Donnerstag, 2. August 2012

Urheberklauseln

Anstelle der üblichen Urheberklausel habe ich auf diesem Blog hier Folgendes gefunden, welches ich wundervoll menschlich finde. Vor allem die letzten beiden Sätze ..... Und weil es inhaltlich auch auf meine Ideen, meine Seite und meinen Blog passen könnte. Und daher zitiere ich:

MEINS & DEINS
Alle Bilder und Texte dieses Blogs gehören mir. Mir-mir-mir! Ich habe aber grundsätzlich nichts dagegen, wenn ihr meine Bilder in euren Blogs postet. Bedingung ist allerdings der Hinweis, dass die Bilder von mir stammen, sowie ein Link zu meinem Blog. Ich freue mich, wenn euch meine Anleitungen gefallen und ihr sie auch benutzt. Die Früchte eurer Arbeit könnt ihr dann z.B. an MamaPapaOmaOpa oder an die Busenfreundin verschenken. Ich bitte euch aber, meine Ideen & Anleitungen nicht kommerziell zu nutzen. Ich teile meine Ideen gerne mit euch, weil es mir Spaß macht und weil Selbermachen eine gute Sache ist. Verderben wir uns den Spaß nicht, indem wir die Nervkomponente Geld ins Spiel bringen.
[http://frauliebe.typepad.com]

Freitag, 27. Juli 2012

Schließzeiten

Es ist zu heiß. Und die Tiere hatten eine harte Woche. Sie brauchen auch mal Ruhe. Hiermit setze ich Tierurlaub an - eine Woche lang sollen sich die Tiere mal ganz auf ihre persönlichen Weidegeschäfte konzentrieren. Und zusätzlich: Aufgrund einiger vor allem privater Angelegenheiten, Umräumaktionen, längst überfälliger Reparaturen, etc. bleibt der Lamahof für Besucher und Anfragen zwischen 27.7. und 2.8.2012 geschlossen (wir reagieren dann auch nur sehr sporadisch auf das Klingeln an der Haustür, weil wir mit anderen Sachen beschäftigt sind).
Wir sind auch schlecht telefonisch erreichbar, können aber abends per e-mail wichtige Sachen beantworten.
Die nächste Tour, auf der noch Plätze frei sind, findet am 12.8. statt. Es handelt sich dabei um eine Saisontour mit Einführung in die Lama- und Alpakakunde, Picknickpause und Stuten- und Fohlenbesichtigung. Für den Gesamtzeitaufwand müssen Sie etwa 3-4 Stunden einplanen. Bei Interesse bitte melden.

Dienstag, 24. Juli 2012

Der Sommer ist da

Lamas und Alpakas sind trotz Schur hitzeempfindlich. Derzeitig sonnen sie sich kurz und befindent sich ansonsten ausschließlich im Schatten und bewegen sich kaum.


Freitag, 20. Juli 2012

Lamabild

Kürzlich fand eine Wanderung im nassen Gras statt. Wir liefen in Gummistiefeln durch die Gegend. In den nächsten Tagen regnete es häufig und so entstand in einem Bastelraum das folgende Bild. Ich möchte der sechsjährigen Jonna ein herzlichen Dankeschön für ihre Malkünste des Lamas und der beiden Grashüpfer aussprechen. Sehr schön geworden, habe mich sehr gefreut. :) Und natürlich Dank an die Großmutter für die Übersendung der Datei.

Mittwoch, 18. Juli 2012

Keine Insel: der Lamajüngling Mauritius

Regentour heute. Knapp 20 Kinder und 4 Erwachsene stiefelten im Regenwetter durch die Gegend. Wir hatten die kleineren Tiere mitgenommen. Und weil Mauritius gerade dastand und sich neugierig die ganze Einfangaktion ansah (er war mit den anderen zum Einfangen mitgelaufen), haben wir ihn auch gleich mitgeschleppt. Wollte mal sehen, wie er sich verhält. Er hat am Sonntag abend das erste Mal ein Kind gesehen und war perplex. Heute schien er noch überraschter und wußte nicht, wie er auf die vielen lauten wuseligen kleinen Menschen reagieren sollte. An der Führleine eines Erwachsenen hinterherstiefelnd sammelte er seine ersten Erfahrungen mit einer Schulklasse. Aber er nahm sich ein schönes Beispiel an den anderen ruhigen Lamas, die die Aktionen der Kinder größtenteils ignorierten. Am Ende lief er gut und nicht mehr so aufgeregt mit und war - wie die anderen dann aber auch - froh, wieder zurück zu sein. Was man merkte, als ich ihn abhalfterte (er wuchs plötzlich über sich hinaus). Das Verteilen der Leckerlis sah er sich dann lieber mißtrauisch von weitem an.
So plötzlich ins kalte Wasser geworfen, weiß ich jetzt, was ich erst einmal von ihm erwarten kann. Werde schöne lange Spaziergänge zu zweit bzw. zu dritt (mit Tochter auf dem Rücken) mit ihm unternehmen. Freue mich schon - er hat bereits mein Herz gefangen. Ein netter Kerl - wird bestimmt bald ein zuverlässiges Mitglied der Wandertruppe des Märkischen Lamahofes. Fotogen ist er auf jeden Fall. Es gibt Lamas, bei denen man 50 Bilder schießt und maximal ein halbwegs brauchbares für die Veröffentlichung dabeihat. Fotogene Tiere (wie eben genau dieser Mauritius) stehen immer wunderschön stolz da und mit 10 Bildern hat man mind. 8 oder 9 dabei, die man dann ins Internet stellen kann. Wäre es doch immer so einfach .......

Montag, 16. Juli 2012

Schnupperwanderung am Donnerstag

Am Donnerstag gibt es kurzfristig zusätzlich eine Schnupperwanderung um 9:30 Uhr. Es sind noch freie Plätze vorhanden. Als gesamten Zeitaufwand müssen Sie in etwa 2-2,5 Stunden rechnen. Gelaufen wird nicht die ganze Zeit, aber es gibt eine Einführung, die Tiere werden ausgesucht und gefangen und man kann dann die Stuten und die Fohlen bewundern und mit Leckerlis (von uns gestellt) füttern. Für alle ab ca. 3-4 Jahren. Bitte unbedingt vorher anmelden (es geht auch noch kurz vorher bis ca. 9 Uhr am selben Tag).

Neue Tiere

Das Foto zeigt einen Teil der männlichen Herde der Frankenlamas, wie sie neugierig angerannt kam. Hier sind hauptsächlich Lamajunghengste und Alpakas zu sehen.

Zwei Tage Autobahn, 800km, eine Übernachtung bei Freunden, Einfangen und Verladen von Tieren, Herumstiefeln im nassen Gras, nette und interessante Gespräche ... all das führten zu einer Herdvergrößerung vor den Toren Berlins (neues Auto fährt übrigens super):
Wir haben ein paar neue Tiere von den Frankenlamas.

FN Lara Croft: eine schöne große Classic-Stute im Tuxedo-Stil und dichtem Vlies: nicht nur ihre schöne Färbung und ihr Körperbau, sondern vor allem ihre Größe hat es mir angetan. Wir hoffen auf wundervolle und vor allem große Nachzucht von ihr. Derzeit ist sie tragend, aber wird uns ab ca. September für einige Monate auch auf Touren begleiten.

FN Valeria: was für eine wunderschöne Stute mit einer traumhaften Färbung in latte, gräulich, weiß ..... und einer wundervollen Kopfhaltung. Auch sie ist hoffentlich tragend und wird uns ab September begleiten, bevor auch sie dann hoffentlich im nächsten Jahr ein Fohlen bekommt. Valeria ist eine Wooly-Stute, die Erste und Einzige, die wir haben.

FN Mauritius ist ein weißer, stark bewollter Junghengst mit silky-Vlies. Das bedeutet: sehr weich und wundervoll anzufassen. Der Junge braucht noch ein wenig Training und wird uns daher ab ca. Ende August fleißig bei Touren begleiten. Er unterstützt das Wanderteam und ich hoffe, er lebt sich in der Männerherde schnell und gut ein. Bisher scheint er sich jedenfalls mit den großen Lamawallachen (den Chefs) zu vertragen und auch die Deckversuche des Alpakahengstes hat er schnell unterbunden. Er hat auch gleich Freundschaft mit seiner Altersgruppe geschlossen und hängt jetzt mit Caruso und Darwin zusammen.

Beide Stuten haben fleißig ihr neues Gelände erkundet, als ich sie laufen ließ und sich den Hengst auf der anderen Seite angesehen. Hoffe, sie werden sich fabelhaft mit den anderen verstehen.
Dafür sind jetzt Cecilia (die Chefin), Bonnie und Mokka in einem anderen Bundesland zum Decken für schöne Fohlen im nächsten Jahr. Wollen wir hoffen, daß alles klappt.

Und weil ich gerade Fotos hierherpacke: noch nirgends verkündet und ganz klammheimlich wurde auf dem Hof vor einer Woche eine wunderschöne Appaloosa-Stute geboren: FN Onida (siehe Foto rechts).
Außerdem habe ich ein (lebendes) rosa und ein violettes Alpaka gesehen (das war auch vor der Weinflasche). Und für alle, die sagen, daß man unbedingt einen "Catch-Pen" braucht, um ein Lama einzufangen: meine Gastgeberin ist zu einem ihrer Hengste gegangen und hat ihn mitten auf einer ca. 0,5 ha großen Weide einfach so gehalftert, ohne irgendwelche große Einfangaktionen zu unternehmen. Nur mal zum Thema Training - es geht nämlich auch so.
Vielen Dank an meine beiden Gastgeber für alles: Übernachtung, Speis, Trank, Unterhaltung und natürlich die tollen Tiere. Und für den ganzen Rest - Ihr wißt schon Bescheid. Bis bald. :)

Freitag, 13. Juli 2012

Neues Auto

Der Regen hörte heute genau auf, als wir gestern vormittag zur Wanderung loszogen - es schien später sogar die Sonne.
Zum "Fuhrpark" des Hofes: Mein geliebter Renault Kangoo ist nicht mehr so ganz fähig, unseren (neuen) tierbeladenen Hänger zu ziehen. Wir mußten (leider) ein neues Auto kaufen. Dafür hat dieses aber auch Allradantrieb. Hoffe jetzt, nicht mehr im Schlamm bzw. Schnee hinten auf dem Feld steckenzubleiben.
Was das perfekte Auto für Lama- bzw. Alpakabesitzer ist: Ein Auto von der Größe eines Renault Kangoo (hinten mit 1,40m Ladehöhe!!) mit einem mind. 2-Liter-Motor, Allradantrieb und einem unverwüstlichen Getriebe, das sämtliche Feld- und Waldwege mitmacht. Schade, daß es dieses noch nicht wirklich gibt. Daher haben wir jetzt diesen Honda mit Allradantrieb. Hoffe, daß das Auto wirklich so zuverlässig ist, wie man es von der Marke gewohnt ist. Der Test des Allradantriebes ist toll: es fährt sich wirklich ganz anders im Schlamm. Ich glaube aber, daß er noch niemals vorher einen Feldweg überhaupt gesehen hat .... Und er zieht den Hänger auch ohne Probleme. Mein Mann meinte heute ironisch: "As if it was built for this." Als Spitze für die - wie er sagte - Vergewaltigung meiner Kangoo-Nutzung.
Wir überlegen jetzt noch, LPG-Antrieb einzubauen. Ich rechne gerade durch, wie lange es dauert, bis sich das für uns amortisiert.

Donnerstag, 12. Juli 2012

Hofführung

Ich wurde gebeten, einige Termine auch im Blog anzukündigen. Daher hier ein in der letzten Zeit etwas seltenerer Termin:
Am Freitag, also morgen, um 17 Uhr ist wieder eine "Hofführung". Das bedeutet: Einführung in die Lama- und Alpakakunde, Tiere anfassen können/dürfen, Tiere mit von uns gestellten Leckerli (=Mineralfutter für Kameliden) füttern und den Tieren einfach mal richtig nahe sein.Eventuell auch mal eine seltene Vorführung, wie man Stuten mit einem Hengst deckt. Preise wie auf der Homepage angegeben.
Ich würde empfehlen, daß Sie vorher kurz durchrufen, wenn Sie kommen wollen, damit wir auch auf Sie bei einer Verspätung warten.
Anmeldung: 01522-8752653 (bin allerdings zwischen 11 und 13 Uhr nicht erreichbar am Freitag).

Mittwoch, 11. Juli 2012

Fernweh

Mal ein wenig Musik im Blog. Als ich damals in Ecuador arbeitete, war dieses Lied ein großer Hit: "Me voy Me voy" von Gerardo Moran. Man nennt ihn auch die "Nachtigall" von Ecuador. Das Video wurde in Quito aufgenommen - zumindest habe ich einige Plätze daraus wiedererkannt. Die Musik ist für mich ein kleiner Ohrwurm und spukt mir gerade im Kopf herum. Würde gern mal wieder nach Südamerika fahren ........

Sonntag, 8. Juli 2012

Schnupperwanderung am Mittwoch

Eine kurze Meldung: wir haben kurzfristig zusätzlich am Mittwoch eine Schnupperwanderung eingeschoben und es sind auch noch freie Plätze vorhanden. Als gesamte Zeitaufwand müssen Sie in etwa 2-2,5 Stunden rechnen. Gelaufen wird nicht die ganze Zeit, aber es gibt eine Einführung, die Tiere werden ausgesucht und gefangen und man kann dann die Stuten und die Fohlen bewundern und mit Leckerlis (von uns gestellt) füttern. Für alle ab ca. 3-4 Jahren. Der Beginn ist 10 Uhr. Bitte unbedingt vorher anmelden (es geht auch noch kurz vorher bis ca. 9 Uhr am selben Tag)

Mittwoch, 4. Juli 2012

Gestochen

Hatte eine kurze Feierabendtour und machte mich danach an ein wenig Gartenarbeit.
Eigentlich wollte ich noch ein paar Kürbispflanzen im Gemüsegarten umsetzen, aber wurde daran gehindert.
Ich habe das Unkraut "abgemäht", die Kürbisse gegossen und dann das Wasser abgestellt.
Dann bin ich zu den Lamas und habe nochmals dort Wasser und Tiere kontrolliert. Und auf dem Weg dorthin dann innerhalb von ca. 1 bis 2 Sekunden drei! Wespenstiche auf einmal erhalten. Habe sofort die Beine in die Hand genommen und bin geflüchtet. Das Shirt auf dem Weg ins Haus ausgezogen.
Daheim sofort desinfiziert und Deep Freeze - ein Kühlungsgel, das wir noch aus Schottland haben - draufgeschmiert. Bzw. auftragen lassen, da ein Stich direkt in den Rücken bekommen. Zwiebel zur Neutralisation war leider gerade alle.
Jetzt ist es noch nicht ganz dunkel und eigentlich könnte ich noch etwas draußen machen, aber die Stiche brennen höllisch. Ein Glück, daß ich nicht allergisch bin. Werde zum Trost irgendeinen leckeren Tee machen und Eis essen.

Den Lamas geht es gut - ihnen ist heiß und sie suchen im Unterstand Schutz. Der Wasserverbrauch ist zur Zeit hoch. Es könnte auch wieder mal länger regnen - die Weide der Jungs braucht mehr Feuchtigkeit.

Montag, 2. Juli 2012

Gesucht und gefunden

Am Wochenende haben wir woanders übernachtet und heute war ich den ganzen Tag damit beschäftigt, unsere weibliche Katze zu rufen. Die beiden Männlichen kamen an: Spotty-Nose hat gestern abend auf uns gewartet und uns vorwurfsvoll angemaunzt, als wir aus dem Auto stiegen. Scater kam heute früh angerannt. Und Missy habe ich seit Freitag nicht gesehen. Aller paar Stunden ging ich hinunter in den Garten, um sie zu rufen. Normalerweise kommt sie. Heute: nichts. Keine Spur von ihr. War besorgt. Sie ist unsere beste Jägerin - und die einzige weibliche (allerdings kastrierte) Katze in der Gegend.
Abends hatte ich es gerade noch vor dem Regen geschafft, den Lamas ihr Heu aufzufüllen. Ich hatte sie kurzzeitig aus dem Unterstand ausgesperrt, um in Ruhe alles aufzufüllen (Heu, Wasser, Mineralfutter). Ansonsten stehen sie mir ständig im Weg herum. Die ersten Regentropfen fielen, als ich die Tore wieder öffnete und über 30 Tiere mit vorwurfsvollen Seitenblicken zu mir hereinströmte.
Als ich dann meinem Mann von meiner Suche erzählte, wurde mir berichtet, daß sich besagte kleine Jägerin oben in der Wohndiele in einem der Bücherregale zusammengerollt hat. Hmpf! Da muß sie wohl irgendwann tagsüber klammheimlich, als ich mit unserer Tochter im Garten war, ins Haus geschlüpft sein und sich dort verkrochen haben. Dann kann ich mich ja auch ewig heiser rufen!
Das Bild oben stammt von Hrn. R. und zeigt unser Mädchen auf einem ihrer geliebten Dächer.

Donnerstag, 28. Juni 2012

Insektenschutz Bayofly

Ja, ich arbeite an der entsprechenden Seite auf meiner Homepage. Dort gibt es dann einen Überblick über Möglichkeiten zum Schutz vor Insektenplagen für Lamas und Alpakas.
Heute nur ganz kurz, was ein Tierarzt einem meiner Tiere verabreicht hat:
Bayofly® Pour-On von der Firma Bayer.
Das Zeug ist etwas zäh und gelartig und hält viel besser auf der Haut als Butox. Wird auch auf dem Rücken verteilt. Lt. Hersteller zeichnet sich das Mittel durch eine hervorragende Wirksamkeit gegen alle wirtschaftliche bedeutsamen Weidefliegen und Bremsen aus. Man kann es sofort und ohne Wartezeit (für Milch und eßbares Gewebe) auch bei laktierenden Kühen einsetzen. Auch mehrfach pro Weidesaison. Nur bei Kälbern wird gewarnt - sie sollen ein Mindestgewicht von 100 kg erreichen.

Chemischer Name: Cyano(4-fluoro-3-phenoxyphenyl)methyl 3-(2,2-dichloroethenyl)-2,2-dimethyl- cyclopropanecarboxylate
Dosis: 10ml auf 100kg Körpergewicht.

Hier eine Zusammenfassung der Wirkung des Mittels auf Gnitzen

Derzeitig habe ich noch nichts Negatives gefunden, was die Anwendung des Mittels behindern könnte. Über Informationen diesbezüglich wäre ich dankbar, falls jemand etwas weiß.
Das Mittel wird nicht resorbiert, sondern verteilt sich durch einen "Dachschindeleffekt". Ich weiß nicht, ob das bei Lamas und Alpakas auch funktioniert, aber die eine Erfahrung bei mir hat gezeigt: ich habe auf dem vorher geplagten Tier kein Insekt mehr gesehen. Lt. Tierarzt ist Bayofly wirksamer als Butox. Beim Durchlesen des Wirkungsmechanismus stelle ich fest, daß eigentlich dadurch die Anzahl der Insektenplagen dezimiert wird.
Hier ein sehr guter Link, der viele Fragen zum Mittel beantwortet und die Informationen schön übersichtlich darstellt.

Dienstag, 26. Juni 2012

Abendfüllend

Seit Wochen verbringe ich meine Abende mit Papierkram, der so im Laufe des Arbeitstages anfällt. Unglaublich immer noch, wieviel Formulare Landwirte und Gewerbetreibende so ausfüllen müssen. Und dazu noch Buchhaltung, etc.
Auch privat war es letztens es ähnlich. 16 Seiten Formular, dazu 35 Seiten Erläuterung, wie man das Formular ausfüllt. Worum es diesmal ging? Um eine Ausweisbeantragung für unsere Tochter, zur Abwechslung mal nicht für die deutschen Behörden, sondern die britischen ..... Hier gebe ich ehrlich zu, daß der Kinderausweis in Deutschland wesentlich einfacher ist.

Offenlegung der Agrarsubventionen

Den Artikel hatte ich mir letztes Jahr mal auf die Merkliste gesetzt. Das Thema kommt immer wieder hoch:
http://www.geo.de/GEO/natur/oekologie/67503.html
So ganz richtig ist das mit dem Besitz der Gebiete nicht - sie müssen nachweislich bewirtschaftet werden, um bestimmte Subventionen zu erhalten.
Noch ein Kommentar zu Brachflächen: Lt. nationalem dt. Gesetz müssen Grünflächen (auch Brachflächen) mindestens einmal im Jahr abgemäht werden. Sonst droht dem Besitzer eine Strafe (Ordnungswidrigkeit).

Samstag, 23. Juni 2012

Bussardküken

Ganz hinten auf der Weide habe ich ein Tier gesucht (und gefunden). Als ich mich umdrehte, entdeckte ich in nur 5 Metern Entfernung auf einem Pfosten ein Greifvogeljunges. Meiner Ansicht nach ein junger Bussard - wir haben hier ein Pärchen. Für Falken war der Vogel zu groß. Er saß da und starrte mich an, flog auch nicht weg. Leider ist das Foto, das ich gemacht haben, nur unscharf geworden.
Aber schön war er.

Dienstag, 19. Juni 2012

Training: Füße heben

Und hier ein weiteres Kapitel in meiner kleinen Reihe Lamatraining (sie gilt natürlich auch für Alpakas).
4. Füße auf Kommando anheben
Dies gehört zum Grundtraining eines Lama oder Alpakas und sollte von jedem Tier unabhängig von seiner eingesetzen Verwendung freiwillig erbracht werden. Es gehört zum Herdmanagement und zur allgemeinen tiermedizinischen Versorgung. Es ist auch eines der Trainingslektionen, die Vertrauen zum Menschen vorraussetzt.
Die Tiere sind Fluchttiere. Das bedeutet, daß ihr Instinkt zuallererst die Flucht bedeutet und erst danach den Kampf (bei Raubtieren ist es umgekehrt). Indem sie uns ihre Füße geben, berauben sie sich selbst der Wegrenn-Möglichkeit und begeben sich damit komplett in unsere Hand. Es ist durchaus möglich, ein Tier dazu zu zwingen (bei einem Alpaka aufgrund der Größe sicherlich bedeutend einfacher als bei einem Lama). Aber die Verletzungsgefahr sowohl für Mensch als auch für das Tier sind hoch und die Beziehung zwischen beiden wird nicht unbedingt verbessert. Es ist also durchaus nicht nur notwendig, sondern auch nützlich, den Tieren das Heben der Füße auf Kommando beizubringen.
Wann wird es benötigt? Beim Nagelkürzen hauptsächlich. Beim Trekking ist es für die Kontrolle der Füße extrem wichtig und auch notwendig: bei der abendlichen Kontrolle, ob sich kleine Steinchen zwischen Nagel und Sohle eingeklemmt haben oder sich irgendetwas Spitzes in die Ledersohle bohrt. Ein lahmes Lama hat fast immer nur irgendeine Kleinigkeit, die durch die regelmäßige Kontrolle der Sohlen vermieden oder behoben werden kann. Da man unterwegs weder die Zeit noch die Möglichkeit hat, sich mit einem sträubenden oder losreisenden Lama auseinanderzusetzen, sollte diese Lektion ausführlich vorher antrainiert werden und auch sitzen.
Bei einer Show ist das Vorführen dieser Trainingslektion meiner Erinnerung nach derzeitig nicht notwendig. Sollte das Tier jedoch die Therapiebegleitprüfung ablegen sollen, wird dort das freiwillige Füße-Heben kontrolliert.
Noch ein kleiner Hinweis, da ich dies sehr häufig sehe: Lamas und Alpakas sind keine Pferde! Bitte ziehen Sie die Hinterbeine der Tiere nicht nach hinten oder zur Seite weg, wenn Sie die Nägel beschneiden wollen. Den Tieren schmerzt dies nicht nur, sondern sie verlieren dadurch auch ihr Gleichgewicht und kämpfen natürlich für die Rückgabe ihres Beines.
Wie oft? Wenn es notwendig ist! Eine Daumenregel: je mehr Fasern ein Tier hat, desto schneller wachsen auch die Nägel und je weicher der Untergrund, desto weniger nutzt sich der Nagel ab.

Montag, 11. Juni 2012

Plüschalpakas neu eingetroffen

Nachdem ich jetzt eine Weile ausverkauft war, freut es mich, die Ankunft von neuen flauschigen Plüschalpakas anzukündigen. Heute vormittag kamen sie bei strahlendstem Wetter an. Einige wurden von mir gleich für eine Fotoshooting aufgestellt. Ein paar von ihnen sind bereits vorbestellt, die anderen warten auf neue Besitzer, die sich an ihnen erfreuen werden. Wenn Sie Interesse haben, schreiben Sie uns einfach oder rufen Sie uns an. Jedes Tier ist ein Unikat und sieht nicht wie das andere aus. Ich habe sogar einige gepunktete Tierchen parat.
Jedes Tier ist ca. 18 cm hoch und komplett aus Babyalpaka. Auch mit Alpakafaser ausgestopft und damit auch für Tierhaarallergiker geeignet.

Eine Einjährige inspiziert die flauschige Dekoration auf dem Tisch.

Sonntag, 10. Juni 2012

Schertag 6

Heute in der Mittagszeit wurden noch 5 Tiere geschoren: Eldor, Baldur, Sisal, Corwin und Caruso. Eigentlich fehlt nur noch Mara und dann sind für dieses Jahr alle, die geschoren werden sollten, durch.

Freitag, 8. Juni 2012

Scheren 2012 Teil 5

Schertag in der Uckermark 2012 auf dem Hof von Ursula und Bernd Funke, dem Alpakapark Funke.
Halb 6 ging es bei mir hier früh los mit Tiere einfangen, verladen und in den Norden fahren. Ich habe meine Alpakas und Mowgli, den Huarizo-Wallach mitgenommen.
Dieses Jahr kam der Scherer Adam Riley mit Bruder höchstpersönlich. 69 Tiere wurden gestern von ihrem (zu) warmen Vlies befreit. Die Klauen wurden beschnitten, Zähne kontrolliert, etc. Trotz wachsender Müdigkeit bei allen Anwesenden und fortgeschrittener Stunde gab es nicht einen Fehlschnitt, jede Bewegung saß. Die Tiere wurden im Liegen geschoren, weil dies für halb- oder untrainierte Alpakas die sicherste Methode ist, sie schnell und vor allem verletzungsfrei (für die Tiere) von ihrem wärmenden Vlies zu befreien. Bei trainierten Tieren kann man natürlich auch im Stehen scheren, aber das trifft auf die wenigsten Alpakas zu.
Die Tiere wurden von Adam Riley schnell und professionell geschoren. Jedes Vlies in jeweils 2 Qualitäten eingeteilt und verpackt. Faserproben für Labore in Umschläge gesteckt. Alles beschriftet. Und Extrawünsche bezüglich der neuen Frisur (bei meinen Alpakas) wurden auch berücksichtigt. Und netterweise haben sie mir meine eigenen Klingen für meine Schermaschine auch gleich noch mitgeschliffen. Ging extrem schnell. Drei Lamas stehen in den nächsten Tagen noch an und dann bin ich durch für 2012 - ich schere nicht alle Lamas jedes Jahr, da ich viele Ccaras dabeihabe. Für nächstes Jahr habe ich auch gleich scharfe Klingen. Schön.
Was die Verletzungen von Domino angehen, werde ich das noch in einem Extra-Eintrag kommentieren.
Zwischendurch am Nachmittag waren wir etwas abgelenkt von einer Stute, bei der es so aussah, als ob sie das Fohlen gleich gebären würde. Aber dann schien sie es wieder in sich hineinzudrücken und wir standen ohne Live-Alpakageburt da. Schade eigentlich. Hatte so schön meine Kamera dabei.

Zum Schluß gab es dann noch etwas vom Grill. Danke an den Grillmeister Heiko und an die Hausherren für die Verpflegung.
In netter Runde wurde es dann doch etwas länger als geplant. Ich habe dann um 23 Uhr den Heimweg angetreten und war ganz froh, meine Praktikantin zum Wachhalten dabeigehabt zu haben. Sie hat gut durchgehalten. Weit nach 2 Uhr waren alle Tiere verstaut, P. nach Hause gebracht und ich betrat das Haus für den wohlverdienten Schlaf - aus dem ich leider 3 Stunden später schon wieder geweckt wurde ...
Und hier ein paar kleine Impressionen:
Erst einmal muß das Gerät gründlich inspiziert werden.

Ein Küßchen in Ehren kann keiner verwehren. Fohlen kontrolliert menschliche Mami, während echte Mami gerade ihr Vlies "verliert".

Mowgli, das definitiv größte Kamelid auf dem Hof heute: der Huarizowallach, der in seinen 7 oder 8 Lebensjahren das 1. Mal geschoren wurde. Daher auch erst einmal wie ein Alpaka: eine Komplettschur. In den nächsten Jahren werden wir sehen, ob wir ihm eine Lama- oder Alpakaschur angedeihen lassen.
Klingen bzw. Schermesser schleifen.Ein entspanntes Bild nach dem Scheren. Nur das kleine Fohlen sieht sich irritiert um: alle riechen zwar noch gleich, sehen aber ganz anders aus!Ein Lob dem Grillmeister Heiko (und den Hofherren Funke für das Essen)
Links Bernd Funke, rechts Adam Riley nach dem Scheren beim Grillabend.

Mittwoch, 6. Juni 2012

Schurtage Teil 4

Heute waren die Lamas wieder trocken und die Schur ging weiter.
Indira stand wie eine Eins und ich habe ihr eine Körperschur verpaßt - also den Körper ohne Hals. Wunderschöne weiche Wolle in einer sagenhaften hellrotgrauen Farbe.
Aymara und Mokka waren heute auch dran. Vor allem Aymara schien einen schlechten Tag zu haben. Sie zappelte herum und trat auch zweimal aus. War recht überrascht, weil sie sonst immer so ruhig stand. Notiz an mich selbst: am besten das nächste Mal im Lamastand.
Bisher sind alle Tiere dieses Jahr lediglich mit angebundener Leine geschoren worden.
Die beiden Fohlen Apollo und Odin haben auch gleich mal einen Ausflug in der Gegend neben ihren Müttern gemacht. Wir haben sie frei herumlaufen lassen, als wir die Tiere für die Schur ans Haus holten.
Morgen kommen die Alpakas und Mowgli dran. Bald bin ich mit allen Tieren, die dieses Jahr geschoren werden, durch.

Freitag, 1. Juni 2012

Kindertag auch auf dem Lamahof

Nachdem ich gestern Pacari für geburtsbereit erklärt habe, hat heute mittag ihr Fohlen das Licht der Welt erblickt. Ein kleiner dunkelbrauner Hengst, den ich Perun genannt habe. Perun ist der slawische Donnergott - ein passender Name, da gestern Nacht endlich der ersehnte Regen gekommen ist. Ein süßer kleiner Kerl. :) Auf dem Foto ist er gerade getrocknet, noch ein wenig wacklig und besteht hauptsächlich aus Beinen.

Donnerstag, 31. Mai 2012

Warten auf Pacari

Habe vorhin gerade nachgesehen - Pacari ist leicht geweitet und angesichts ihres Verhaltens in den letzten Tagen würde ich sagen, daß wir nicht mehr lange auf ihr Fohlen warten müssen. Bin schon gespannt - ich habe eine Vermutung bezüglich der Farbe, aber das Geschlecht ist natürlich eine Überraschung. Pacari ist eine meiner größten Stuten (über 1,20 Widerrist), ein Classic und mit Inti gedeckt. Hoffe auf ein schönes großes und korrektes Tier aus dieser Verbindung.

Illapa sei Dank

Der Regengott der Inkas ist Illapa. Hatte schon überlegt, mein nächstes männliches Fohlen nach ihm zu benennen, wenn er unser Flehen nach Regen für das verdurstende Land nicht erhört hätte. Aber jetzt soll ein wenig Wasser herunterkommen - zumindest nach Wettervorhersage. Derzeitig nieselt es nur unentschieden. Auf der vorderen Weide hat schon das Gras an einigen Stellen eine gelbliche Färbung angenommen. Auf der großen Fläche braucht es auch Regen - ist aber nicht ganz so schlimm.

Mittwoch, 30. Mai 2012

Hexenschuß

Habe heute gelernt, was genau ein Hexenschuß ist. Konnte letzte Nacht kaum schlafen und jede Bewegung schmerzt unglaublich. Muß ich mir gestern abend irgendwann nach dem Scheren eingefangen haben (nein, nicht beim Scheren). Und sicherheitshalber hat mich mein Mann zum Orthopäden geschickt. Wollte gar nicht, aber er bestand darauf und ich konnte vor lauter Bewegungsunlust nicht ausreichend protestieren. Bin daher hin.
Habe Spritzen und Schmerzmittel bekommen und frage mich jetzt, wie ich meine noch nicht laufende Tochter aus dem Bett heben und die Treppe heruntertragen soll. Es tut nämlich immer noch alles weh. Fühle mich sehr alt - obwohl der Arzt meinte, das bekommen nur junge Leute, die ihre Muskeln falsch überbeanspruchen. Hmmmm ......
Jetzt habe ich eine Krankschreibung - die soll ich bei meinem Arbeitgeber vorlegen und freinehmen. Der Arbeitgeber bin ich selbst - und meine Tiere müssen trotzdem versorgt werden. Manchmal ist ein Arbeitnehmerverhältnis doch viel einfacher. Ich hoffe, das geht alles schneller vorbei, als der Arzt mir verkündete.

Dienstag, 29. Mai 2012

Lamaschur Tag 3

Nachdem die Lamas so wundervoll gebürstet wurden, kam heute auch gleich bei den zwei weiblichen Jährlingen die Schur dran, zusammen mit Cassandra. Habe den Mittagsschlaf meines Babys für Klingenwechsel und Lamaschur genutzt. Gerade, als ich mit Belana fertig war, gab der Babymonitor Geräusche wieder, die mich zum Beenden des Scherens riefen. Aber wir waren sowieso fast fertig.
Sowohl von Belana, als auch von Sahara werde ich Faserproben einschicken - sie haben beide ein wundervolles Vlies - Belana noch besser als Sahara. Jetzt kann man auch wieder erkennen, daß sie eigentlich grau ist. Sie bleicht nur nach braungrau aus.

Jährlingsbilder

Habe gerade wieder Praktikanten auf dem Hof und gleich die Chance genutzt, ein paar Fotos von den Jährlingen zu machen, während ich die beiden Schüler dirigierte: "halben Schritt nach vorn, ein Schritt zur Seite, einen großen Kreis bitte, .... ".

Darwin (mittelbewollt) hier wurde von Paula ganz wundervoll flauschig und sauber gebürstet. Ein superschönes griffiges Gefühl - hier werden wir auch eine Faserprobe untersuchen lassen. Die Fransen an den Ohren werden wie auch bei Dakota und Dana bleiben. Ein pfiffiger - und extrem neugieriger kleiner Kerl. Darwin wird später zum Verkauf stehen.

Caruso (leicht bewollt, Classic), hier beim Fressen unterbrochen, ist ein Schatz mit einem wundervollen dichten Double-Coat: feines Untervlies und gleichmäßige Bedeckung mit Grannenhaaren. Wir haben große Hoffnung auf ihn für eine tolles Freizeit- bzw. Arbeitslama: sowohl als Trekkingtier, als auch als Therapiebegleittier. Den Charakter dafür hat er, bis jetzt auch den entsprechenden Körperbau und die Bewollung. Caruso steht später zum Verkauf.

Belana (leicht bewollt, Classic) hat wieder dieses großartige feine Untervlies mit den gleichmäßigen Grannenhaaren darüber, die ich bei dieser Linie so schätze. Ein korrekter Körperbau ist quasi vorprogrammiert. Sie ist wahrscheinlich eine der letzten der Linie, da ihre Mutter inzwischen 16 und ihr Vater 17 Jahre alt ist. Eine wirklich erfolgreiche Verbindung. Belana wird nicht verkauft und verbleibt in der Stammherde bei uns als Zuchtstute.

Sahara (leicht bewollt, Classic) hier hat eine sehr feine Unterwolle. Ich bin mit ihrer Beinstellung von hinten nicht so ganz zufrieden, hoffe aber, daß sich das mit dem Wachsen noch legt. Daher verbleibt sie erst einmal bis zum Zuchtalter von 3 Jahren auf jeden Fall bei uns.

Freitag, 25. Mai 2012

Odin Zadik

Inzwischen haben wir auch einen Namen für den kleinen Hengst von Indira Zadik: Odin Zadik. Und hier ein Bildchen. Süß sind die kleinen weißen Schuhe .....

Donnerstag, 24. Mai 2012

Lamaschur Teil 2 von 2012

Heute morgen bot sich das Einfangen von 4 Stuten regelrecht an und da haben wir sie uns geschnappt zum Scheren: Baila, Dana, Ayla und Lilly. Alles relativ frei (also nur vorn angebunden) und natürlich im Stehen. Hatte heute Hilfe beim Festhalten von meiner Praktikantin und ihrem Freund. Baila und Dana wurden schon geschoren und kannten das. Bei Ayla war es das 1. Mal und sie hat anfangs noch herumgezappelt. Bis sie dann merkte, daß es gar nicht schmerzt, kein Einstich kommt - und dann ging es einigermaßen. Ich habe meine "neue" Schermaschine benutzt und nur unterm Bauch dann die Resthärchen mit der Schere manuell gekürzt. Unter anderem auch, weil ich den Tieren fast unter den Bauch gekrochen bin, um noch die letzten Härchen zwischen den Vorderbeinen wegzuschnippeln. Jetzt kann der Wind schön kühl dort durchziehen. Während ich Hera gestern relativ nahe der Haut geschoren habe, wurden heute ein bis zwei Zentimeter stehengelassen. Vor allem bei Ayla war ich sehr darauf bedacht. Warum? Weil ich hauptsächlich Classics habe: sehr feine Fasern, aber sie wachsen nicht so schnell und ich möchte nicht, daß sie im Winter frieren. Normalerweise schere ich Classics nur aller 2 Jahre, wenn überhaupt. So ganz gleichmäßig ist es mir nicht gelungen, den Abstand mit der Schermaschine immer einzuhalten, bin aber trotzdem recht zufrieden. Den Tieren wird kühler sein und im Winter dann nicht zu kalt. Ungleichmäßigkeiten sind in einigen Wochen oder wenigen Monaten sowieso nicht mehr zu sehen.
Lilly ist die weibliche Huarizodame, die ich heute auch unters Messer genommen habe. Sie hat mir die Maschine zwar zweimal aus der Hand getreten, aber dann verstanden, daß ich ihr nichts Böses will. Lilly hat ein wenig mehr als nur Sattelschur erhalten. Das war die erste Schur ihres Lebens. Die Fasern sind sehr dicht und es war auch staubig. Wegen ihres Vlieses ist jetzt mein erstes Messerset stumpf geworden. Ich habe noch Ersatz und muß das erst einmal zum Schleifen geben. Frage mich, ob es hier in der Nähe jemanden gibt. Diesmal nehme ich sie jedenfalls Anfang Juni in die Uckermark mit und frage den Scherer dort, ob er die Zeit hat, mir das schnell zu schleifen. Vielleicht habe ich ja Glück.
Und auch hier wieder: wenn jemand seine (wenigen) Alpakas zum Scheren geben muß und hier in der Nähe wohnt: kurz Bescheid geben. Übernächste Woche Donnerstag geht es wieder zum Alpakapark Funke zum Schertag. Sicherlich kann man das eine oder andere Alpaka dann dort auch gleich mitscheren lassen.
Bei Domino muß man dieses Jahr besonders vorsichtig sein - wir haben am Hals noch Bisswunden entdeckt gehabt ........
Und noch ein paar Bilder später wieder zurück auf ihrer Weide.