Sonntag, 26. Juli 2015

Ich bin schick!

Der kleine Sandokan Zadik - ein stolzes Kerlchen. Wenn man seine Schwestern so ansieht, wird er später ein sehr schönes elegantes, großes Classic-Lama werden. Bin schon gespannt. Dies ist das letzte Fohlen dieser genetischen Kombination, da der Vater leider mit 20 Jahren im Frühjahr gestorben ist. Seine Erben sind traumhaft ....

Donnerstag, 23. Juli 2015

Fohlen wachsen

So viel passiert, daß ich gar keine Zeit hatte, alles zu verbloggen ... Werde ich nachholen. Aber erst mal habe ich nach langer Zeit wieder mein Cover-Foto auf dem facebook-Konto geändert. Zu sehen sind die Fohlen Sandokan, Carida, Galileo und Nero .... hier bei einer kurzen Spielpause. Die beiden Fohlen links sind noch von Inti - die beiden Fohlen rechts von Kafka (die beiden rechts sind auch älter).
Quelle: https://www.facebook.com/maerkischer.lamahof

Mittwoch, 15. Juli 2015

Die ersten 24 Stunden

Ich wollte noch einige Bilder nachreichen. Das ist die kleine Carida an ihrem ersten Tag. Sie ist das letzte Fohlen dieser Genetik (Cassandra x Inti), da es den Vater leider nicht mehr gibt. Er ist nach 20 Jahren im Frühjahr gestorben. Aber er hat sehr schöne Erben hinterlassen ....

Montag, 13. Juli 2015

Melancholisch

Was das oben im Bild ist? Einige Bilder sollte man ja nicht online stellen, aber dies ist - unter anderem auch - ein landwirtschaftlicher Blog, deshalb auch mal etwas, wo wahrscheinlich die männlichen Leser, die weniger damit zu tun haben, die Beine überkreuzen werden. Eine der Kehrseiten der Landwirtschaft ist die Zuchtauswahl. Nämlich die, bei der man entscheidet, welche Gene weitergegeben werden und welche nicht. Bei den herausoperierten Hoden oben (zwei Kastrationen heute) handelt es sich eigentlich um hervorragende Genetik von Spitzentieren, die ich damit auf Eis lege. Die beiden, die es heute "erwischt" hat, hätten eigentlich das Zeug zu fabelhaften Zuchthengsten gehabt - mit langen Stammbäumen, hervorragenden korrekten Körperproportionen, netten Charakteren, .... Ich habe mich aus verschiedenen Gründen dazu entschlossen, nicht ohne eine gewisse Bitterkeit und sehr, sehr schweren Herzens. Noch nie tat mir die Kastration zweier Tiere so leid wie heute - mein Züchterherz blutet (nein, die beiden haben dabei so gut wie gar nicht geblutet). Aber rein aus organisatorischen Gründen (nicht aus Züchtergründen) mußte es heute sein. Eigentlich hatte ich für beide Hengste einige Stuten dieses Jahr vorgesehen gehabt.
Den beiden geht es gut - sie stehen wieder, fressen und sehen zwar etwas müde und verschlafen aus, aber haben mir schon wieder aus der Hand gefressen. Interessant fand ich, dass die Hoden des Classic-Lamas fast 50%ig größer waren als die des Woolys. Normalerweise ist es umgekehrt. Den beiden gute Besserung. Sie bekommen am Mittwoch nochmal Antibiotika gespritzt und normalerweise verheilt das innerhalb kürzester Zeit.
Und jetzt bin ich mental müde und auch immer noch traurig. Und der Himmel weint .... Gute Nacht.

Donnerstag, 9. Juli 2015

Facebook

Ich habe einen facebook-account, den ich sporadisch auch nutze. Nicht so häufig wie viele andere, aber ab und zu schon. Manchmal bekomme ich dabei sogar einigen "Klatsch und Tratsch" mit. ;) Auf einmal war dieser jedoch verschwunden - und ich sollte mich facebook gegenüber ausweisen. War sehr baff. Meinen (nicht vorhandenen) Ausweis habe ich natürlich nicht eingescannt, aber einen Briefkopf von einer Rechnung (der GEZ) dann nach einigen Stunden gründlichen Überlegens dann doch. Es steht ja auch auf fb meine Adresse, Telefonnummer, url, etc. Also nichts, was sie nicht sowieso schon wüßten. Und dann wurde ich nach 24 Stunden oder so wieder freigeschaltet. Mit einer Nachricht:
"Hi Märkischer Lamahof,
It looks like your account was suspended by mistake. I'm so sorry for the inconvenience. You should now be able to log in. If you have any issues getting back into your account, please let me know.
 ... "

*seufz* Ok, das freut mich dann doch. Wäre schade gewesen um die doch schon seit einiger Zeit laufenden Nachrichten und der Ansammlung von Kontakten, deren literarische Ergüsse mich in den - zugegebenermaßen - seltenen schlaflosen Nächten unterhielten.

Mittwoch, 8. Juli 2015

Caja geschoren

Ich hatte Cajamarca - die neue Stute - vorletzte Woche doch noch geschoren und ihr eine Sattelschur verpaßt. Das war ganz gut bei der Hitze, die kam. Caja stammt auch aus der Linie wie das neugeborene Fohlen von Cecilia. Die Urgroßeltern von Cajamarca sind teilweise die Gleichen wie die Großeltern von Inara, dem ebenfalls gepunkteten Stutfohlen.

Montag, 6. Juli 2015

Wind rettet über die Temperaturen hinweg

Meine Weide ist glückerlichweise fast immer von Wind gesegnet. Im Winter zwar etwas kühl, aber im Sommer der Retter der Tiere. Die Brise schafft ihnen spürbare Abkühlung und hilft ihnen über die Hitze hinweg. Heute war recht viel Wind und die Tiere haben - trotz über 30°C - teilweise mittags in der Wärme freiwillig in der Sonne gegrast, obwohl sie durchaus auch in den Schatten hätten gehen können. 
Der Wind sorgt auch leider ab und zu dafür, daß die Pappeln auf der Westseite auf meinen Zaun fallen. Letzte Nacht hat es wieder eine erwischt - zum Glück aber nicht auf meinen Zaun.
Wenn ich jedoch wählen könnte zwischen jederzeit intaktem Zaun und der Abwesenheit der Bäume: meine Wahl fällt immer auf das Vorhandensein der Riesen. Die Pappeln sind am Ende ihrer Lebenszeit und ich hoffe, sie halten noch durch. Sie sind nämlich ein wichtiger Schattenspender für den Nachmittag bei mir auf der Weide. Ich überlege gerade, was ich vorsorglich auf meiner Seite pflanzen könnte - das wird nur schwierig sein mit dem E-Zaun. Mal sehen, was ich mir einfallen lasse. Weiden und Holunder wachsen schnell und gut hier.

Samstag, 4. Juli 2015

700 Jahre Niederlehme und Alpakafohlen

Heute morgen erblickte ein kleines weißes Alpakamädchen das Licht der Welt. Sie ist noch ein wenig wacklig auf Beinen, aber die Mama paßt gut auf. Bilder werden nachgereicht.
Ich war heute auf der 700-Jahr-Feier in Niederlehme. Glücklicherweise hatte ich gestern den Platz nochmal wegen Schatten kontrolliert. Ich glaube, bei uns und den Tieren war auch die einzige Brise auf dem Platz. Es ging also ... 
Nachdem Tiere abgesetzt und alles kontrolliert und Auto abends ausgeladen war, ging es direkt mit der vierjährigen Tochter an den See für die dringend benötigte Abkühlung. Kann ich allen nur empfehlen: erfrischend!
Morgen ist Pause für alle. Ich hatte - glaube ich - das letzte Mal kurz nach der Geburt meiner letzten Tochter einen Tag "frei".

Freitag, 3. Juli 2015

Wanderung abgesagt

Hiermit sage ich die Wanderung am Sonntag, 5.7.2015, offiziell ab. Es tut mir leid, aber diese Hitze kann und möchte ich meinen Tieren nicht zumuten auf einer Tour. Und auch für Sie wird es besser sein. Auch wenn es im Wald schattiger und kühler sein wird, ist doch die erzwungene Sonnenexposition zwischendurch zuviel. Ich hoffe, Sie haben Verständnis.
Alle Gutscheine, die von uns ausgestellt und eingelöst werden sollten, werden damit natürlich verlängert.

Mittwoch, 1. Juli 2015

Fohlen Nr. 4

Fohlen Nummer vier ist heute gekommen - jetzt scheint es Schlag auf Schlag zu gehen. Die Stuten haben wohl keine Lust mehr, bei der Hitze schwanger zu sein. 
Käte hat heute ihr insgesamt 4. Fohlen bekommen. Nachdem sie mir mit Inti bisher zwei Stuten bescherte, ist es jetzt ein Hengstfohlen geworden. Wenn er so schön wird, wie seine beiden Schwestern, wird es ein prima großer Classic-Deckhengst werden. Das kleine neue Hengstlein ist der Onkel von Galileo, der vor knapp 2 Wochen geboren wurde.
Nero, das älteste Fohlen dieses Jahr begrüßt den neuesten Spielkameraden.
Jasmin hatte heute abend Blut hintendran - ich vermute mal, sie wird die nächste sein - heute nacht oder morgen.

Frühversorgung

Heute früh vor dem Ausmisten und Füttern ruhte sich auch die neue Kleine aus:

Dienstag, 30. Juni 2015

Langes Warten

Lange habe ich gewartet - auf genau dieses Fohlen ....
Laut Rechnung und der Tragezeit der vergangenen Jahre war Cecilia fällig. Am Sonntag vormittag sah sie aus, als ob es wirklich bald kommen würde. Ich hatte fast erwartet, am Abend nach der Wanderung ein neues Fohlen zu sehen. Aber dem war nicht so. Und auch am Montag half mein mehrfaches Erscheinen auf der Weide natürlich nicht. Es ist, als ob man einen Topf am Kochen hindert, indem man ihn intensiv anstarrt - es dauert länger.
Auf dem folgenden Foto sieht man Cecilia, wenn sie kurz vor der Entbindung steht: das Euter ist geschwollen, die Vulva hinten länger gezogen und geschwollen, an der Seite gibt es eine dickere Ader, die man bei Classic-Lamas oder frisch geschorenen Tieren gut erkennen kann, die Tiere sondern sich mehr ab, sind zickiger, ...... 
schon geschwollen
Hier konnte man schon deutlich die Schnauze des Fohlens sehen, wie es sich dem Ausgang entgegenpreßte. Es lag also richtig! :) Das ist 2 Tage vor der Geburt.

Und natürlich habe ich die Geburt verpaßt, da ich heute nach Berlin fahren mußte. War ja auch klar .... Aber das Fohlen war am frühen Abend, als ich die Herde kontrollierte, putzmunter, trank schon fleißig und lief durch die Gegend. Eine kräftiges kleines Lamababy, hat recht dichte Fasern.
Und das Beste? Es ist eine Stute! Ich habe dies so sehr gehofft - weil es nämlich das allerletzte Fohlen von Cecilia sein wird. Die 18jährige Stute geht danach bei mir in Rente. Und ich hatte mir sehr gewünscht, daß sie ihr letztes Fohlen behalten kann. Nach dem Absetzen kann sie mit ihrer Tochter zusammenbleiben. Sie hat mir nämlich ansonsten fast nur männliche Tiere geboren - schöne Tiere, die aber nicht in der Stutenherde und mit ihr mitlaufen konnten. Und so hat meine Leitstute ihre Erbin hinterlassen und kann mit ihr für den Rest ihrer Tage zusammenbleiben. Ich freue mich so - nicht nur auf die Stute, sondern vor allem für Cecilia. 
Die Kleine ist gepunktet - das ist zwar keine übermäßig große Überraschung, aber eigentlich hatte ich doch ein rotes Fohlen erwartet - so wie Iñaci auch, der vom gleichen Hengst stammt. Ich hoffe, die kleine Inara Zadik wird auch so ein schönes, korrektes und großes Classic-Lama wie ihr Vollbruder werden.
In diesem Sinne: Willkommen in der Welt - wir haben lange auf Dich gewartet, Kleines!
Im Licht der untergehenden Sonne ....
Im letzten Licht der Sonne, einige Stunden alt

Samstag, 27. Juni 2015

Cajamarca de Oro

Mitte Juni war ich ein Wochenende unterwegs und holte eine österreichische Stute aus dem Süden ab. Die Stute ist die Enkelin von meinem Inti und eine Großnichte von meiner Cecilia. Ich wollte die genetische Kombination in weiblicher Form bei mir in der Herde behalten und habe mir daher diese Stute "zurückgeholt". Ein sehr nettes Lama - sie muß noch ihren Platz in der Herde finden, da sie daheim sehr dominant war, aber hier meine älteren Stuten ranghöher sind. Aber sie setzt sich schon durch. Ich hoffe, sie findet bald richtig gute Freundinnen.


Mittwoch, 24. Juni 2015

Rezept für Holunderblütensirup

Letztes Jahr hatte ich mehrere Liter Holunderblütensirup und HUGO-Sirup fabriziert. Einige wenige Flaschen verschenkte ich, die anderen nutzte ich selbst für verschiedenste Zwecke: Eiskrem (sehr lecker mit Vanille), Cappucchino, Getränke, Kuchen, Eierkuchen, ..... Der Geschmack läßt sich einfach nur mit "blumig" beschreiben. Sehr lecker.
Vor knapp zwei Wochen hatte ich dieses Jahr meinen Sirup-Tag. Und da ich nach dem Rezept gefragt wurde - das ist kein großes Geheimnis. Ich habe hauptsächlich die bei uns im Garten und nahe bzw. auf der Lamaweide wachsenden Blütendolden verwendet. Ich bin kein großer Fan der Beeren und habe daher nicht wirklich Bedarf dafür. Aber eine Freundin von mir wollte die Beeren haben und so ließ ich einige schöne Dolden für sie stehen.
Ich persönlich verwende einen 3 Liter großen Keramik-Rumtopf und ein 2 Liter großes, fest verschließbares Glas dafür. Das Rezept habe ich jetzt auf eine kleinere Menge ausgelegt - bitte entsprechend der eigenen Gefäße anpassen.
  • 25-30 Blütendolden. Aufpassen, daß sie schön blühen, noch nicht verwelkt sind und möglichst keine Knospen haben
  • 1 Liter Wasser
  • 1 kg Zucker
  • 2-3 Limetten (Zitronen gehen auch)
  • eine Handvoll Minze
Die Anzahl der Blütendolden ist eine reine Schätzung. Ich packe immer soviel hinein, wie hineinpaßt. Die Dolden packe ich umgestülpt für ca. 15-20 Minuten nebeneinander auf ein Tuch, damit Tiere noch wegkrabbeln können.
Das Wasser habe ich abgekocht und in dem heißen Wasser den Zucker aufgelöst. Aufgepaßt: das Zuckerwasser hat dann ein Volumen von ca. 1,7 Liter. 
Die Limetten/Zitronen werden in dünne Scheiben geschnitten.
Die Minze (ich habe Pfefferminze benutzt), vorsichtig gewaschen und dann mit der hohlen Hand einmal darauf"geklatscht". So entfaltet sich das Minzaroma besser.
Jetzt wird geschichtet:
Erst eine ca. 5-10 cm hohe Schicht der Blütendolden (bitte nochmals auf Tiere kontrollieren und Verunreinigungen oder verblüte Stände abzupfen), dann eine Schicht Minze und Limetten, dann weiter mit den Blüten.
Für die oberste Schicht einige Limetten aufheben, damit diese die Blüten unter das Wasser drücken. Dann vorsichtig das Zuckerwasser aufgießen. Deckel drauf und warten. Nach 24 Stunden kontrollieren und notfalls alles wieder unter Wasser drücken. 
Nach 48 Stunden, spätestens nach 2,5-3 Tagen alles absieben und erhitzen bis zum Siedepunkt oder kurz aufkochen. Dann noch heiß in entsprechende Flaschen füllen und vakuumdicht verschließen (Korken, etc.) 
Beim Anbrechen bitte beachten: im Kühlschrank lagern. Zumindest habe ich meine angebrochenen Flaschen dort. Nächste Woche stelle ich noch einige Gläser Holunderblütengelee her und dann sind wir wieder für ein Jahr versorgt.
Holunderblüten als Haarschmuck ...

Montag, 22. Juni 2015

Endlich Regen

Bin mir nicht sicher, ob Petrus sich von unserer Androhung eines paganistischen Regentanzes hat beeinflussen lassen, aber: VIELEN DANK für den heißersehnten Regen. Ich hoffe, das erquickende Naß hält noch etwas an, damit sich die Wiesen von der Dürre erholen können.
www.country-online.de/garten-natur/pflanzen-tiere/artikel/14-fakten-ueber-regen

Sonntag, 21. Juni 2015

Sommerausgabe der LAMAS

Die Sommerausgabe der LAMAS war gestern bei mir im Briefkasten.

Aus dem Inhalt der Sommerausgabe 2015
      • Tradition und Innovation: 22. Jahreshauptversammlung des NWK-Vereines 
      • LARA-Informationstag
      • Lama- und Alpakazucht seit 20 Jahren in der Schweiz
      • Lamas und Alpakas auf der agra 2015
      • Alltagspraxis: Wertvolle Kameliden-Nuggets
      • Naturseifen selbst herstellen mit Lama- und Alpakafaser
      • Abenteuerliche Tage auf der Schwäbischen Alb
      • Rechtliche Grundlagen zur Haltung von Neuweltkameliden,
        Teil 2: Bestandsregister und Meldepflicht
      • Termine und Anzeigen
Als Info zu der Zeitschrift für neue Blogleser: Sie ist die einzige deutschsprachige Fachzeitschrift, die sich mit Lamas und Alpakas beschäftigt (einige Inhalte der beiden Alpakazeitschriften können aber zugegebenermaßen auch auf Lamas angewandt werden). Die LAMAS ist offiziell die Vereinszeitschrift des Neuweltkamelidenvereins (1. dt. Neuweltkamelidenverein), wird aber auch von vielen anderen im deutschsprachigen Raum (also auch Österreich und Schweiz) seit 1993 gelesen. Die Zeitschrift wird weltweit versandt.

Samstag, 20. Juni 2015

Mutterliebe

Hier läßt sich wenig sagen: Mutterliebe zwischen der vierjährigen Lamastute und ihrem ersten Fohlen.

Freitag, 19. Juni 2015

Buntes neues Fohlen

Sahara Zadik mit ihrem ersten Fohlen, hier ca. 2 Stunden alt
Gestern habe ich die Stute noch geschoren und war der Ansicht, dass das Fohlen in den nächsten Tagen kommt (deswegen hatte ich sie geschoren - sie litt letzte Woche unter der Hitze - eigentlich war sie dieses Jahr gar nicht geplant gewesen). Heute vormittag besah ich mir die Stute und war der Ansicht, dass sie in den Vorwehen ist. Und dann war ich auf einer Lamawanderung und habe natürlich promt die Ankunft des Fohlens um geschätzte 30-40 Minuten verpaßt. Schade. Die Nachgeburt kam später dann auch und Sahara Zadik, die Mutter, deponierte diese fein säuberlich direkt auf den Kothaufen. Sehr ordentlich.
Ich stellte sicher, dass das Fohlen trank, belohnte die vorbildliche Mutter mit einigen Leckerlis und sperrte die (zweijährigen!) Stuten weg, die sich auch an dem Euter gütlich machen wollten. Sie kommen morgen oder übermorgen wieder zurück.
Für die vierjährige Sahara ist es das 1. Fohlen, sie ist eine Inti-Tochter. Das kleine Hengstlein hat eine wunderschöne Färbung: rot, graubraun, mittelbraun und weiß. Bezaubernd. Und er ist auch schon ganz fit. Am frühen Abend, nur 3 Stunden nach der Geburt, rannte er der Mutter fleißig hinterher. Hier ein paar Bilder.


Mittwoch, 17. Juni 2015

eine e-mail

Kürzlich habe ich einer guten Freundin (Tierärztin) geholfen, für ihre Ziege einen Elektrozaun zu ziehen. Sie hat das noch nie gemacht und wußte nicht so genau, wie es geht. Also half ich ihr. Nachdem wir fertig waren und den Stecker in die Steckdose packten, hatten wir leider keine wirkliche Möglichkeit, die Funktionsfähigkeit zu überprüfen. Meine Freundin weigerte sich strikt, den Zaun anzufassen und ich hatte zu dem Zeitpunkt dann ein kleines Baby im Tragetuch vor mir sitzen - ging also auch nicht. Wir vereinbarten, dass sie am nächsten Tag bei mir vorbeikommt und sich den Spannungsmesser und einen Amboßhammer von mir holt. Den Hammer brauchten wir noch, um den Erdungsstab weiter einzuschlagen. 
Stattdessen bekam ich folgende (hier gekürzte) email, die mich auflachen ließ. Mit ihrem Einverständnis darf ich sie auf dem Blog hier teilen und hoffe, dass sie bei einigen Leuten auch ein Schmunzeln hervorruft. Bevor mir hier wegen meines Amüsements Tierquälerei oder Schadenfreude vorgeworfen wird: allen geht es bestens und das hat natürlich keinen ernsthaft verletzt.
Hermine ist die Ziege und Frahm ist der Boxerhund meiner Freundin. Zusätzlich wird noch eine ihrer Katzen erwähnt.

Hallo Anita,

heute morgen war S. zum Frühstücken bei mir, und wir haben mit unserem Frühstückstisch Hermine im Garten Gesellschaft geleistet. Dabei kam er zu sehenswerten und folgenschweren Ereignissen:

1. Frahm geriet mit der Nase an den untersten Zaundraht (wir hatten ihn gewarnt!). Sein Schrei war unterirdisch. S. lacht noch immer über das Geräusch... Seitdem ist er trotz offener Balkontür nicht mal mehr in die Nähe des Gartens gegangen!

2. Meine Nachbarin K. von schräg gegenüber (die mit den vielen Katzen) hat über den Zaun mit Hermine geschmust. Dabei berührte ihr Busen den Zaun und es gab einen Doppelschlag, dessen "Zing" wir noch in 7 Metern Entfernung hören konnten. Hermine zeigte K. von da an nur noch ihren Hintern und hatte kein Interesse an weiteren Streicheleinheiten von K. Diese wiederum war einige Zeit damit beschäftigt, wieder gerade aus ihrer Wäsche zu gucken.

3. Indy Katze ist "double-grilled", gestern zum ersten Mal, heute - an anderer Stelle - zum zweiten Mal.

Es war spannender als Fernsehen und wir brauchen kein Messegerät mehr, um die Funktionsfähigkeit des Zaunes zu testen. Einen Hammer benötige ich auch nicht mehr, mein Mieter R. hatte ein schweres Eisenteil und hat damit den Pfahl mit Erfolg (siehe oben) in den Boden gerammt. Jetzt brauche ich nur noch das Halfter... :-)

Liebe Grüße und noch einmal ganz, ganz herzlichen Dank,
S.

Montag, 8. Juni 2015

Lamastand

Gestern abend nach der Wanderung war noch so schönes Wetter und ich tatsächlich noch so fit, dass ich promt beschloß, abends halb acht noch zwei Lamas zu scheren. Also die beiden eingefangen und los ging es.
Bei Felipe mußte ich auf einen Schemel steigen, weil ich so schlecht hochkam. Felipe ist ca 1.25 m hoch am Widerrist. Schön finde ich es, dass er inzwischen auf Kommando in meinem ca. 50 qm großen "Catchpen" einfach so mittendrin stehenbleibt und ich ihn problemlos halftern kann. Früher mußte ich ihm ständig hinterherrennen.
Die dicke Hera hat mir dann meinen Metallstand zerlegt. War extrem sauer. Sie ist eine sehr nette Stute - mit dem äußerst unschönen Charakterzug, daß sie alle meine Tore, Zäune o. ä. demoliert, wenn sie nicht dort bleiben möchte, wo ich sie gern hätte. Sie stemmt sich einfach mit ihrem beträchtlichen Gewicht dagegen. Nur Elektrozaun hält sie zurück. Üblicherweise schere ich sie angebunden im Catchpen, aber sie war so nervös wegen ihrer Tochter, daß ich sie in den Stand stellte. Diesen haßt sie ... ich weiß auch nicht warum. Leider fällt mir das immer erst ein, nachdem sie versucht, ihn von innen heraus umzukippen. Und so kam es dann auch - sie stemmte sie derart dagegen, daß die Schweißnähte endgültig rissen und das Stützgestell vorn abging. Den Stand hielt ich jedoch fest und er blieb stehen. Ich schor sie in aller Ruhe fertig und besah mir das Malheur danach. Sie war mir übrigens heute recht dankbar - sie leidet unter der Wärme nämlich enorm trotz ihrer kurzen (aber dichten) Faser.
Hier ein ganz herzliches Dankeschön an Klaus P.! Er hat mir heute sehr kurzfristig meinen Stand wieder zusammengeschweißt und auch vorn die Stütze verstärkt. Ich hoffe, das hält jetzt wieder einige Jahre. Zugegebenermaßen habe ich den Stand erst seit ca. 4 Jahren, aber finde ihn sehr bequem und praktisch. Möchte ihn inzwischen nicht mehr missen.

Sonntag, 31. Mai 2015

Iñaci

Iñaci Zadik - ein sehr schöner großer Kerl geworden.

Montag, 25. Mai 2015

Erstes Fohlen 2015

Das erste Fohlen diese Saison ist angekommen. Eigentlich schon letzten Freitag spätnachmittag (am 22.5.), aber da hatte ich - wie sollte es auch anders sein? - keine Kamera dabei und zufällig auch kein Handy. 
Belana Zadik hat einen kleinen Hengst zur Welt gebracht. Weiß mit grauen Punkten - ein heller Appaloosa. Ein wunderschönes Kerlchen, welches schon sehr munter und stark über die Weide flitzt. Aber immer in der Nähe der Mama, die sich wirklich vorbildlich um ihr allererstes Fohlen kümmert. Ich bin stolz auf sie. Der Kleine hatte schon am 1. Morgen eine vorbildliche Koordination seiner langen Beine hinbekommen und schaut sehr robust aus. Ich bin schon sehr gespannt auf seine Entwicklung. Belana gehört mit zu einer meiner Haupt-Classic-Linien, die ich auf jeden Fall behalten möchte. Ich züchte mit dieser Linie schon seit 1997.
Einen schönen Gruß auch an die Besitzerin des Hengstes - Belana wurde letztes Jahr auf einem anderen Hof gedeckt.
Küßchen muß sein ....
Belana mit ihrem ersten Fohlen
3 Generationen: von hinten nach vorn: Großmutter, Mutter, Sohn

Freitag, 22. Mai 2015

Eldor

Eines meiner sehr wenigen stärker bewollten Lamas - das ist Eldor. Genauer sollte ich wohl sagen: so sah Eldor bis zum 21.5.2015 aus. Dann habe ich beschlossen, ihn einmal komplett zu scheren, damit er dann schön gleichmäßig nachwachsen kann. Er wird in einer Zeit kuschlig wie ein Teddy aussehen.
Eigentlich schere ich meine Tiere sehr ungern mit Hals, nachdem sie einmal das Babyvlies dort weg hatten, aber ich hatte mich - sehr kurzfristig und noch während des Scherens umentschieden. Nun ist leider die schöne Mähne weg, aber es wächst ja nach. Und dann auch besser kämmbar. In 2 Jahren wird sie wieder so lang sein wie letzte Woche. Er sieht jetzt ziemlich merkwürdig aus - ich muß mich erst daran gewöhnen. Danach bekommt er nur noch eine (erweiterte) Sattelschur. Er hat eine schöne Farbe - grau mit ein wenig braun gemischt.

Sonntag, 17. Mai 2015

Noch mehr geschorene Lamas

Drei Tiere waren heute dran: Hailey mit ihrem Babyvlies wurde einer Komplettschur unterzogen - die Faser wird dann hübsch kuschlig wie ein kleiner Teddy nachwachsen. Ayla hat eine erweiterte Sattelschur komplett hinten und vorn erhalten - ohne Hals. Und Dana eine erweiterte Sattelschur mit Hinterteil, aber ohne Hals und Vorderbeinen.
Ayla dieses Jahr mit Sattelschur++
Dana dieses Jahr mit Sattelschur+

Donnerstag, 14. Mai 2015

Wieder einmal Schurtag

Drei Lamas heute geschafft, einmal Sattelschur und zweimal Sattelschur+.
Siana war dran mit einer Sattelschur und dann habe ich die beiden Halbschwestern Baila und Bonnie vom Hengst Ares genommen, zur anderen Weide geführt und dort geschoren. Beide älteren Stuten sind schwanger und standen ganz brav wie eine Eins da. Sie haben trotz ihres Alters eine tolle Faser: sehr fein, sehr gutes Handling, sehr weich, hoher Comfort. Allerdings ist es nicht viel. Obwohl es wirklich schöne Farben sind, überlege ich gerade, sie vielleicht zusammenzumischen. Aber möglicherweise auch nicht. Diese Fasern sind aufgrund der geringen Menge (500-600g Untervlies) und der Feinheit nur etwas für Handspinner. Als solche werde ich sie dann auch verkaufen. Bis ich sie aber sortiert habe, vergeht noch ein wenig Zeit. Ich habe die Stuten dann wieder zurückgebracht, wo sie schon sehnsüchtig vom besorgten Hengst erwartet wurden. Geht ja nicht, daß ich so einfach seine Frauen am Vatertag wegnehme!
Bonnie kurz vor der Schur
Die geschorene Bonnie. Habe mich bei ihr entschlossen, auch den vorderen Körperbereich mitzuscheren.
Die geschorene Baila. Dieses Jahr nur die einfache Sattelschur+, also lediglich den hinteren Bereich mit.

Newtopia-Tour

Gestern waren wir wieder in Newtopia - es war eine Tour geplant. Leider hatten eine Menge Leute kurz vorher abgesagt (es ging um Beleidigungen durch die alten - inzwischen nicht mehr vorhandenen Pioniere). Die restlichen Personen haben mein Minimum der Teilnehmerzahl zwar nicht erreicht, aber ich hatte mit den Pionieren vereinbart, dass wir doch kommen sollen/können, weil die Restlichen aus einem etwas entfernteren Bundesland stammen. 
Was ich nicht wußte und was mir leider auch nicht mitgeteilt wurde: eine ganze Familie kam einfach nicht. Sie meldete sich auch nicht bei mir ab. Ich habe von einer angemeldeten Frau erfahren, dass ein Kind krank wurde und sie deswegen nicht losfuhren - aber diese Info erreichte mich erst 5 Minuten vor Tourbeginn. Ich hätte sonst ewig auf sie gewartet. Hätte ich das gewußt, hätte ich die komplette Wanderung abgesagt, weil ich das auch den Pionieren nicht zumuten wollte. Ich wollte ihnen die Entscheidung überlassen und anrufen, kam aber leider nicht durch. 
Das Kind, welches heute Geburtstag hat, ist 400 km hergefahren und sie tat mir leid. Also gingen wir eben zu dritt los in der Hoffnung, dass es doch klappen würde. Die Leute hatten auch Mitleid mit dem Mädchen und so ließen sie uns zu den Pionieren hinein. 
Fühlte mich gegenüber den Pionieren sehr schuldig, obwohl es nicht mein Versehen war. Ich fürchte, ich muß den Leuten, die nicht gekommen sind, zumindest die Kosten für die Pioniere in Rechnung stellen. Was mir furchtbar leid tut, da ein Kind von ihnen im Krankenhaus ist. Aber sie hätten zumindest anrufen und absagen können! Ich habe immer noch keine Nachricht von ihnen. Ein ganz kurzer Anruf hätte genügt - offensichtlich hat es ja ausgereicht, morgens in einer facebook-Gruppe zu posten. Ich habe nichts von ihnen vernommen, was einfach unfair ist, sowohl mir, als auch den Newtopia-Leuten (Pioniere und Produktionsteam) gegenüber..

Bei einer weiteren Tour werde ich das Organisatorische anders regeln - und es wird dann auch Vorkasse notwendig sein. Sonst bleibe ich auch auf den Kosten für die Pioniere sitzen. Bin über die mangelnde Zuverlässigkeit von Teilnehmern etwas enttäuscht.

Was ich aber wirklich hochloben muß, ist das Verständnis von talpa und vor allem die Reaktion der Pioniere. Vielen lieben Dank, dass Ihr dem Mädchen so viel Freude bereitet habt! Sie ist dort Trekker gefahren, durfte Bonnie streicheln, hat Eis aus der Milch der Kühe bekommen (ich auch - seeehr lecker!) usw.
Und natürlich haben wir alle Holzlamas mit den Unterschriften aller Pioniere auf der Rückseite erhalten. Danke André!
Habe mich hauptsächlich mit Sebastian unterhalten (es ging um USA, biliguales Aufwachsen, Hofarbeiten auf einer Farm, ... ). Yasmin und Kate haben mir den Garten gezeigt - es ist eine ganze Menge gewachsen. Ein Hase hat offensichtlich zugeschlagen und 2 ganze Beete verwüstet. Ich habe einen niedrigen Wildzaun als Schutz vorgeschlagen. Und Yasmin und ich haben uns über Wildschweine unterhalten. Bonnie, das Kalb, habe ich auch kennengelernt. Ein sehr freundlicher und schöner Besuch, wo mir interessanterweise auch das höhere Sprachniveau der Pioniere und die mangelnden Zigaretten positiv aufgefallen sind. Es weht definitiv ein neuer Wind dort. Ich wünsche ihnen viel Erfolg und gute Neuzugänge!

Sonntag, 10. Mai 2015

Schurbilder

Einige Vorher-Nachher-Bilder habe ich, allerdings sind sie nicht gerade die schönen PR-Fotos. Die 3 Stuten sind keine Classics: sie sind Mediums oder Woolys.
Ich unterscheide verschiedene Schurmöglichkeiten bei Lamas. Das ist abhängig vom Tier, dessen Hitzeempfinden, meiner Laune, der Faser, etc. 

Bei mir gibt es bei den Lamas: komplett, Sattelschur und Sattelschur+
Sattelschur: nur Körpermitte, ohne Beine oder Hals
Sattelschur+: Körpermitte und Beine - manchmal auch inkl. Brust
komplett: alles inkl. Hals

Vanora im März 2015 vor der Schur
Vanora im Mai 2015 mit Sattelschur
Mokka im April 2015
Mokka im Mai 2015 mit typischer Sattelschur
Aymara mit Komplettschur - den Hals mußte ich mitscheren, weil sie sich vorn am Hals alles am Zaun abgerubbelt hat. Erst die Schur bringt ihre schöne graue Farbe hervor. Eigentlich ist sie pechschwarz geboren, aber die Sonne bleicht ihre Faser ins Silbergrau aus und mit den Jahren wird sie immer heller im Grau. Eine edle Farbe!

Mittwoch, 6. Mai 2015

Schersaison eröffnet

Dieses Jahr bin ich der Ansicht, dass die Eisheiligen schon 2 Wochen früher - nämlich letzte Woche - kamen und habe daher mit der Schersaison bei meinen Tieren begonnen.
Fünf Stuten wurden im Lamastand bereits mit der Handschere von ihrem wärmenden Vlies befreit. Gestern eine, heute vier. Die kleine Capri war das erste Mal dran - sie hat ihre Sache sehr gut gemacht und nicht ein einziges Mal ausgeschlagen. Bin sehr stolz auf die Kleine. Es half natürlich, daß ihre vorher geschorene Mutter in Sichtweite einen Meter vor dem Lamastand gemütlich aus einem Eimer Leckerli fraß und sich genüßlich über Heu hermachte. Bei Lara mußte ich wegen ihrer Größe auf einen Schemel steigen. Und bei Aymara gab die Schärfe der 2. Handschere dann langsam auf, weswegen es ein wenig ungleichmäßiger aussieht als bei den anderen. Anbei ein Bild davon. Ich habe die Stute dann natürlich verschönert, wollte aber die Nachschnitte nicht im Vlies haben - diese kommen in eine Seife. Aymara wird von Jahr zu Jahr grauer in ihrer Faser - sie ist als pechschwarzes Fohlen geboren. Inzwischen bleichen ihre Haare zu einem dunklen Stahlgrau aus - oben wirkt es eher silbergrau. Eine interessante Färbung. Morgen werde ich die Scheren schleifen lassen und dann geht es weiter. Mal sehen, wieviele ich bis Ende nächster Woche geschafft habe. Erfahrungsgemäß kämpfe ich nach der Schur aller Tiere mit einer leichten Sehnenscheidenentzündung im rechten Handgelenk und muß diese ein wenig ruhen lassen.

Sonntag, 3. Mai 2015