

Weihnachtsmarkt und Internet

Irgendwie habe ich gerade Schlafprobleme - was erklären würde, warum ich so müde bin. Aber dann eben ein ganz zeitiger Post. Spotty-Nose, unser Maikätzchen, ist auf jeden Fall ganz begeistert über meine morgendliche Teetrinkerei und schnurrt auf meinem Schoß als lebendiges Wärmekissen vor sich hin.
Habe vergessen zu erwähnen: wir befinden uns derzeitig (seit Freitag und noch einschließlich bis heute von 14 bis ca. 18 Uhr) auf dem Weihnachtsmarkt am Kirchplatz in Königs Wusterhausen, falls Sie uns besuchen wollen. Und ich habe eine neue kleine Seite in das Lamakunde-Lexikon auf meiner Internetseite eingefügt: Tränke und Wasserleitung.

Freitag, 10. Dezember 2010

Termine für Glühweinwanderung

Ich muß leider darauf hinweisen, daß die Glühweinwanderung am 19.12. ausgebucht ist. Es sind aber noch einige wenige Plätze für den 18.12., 11 Uhr und die beiden Weihnachtsfeiertage (25./26.12) jeweils 13 Uhr noch frei. Ebenso sind (noch) bei der Neujahrswanderung am 1.1.11 einige wenige Plätze zu vergeben. Bitte melden Sie sich rechtzeitig an, wenn Sie teilnehmen möchten. Wir gehen an allen Tagen nur einmal!

p.s. Der Weihnachtsbaum vor dem Bahnhof in Königs Wusterhausen wird wohl dieses Jahr schief bleiben .....

Donnerstag, 9. Dezember 2010

Winter

Hatte ziemlich Pech am Morgen. Kaum geschlafen, ging es - mit dem Landrover hinter auf die größere Weide, um die dortigen Lamas zu versorgen. Dort habe ich es geschafft, die Metallpumpe zu zerstören. Ich wußte gar nicht, daß man diese überhaupt kaputtmachen kann! Ich verbuche das mal unter Materialmüdigkeit. Irgendwo hatten wir aber noch eine zweite ....
Voller Ärger über meine eigene Ungeschicklichkeit schaffte ich es dann beim Rückwärtssetzen, den Landrover festzufahren. Und leider wußte ich nicht so genau, wo man den Allradantrieb einstellt. Bzw. - nach einer Weile Suchen fand ich den, aber ich sollte die Vorderräder feststellen. Nur wo??? *seufz*
Und dann hatte ich etwas, das man wohl "Glück im Unglück" nennt. Einmal pro Jahr (Anfang Dezember) mäht der Dahme-Wasserverband die Uferböschung ab. Um das auch auf meinem Land machen zu können, mußte aber erst mein Auto weg. Aus purem Zufall waren sie heute um die Uhrzeit vor Ort, als ich dort festhing und gerade überlegte, meinen Landnachbarn mitsamt Traktor um Hilfe zu bitten. Er zog mich dann heraus und ich konnte wieder wegfahren. Vielen Dank dafür!

Für die Leute, die englisch verstehen: anatomy-of-snowbirds
Als ich in den U.S.A. gewohnt habe, ging es mir ähnlich: im Winter war es so kalt, daß gelernt habe, sogar Bücher mit dicken, gefütterten Handschuhen zu lesen und die dünnen Seite umzublättern. Warum? Weil es einfach nur Wahnsinn war, etwas ohne Handschuhe zu unternehmen. Ganz so schlimm ist es hier ja nicht ....

Mittwoch, 8. Dezember 2010

Wintergedanken eines Lamas

Aus der Rubrik Lamageschichten etwas, das mir heute beim wiederholten Ausmisten eingefallen ist:

Was denkt ein Lama oder Alpaka im Winter bezüglich seiner Verdauung?
"Oh, Schnee! Schön weiß! Mal vorsichtig die Schnute hinausstrecken. Brr - kalt. Schnell wieder ins Warme zurück. Aber eigentlich muß ich aufs Klo .... und zwar dringend. Und das Klo ist draußen. Vielleicht doch noch mal probieren? ... Nein, lieber doch nicht. Und Frauchen hat hier so schön mit Stroh eingestreut - das ist ganz wundervoll warm. Warum kann ich eigentlich nicht hier gehen? Vielleicht direkt vor die Tür? Dann ist es nicht so weit von draußen entfernt ....... Und Frauchen kommt ja sowieso jeden Tag vorbei und macht alles sauber. Morgen gibt es dann wieder frisches Stroh. Also kann ich ja ...... ", dachte das Lama, stellte sich innen vor den Eingang und entspannte sich.
Das nächste Lama ging zum Eingang: "Ich muß ganz dringend. Hmmm, hier riecht es so komisch .... oh, ist jetzt hier unser Kothaufen? Das ist aber bequem ....."
Lamafohlen: "Mutti hat ins Stroh gemacht. Sicher ist das richtig und das gelbe Zeug auf dem Grund bedeutet bestimmt, daß ich überall hinmachen darf ...."
Frauchen kam tatsächlich am nächsten Morgen und fluchte auf den Schnee und die Kälte, die zusätzliche Arbeit im Stall verursachten und mehrere Gänge mit der Schubkarre voller Mist und schmutziges Stroh bedeuteten. Warum sind die Tiere bei Kälte nur so faul und können nicht vor die Stalltür gehen? Sobald Stroh als wärmende Unterlage liegt, bedeutet dies nicht nur zusätzliche Bürstarbeit, sondern auch den Beginn des Hineinköteln der Tiere in den Unterstand.
Und das ist der Grund, warum alle Lama- und Alpakahalter im Winter den Kot nicht nur vom Platz räumen, sondern auch im Stall misten müssen - inkl. dem Abfahren von zusätzlichem verdreckten Stroh, welches ganz schnell die Schubkarren füllt und doppelt oder dreifach so viele Gänge wie sonst verursacht.

Donnerstag, 2. Dezember 2010

Schnee zuhauf

Kurze Nachricht: heute knapp 4 Tonnen Heu für die nächsten Wochen geliefert bekommen. Dazu mußten 17 schwere Paletten nicht nur kurzfristig besorgt, sondern auch durch die Gegend geschleppt werden. Und dank des zentimeterhohen Schnees von letzter Nacht (15 cm auf dieser Weide) durfte ich gleich auch noch vorher 50 qm freischaufeln. Zumindest ist mir dabei warm geworden und als das Heu kam, lugte sogar die Sonne kurz mal heraus.
Dafür ist bei meiner Freundin in der Straße nicht geräumt worden und ich kam mit meinem Auto kaum durch. Versorge gerade zweimal täglich ihre Hunde und Katzen. Habe mir kurzerhand ihren Landrover ausgeliehen und bin damit besser auf den Staßen unterwegs als vorher. Und komme auch in ihre Straße hinein.

Jetzt muß noch der Unterstand bei der Stutenherde abgedichtet werden. Das habe ich vor Einbruch der Dunkelheit nicht mehr geschafft. Ohne Tageslicht will ich eigentlich nicht wirklich auf einer Leiter mit glatten Untergrund herumturnen. Und ich werde wahrscheinlich wieder Planen vor die Eingänge spannen - einige der Tiere frieren. Der kleine Eldor kuschelt sich ganz nah entweder an seine Mami Emily oder an Ayla an.
Ares im Gegenzug verbringt seine Zeit lieber im Schnee. Die weiße Decke auf seinem sonst braunen Vlies stört mich nicht sehr - daß er genau vor der Tür allerdings den Schnee anschmilzt und zu Eis verwandelt dagegen mehr.
Inti hatte vor ein paar Tagen ein paar Vergiftungserscheinungen, die aber glücklicherweise ausgestanden sind. Eigentlich sollte er es besser wissen, als den Geschmack eines für Lamas giftigen Rhododendrons zu kosten, nachdem er durch den Zaun gegangen ist. Ihm geht es wieder gut und er ist mit Billi in seinem Unterstand ganz zufrieden.

Unser kleiner Kater erlebt gerade den ersten Schnee seines Lebens und ist ganz aufgeregt und begeistert. Er springt und spielt in der weißen Pracht und scheint die Kälte nicht zu spüren. Schön, daß er Spaß hat und herumtobt.