Mittwoch, 30. September 2015

Abschied nehmen

Ein sehr melancholischer Tag für mich letzte Woche. Drei meiner Lieblinge hatte ich in ihre neue Heimat gebracht. Es ist zwar nicht sehr weit - etwa 1,5 Stunden nördlich, aber ich werde sie vermissen. Dana Zadik, Ayla Zadik und Hailey Zadik stehen nicht mehr bei uns. Drei sehr schöne Stuten mit viel Potential. Ich wünsche den Dreien und ihren neuen Besitzern viel Freude aneinander und eine schöne Zeit.
v.l.n.r.: Dana, Ayla und Hailey
auf der Rückfahrt

Mittwoch, 23. September 2015

Mein neuer kunstvoller Baumkalender

http://www.traumwerker.de
Was ich ganz vergessen hatte zu erwähnen: wir haben unseren Kalender für 2016 schon. Letzten Sonntag beim Burgfest in Storkow hatten wir nämlich unseren traditionellen Stand gleich unten rechts von der Burg und nur zwei Stände weiter verkaufte Inka Lumer ihre neuen Baumkalender. Aquarelle von Baumveteranen aus der Umgebung. Wir hatten den Kalender 2014 schon und ich nutze ihn auch 2015, weil er mir so gut gefällt und sie keinen für das Jahr malte. Aber es gibt ihn, den neuen Kalender für nächstes Jahr und ich kann ihn empfehlen. Sehr schick! Sie hat mir netterweise mein Exemplar auch gleich noch signiert.

Montag, 21. September 2015

Burgfest in Storkow

Burgkapellan mit Domino und Bino
Burgfest in Storkow ist inzwischen auch bei uns im Terminkalender fest eingeplant. Ich persönlich finde, dass die Stände jedes Jahr besser werden. Netterweise ist mein Mann diesmal sogar mitgekommen und unsere Kinder wurden auf dem Fest bespaßt. Die Älteste hat viel gebastelt und ist herumgesprungen. 
Wir kamen dann am Ende in den Regen, aber es war trotzdem wieder schön. Als Abwechslung kamen heute Domino (Alpaka) und Bino (Lama) mit und haben sich am Gras außerhalb der Burgmauern gelabt.

Erntedankfest in Friedersdorf

Drittes Wochenende im September ist hier bei uns auf dem Hof immer "Markttag". Samstag ist das Erntedankfest in Friedersdorf mit vorausgehender Parade und am Sonntag dann das Burgfest in Storkow. Das Praktische: ich muß das Auto nur einmal beladen.
Zur Parade liefen diesmal meine beiden erfahrenen Tiere Sultan und Caruso mit, weil meine älteste Tochter (4 Jahre) den Wunsch geäußert hat mitzulaufen. Also nahm die Kleine den größeren Caruso ("ihr" Lama) und das Kind vom Nachbarstand wurde kurzerhand eingeladen, auch mitzulaufen und bekam Sultan. Die Mutter von ihr und ich verteilten derweil Flyer unterwegs. Danke an die Beiden - super gemacht! 
Danke auch an alle, die uns zwischenzeitlich mit kleinen Drinks versorgten.
Hier ein Bild beim Wartepunkt, bevor die Parade losging.

Freitag, 18. September 2015

Aufwachsen mit Lamas

Die Fotos sind zwar qualitativ nicht besonders gut, weil ich sie mit der Kamera vom Handy aufgenommen habe, aber ich finde sie trotzdem amüsant.
Während der Tierversorgung packe ich mein Baby (11 Monate alt) derzeitig in einen Strampler, der quasi als "Schutzanzug" dient. Bei anderen Kleidungsstücken kommen der Dreck, der Sand und das Heu immer irgendwo dazwischen, kleben, etc. Den Strampler kann ich danach fix ausziehen und das Baby in die Wanne setzen. Ja, ich habe mehrere Strampler für die Kleine. Sie findet Tiere - und vor allem Lamas und Alpakas - ganz besonders interessant und wenn ich sie nicht gerade rufe und sie hinter mir herkrabbelt, macht sie immer eine Pause und bewegt sich auf die Tiere oder die Tränke zu. Das gibt mir meist genügend Zeit zum Misten, Heu- und Wasserauffüllen. Die Kleine kann sich stundenlang mit den Tieren amüsieren - das hilft mir ungemein. Und danach ist sie dann so müde, dass sie nach dem Essen sofort einschläft. Praktisch!

Heute krabbelte sie - wie immer - prompt aus dem Heulager heraus, in welches ich sie anfangs setze, durch das Jungsgehege und den "Vorplatz". Der Zaun störte natürlich und so gelangte sie eben unten durch das Tor hindurch zu den Lamas. Mauritius, mein einziges männliches Wooly-Lama, hatte sich in der Nähe auf der anderen Seite niedergelassen und beäugte mißtrauisch das kleine Wesen, welches sich ihm mit Begeisterung näherte. Er blieb sitzen. Was für ein Unterschied zu seiner Zeit vor drei Jahren, als er beim Anblick meiner einjährigen Tochter vor Schreck einen riesigen meterhohen Sprung zur Seite und nach hinten machte .... 
Auf der anderen Seite sind Lamas!
Das Baby zupfte ein wenig an seiner Wolle, erzählte ihm etwas in der Richtung "Ba-ba-ba" und kurz bevor er dann doch aufstehen und weggehen würde, rief ich dem Baby ein "Nein" zu. Sie schaute mich fragend an und beim Drehen entdeckte sie die Tränke. Das ist ihr neuestes Interesse: so wie ihre Schwester auch (und ich nehme an, jedes andere Kind in jüngeren Jahren) ist sie fasziniert vom Wasser. Also wurde das Lama in Ruhe gelassen und zehn Minuten später konnte ich beim neuerlichen "Heu-durch-die-Gegend-tragen" das folgende Foto aufnehmen.
Guck mal, ich kann schon stehen und da ist Wasser drin!
Sie hatte sich am Rand des Behälters hochgezogen und planschte glücklich mit der Hand (und nassem Ärmel) im Wasser herum, welches ich noch nicht gewechselt hatte. Das hielt sie relativ lange durch, was mir auch noch die Zeit gab, das Mineralfutter ungestört aufzufüllen. Im Bild sieht man den immer noch sitzenden Mauritius links und den einjährigen Pegasus rechts (er hatte sich gerade im Sand gewälzt).

Ein ruhiges und zufriedenes Bild, das mir ein glückliches Lächeln ins Gesicht zauberte. Wir hatten heute einen schönen warmen Tag über 20 °C  und er war bis zum Einbruch der Dunkelheit auch noch recht trocken.  

Ich gebe zu, daß ich ziemlich entspannt bin, was den Umgang meiner Tiere mit meinen Kindern angeht und in solchen Situationen nicht die geringsten Befürchtungen habe, daß die Tiere treten oder die Kleinkinder sonst irgendwie verletzen würden.

Montag, 14. September 2015

Heilend

Der Kleine hat sich etwas ernster verletzt gehabt und wir haben ihn immer mal wieder ordentlich verbunden. Inzwischen habe ich den Verband entfernt und sprühe immer mal wieder Blauspray darauf. Ich hoffe, es verheilt weiterhin gut. Ich bin etwas besorgter als sonst - der Kleine ist noch zu jung für eine Chlostridienimpfung - vielleicht ziehe ich es aber doch vor.

Sonntag, 13. September 2015

Wollfest in Zernitz

Heute mal ein wenig aus unserem seltenen Privatleben.

Der Alpacahof "Zwei Eichen" und der Ostelbische Spinnkreis laden recht herzlich zum 1. Wollfest im Zerbster Land ein.

So habe ich vor einigen Wochen (oder waren es Monate?) eine Mail in meinem digitalen Briefkasten gefunden und beschlossen, mir diesen Tag dafür freizunehmen.
Nachdem der Vormittag mit Ausmisten und Tierversorgung verging, luden wir die Kinder ins Auto und fuhren die 150 km ins Zerbster Land. Wir kamen ein wenig spät, aber dafür waren es nicht mehr so viele Leute. Kuchen war sehr lecker und wir konnten auch ein wenig filzen. Da eine Blume lt. der Frau vor Ort zu schwer für meine Vierjährige sein sollte, einigten wir uns: sie macht einen Ball für ihre Babyschwester und ich filze eine Blume für sie.
Ball und Blume jeweils für eine andere Person gefertigt
Ein Berg bunter Filzwolle für kreative Stunden
Ganz besonders gefreut hat es mich, daß ich im Faserquiz alles richtig erfühlt hatte. Ich bekam bei der Verlosung den 1. Preis und suchte mir ein paar schöne Stulpen aus italienischem Wollwalk aus. Das Quiz war gar nicht so einfach (vor allem nicht, da ich am Vormittag keine Handschuhe anhatte und einige Splitter und beginnende Blasen meine Handflächen zierten). Kamel und Alpaka ist reine Übungssache - sie waren sich sehr ähnlich, aber ein wenig Vorteil konnte ich durch meine langjährige Erfahrung damit ziehen. Schwierig fand ich, Angora und Kaschmir auseinanderzuhalten - die beiden Faserproben vor Ort waren sich wirklich ähnlich. Merino und Coburger Fuchsschaf waren wirklich einfach. 
Beschäftigung für Baby: Graskrabbeln
Und auf dem Heimweg haben wir noch schnell - wie jedes Mal, wenn wir dort sind - beim Ziegenhof angehalten. Ich war wahrscheinlich ihr letzter Kunde für heute. Dafür habe ich den gesamten Rest des geräucherten Ziegenkäses mitgenommen.
Alles in allem ein angenehmer Tag mit einem besonders schönen freien Nachmittag, der zur Abwechslung ein wenig der Familie gewidmet war.
Einen herzlichen Dank für die Gastfreundschaft, Heidi!  Und ganz besonders noch für den Abschiedskaffee! Während meine gesamte Familie die letzte Hälfte des Heimweges verschlief, fuhr ich in der einsetzenden Dunkelheit heim. Es ist wirklich Herbst - vor einigen Wochen bin ich um diese Zeit noch zu einem letzten Kontrollgang zu den Lamas losgegangen.
Den Blinker zu unserer Hofeinfahrt setzte ich sehr passend zur Melodie von "Sandmann, lieber Sandmann" .......

Freitag, 11. September 2015

Geblendet

Die Sonne scheint strahlend hell und alles ist ruhig und entspannt. Geblendet und ein wenig dösig sitzt Caruso vor dem Unterstand im Sand.

Freitag, 4. September 2015

Freitag abend

Ich habe die letzten beiden Wochen relativ viel gearbeitet - teilweise auch Nachtschichten eingelegt. Was mit einer Herde Lamas und Alpakas, zwei kleinen Kindern und diversen anderen Sachen außerordentlich ermüdend ist. Heute habe ich aber eine Sache abgeschlossen. Habe mich von einer Person beschimpfen lassen, die zwar zugegebenermaßen sehr gute Arbeit für etwas geleistet hat, dem ich vorstehe, aber meine Nerven derartig strapaziert, dass ich erstmal darüber wegkommen muß, bevor ich wieder mit der Person zusammenarbeiten werde. Aber ein abendlicher Spaziergang mit einem Lama lockert alle zum Zerreissen gespannten Drähte wieder ... Die Flasche Eiswein im Kühlschrank muß auch noch geleert werden .... Eines meiner Kinder will unbedingt, daß ich ein extrem langes Buch vorlese, obwohl Schlafenszeit ist ... 
Ich mache in zwei Stunden oder so Feierabend ..... (Das neueste/letzte Pratchett-Buch habe ich übrigens immer noch nicht angefangen - vielleicht sollte ich heute .....) Oder: die neue CQ (Camelid Quarterly) liegt auch noch ungelesen als Datei in meinem Tablet ... so viele Möglichkeiten ....

Sonntag, 30. August 2015

Samstag, 29. August 2015

Brombeeren

Die Bilder stammen eigentlich vom Anfang des Monats. Ja, sie schmecken gut und viele davon sind jetzt in unserer Tiefkühltruhe für Herbst und Winter. Ich persönlich bevorzuge sie mit Joghurt.

Donnerstag, 27. August 2015

Lang erwartete Leselektüre

Ein Eintrag komplett ohne Lamas, Alpakas oder Landwirtschaft. Aber etwas aus meinem Privatleben und meiner (extrem wenigen) Freizeit.
Mit einem lachenden und einem weinenden Auge habe ich heute folgende Nachricht in meinem e-mail-Postfach gesehen: 
Ihre Amazon.de Bestellung von "The Shepherd's Crown..." wurde versandt!
Ich hatte das Buch schon vor Monaten vorbestellt - so wie ich es in den letzten Jahren mit allen Büchern von ihm gemacht habe, damit ich sie nach Erscheinen sofort erhalte - aus Arbeits- und Zeitgründen verpasse ich das sonst immer um einige Wochen.

Lachend: ich liebe die meisten Bücher von Terry Pratchett - vor allem die Scheibenweltromane (mit diesem sind es 41) gehören fast alle auf die Liste meiner Lieblingsbücher. In den letzten Jahren sind die Romane immer besser geworden!

Weinend: es ist das allerletzte Buch von ihm - er ist vor einigen Monaten dem Alzheimer erlegen. Seine Tochter wird die Serie nicht weiterführen. Bis zu seinem Ende hat er Bücher geschrieben und ist seinen Lesern treu geblieben. Er hat nicht aufgegeben. Millionen Fans haben getrauert - und ich gehörte dazu. Ich hatte ihn einmal in Berlin bei einer Lesung im September 2006 getroffen (der Link führt zu einem Witz, den er während des vorherigen Gesprächs machte - die Lesung war im Schiller-Theater gleich bei der TU, wo ich zu dem Zeitpunkt noch studierte und arbeitete). Ein zurückhaltender kleiner Mann mit herzlichem stillen Charm. Er hat mich angesehen und gemeint, dass ich ein wenig elfisch aussehe. Ich war davon irritiert - bis er auf meine Stiefel deutete. (Es handelte sich um sehr hohe, braune Stiefel aus Wildlederimitat und ich trug eine weiße Bluse, etc.) Im Nachhinein betrachtet hatte er recht, was mir in dem Moment aber nicht bewußt war. Er signierte drei Bücher von mir und wir hatten noch ca. eine Minute ein kurzes Gespräch - er machte eine Bemerkung zu meinen guten Englischkenntnissen, ich bemerkte lakonisch, daß mein Freund in Schottland auch ganz froh darüber wäre, weil wir uns nur so verständigen konnten (Notiz: jetzt ist dieser Freund mein Ehemann und Vater unserer Töchter), er sagte noch etwas zu Schottland und den dortigen Elfen, zu Tolkien, ich schmunzelte, etc. - eine Minute ist erstaunlich lang, um ein nur von Andeutungen gehaltenes Gespräch zu führen, bei dem beide wissen, welche unausgesprochenen langen Sätze hinter nur wenigen Wörtern stehen. Er gab mir das Gefühl, als würde er genau wissen, was ich meinte und er glaubte, daß ich ihn ebenfalls verstand. Ich fand ihn bescheiden für die Berühmtheit, die er war. Ein beeindruckender Mann. Danach wartete eine lange Schlange von Fans hinter mir und ich machte Platz für die nächsten.

Wieder ein literarisches Genie von uns gegangen. Aber ich freue mich, daß er so viele Bücher geschrieben hat. Ich habe alle in Papierform und werde sie in 10 bis 15 Jahren auch meinen Töchtern nahebringen. Und jetzt werde ich auf die Post warten ....

Mittwoch, 26. August 2015

Letztes Fohlen von Billi

Wenn Billi mir nicht wieder einen Strich durch die Rechnung macht, ist dies ihr letztes Fohlen. Es kam letzte Woche zur Welt. Die Stute ist inzwischen 19 Jahre alt. Ich habe sie seit 18 Jahren und sie hat mir im Laufe ihres Lebens viele sehr schöne Fohlen geschenkt. Wenn ich richtig gezählt habe, sind es 11: 6 Stuten und 5 Hengste. Einige habe ich behalten. Dieses kleine Wesen ist ein Stutfohlen und ähnelt ihren Schwestern Baila und Bahra sehr.

Montag, 24. August 2015

Strohwitwe

Meine Schwiegermutter wird 70 Jahre alt. (Da sie den Blog hier aus mangelndem Sprachverständnis nicht liest, kann ich das auch schreiben. *schmunzel*) Mein Mann und meine älteste Tochter sind zu diesem Anlass nach Schottland gefahren und ich bin mit meiner jüngsten Tochter zurückgeblieben. Ob ich gern mitgefahren wäre? Ja, natürlich! Schon allein deswegen, weil es dort 10 °C kühler ist. Aber ich habe hier unaufschiebbare Termine und muß arbeiten - und natürlich müssen die Tiere versorgt werden. Bei der Wärme mache ich das lieber selbst. Schade eigentlich.
Bildquelle: www.visitscotland.com
Und so habe ich die beiden heute mittag in Schönefeld abgesetzt und ihnen nachgesehen: ein breitschultriger Schotte, der bei 27 °C eine Fleecejacke trug (weil es dort kälter ist) und an seiner Hand eine vor Aufregung fast hüpfende, für ihr Alter viel zu großgewachsene Vierjährige mit pinkfarbenen Hosen - ein Farbklecks zwischen den Menschen dort. Mein Blick war ein wenig neidisch mit einem Schuß Sorge, Traurigkeit und Nostalgie gemischt. Aber ich freue mich natürlich, daß die beiden eine schöne Zeit haben und dort wahrscheinlich nach Strich und Faden verwöhnt werden. Mein Mann lächelte hoffnungsfroh, als ihm auftrug, sich doch bitte an "Square Sausages" vollzuessen (eine Glasgower Spezialität aus Rindfleisch). Etwas, das man hier auch in den britischen Läden so nicht bekommt und eines der Dinge ist, die er vermißt. Ein paar Stunden später schickte mir mein Mann ein Bild von seinem Handy: unsere Tochter schaukelte im Garten ihrer Großeltern in den schottischen Lowlands. Hoch lebe das Internet und die digitale Kommunikation. Es schien übrigens die Sonne - nur so für alle Leute, die glauben, daß es dort ständig regnen würde - das ist nicht richtig.

Dafür ist meine Mutter zu Besuch und hilft mir mit dem Baby und der Hofanwesenheit. So sind wir hier drei Frauen aus drei unterschiedlichen Generationen und halten die Stellung. Die Alarmanlage ist sicherheitshalber fast durchgehend angeschalten und die Tiere (Hunde und Lamas) sind im Innenhof freilaufend (daher bitte auf keinen Fall die Hoftür öffnen!!!). Es ist also genügend Alarmbereitschaft und Sicherheit vorhanden. Meine Mutter hat darauf bestanden.

Mein kleines Menschenkind übt das Krabbeln und ich trainiere den inzwischen einjährigen Pegasus Zadik endlich für gewerbliche Wanderungen. Er stellt sich genauso intelligent an wie sein älterer Bruder Perun Zadik, der sich derzeitig mit Odin Zadik und den neuen Besitzern auf einer fünfwöchigen Alpenüberquerung befindet. Auch da bin ich leicht neidisch - allerdings freue ich mich auch für ihn. Es ist zwar sicherlich anstrengend, aber bestimmt auch sehr interessant.
Ja, das Lama ist erstrebenswert und muß als "Lockmittel" für Krabbelübungen auf der Lamaweide herhalten. Die Stute hier hat das Baby größtenteils ignoriert. Es hatte "Narrenfreiheit" - wie alle Fohlen/Babys eben.
Bin auf jeden Fall derzeitig ganz verliebt in Pegasus. Mal sehen, wie er sich weiterentwickelt. Ich warte inzwischen immer ungeduldiger auf das diesjährige Fohlen seiner Mutter. So sehr ich auch hoffe, daß es eine Stute wird, tippe ich doch eher auf einen Hengst - seine Mutter hat meines Wissens nach bisher nur männliche Tiere zur Welt gebracht. Dieses Fohlen wird das letzte Fohlen mit dieser erfolgreichen und beneidenswerten Genetikkombination sein, da es den Vater Inti nicht mehr gibt. Und von diesem Fohlen hängt dann auch ab, ob Pegasus zum Verkauf steht oder nicht. 

Ansonsten habe ich mir viel Arbeit für diese Woche vorgenommen. Die Liste ist zweiseitig und ich bezweifle, daß ich sie komplett abarbeiten werden kann. Aber es wird sicherlich keine Langeweile aufkommen und ich werde ausgelastet sein. In diesem Sinne wünsche ich auch allen anderen eine schöne letzte Augustwoche!

Sonntag, 16. August 2015

Singing in the rain

So fühle ich mich gerade:


Quelle: https://www.youtube.com/embed/w40ushYAaYA

Habe ich natürlich nicht während der Tour heute gemacht, aber ich bin soooo glücklich über das Nass vom Himmel. Hoffentlich kommt noch mehr ..... Die Wiesen sind wieder komplett gelb.
Danke Illapa!
Bin zweimal komplett durchgeweicht. Aber sogar die wasserscheuen Lamas bei mir waren im Regen draußen und haben die kühlen Tropfen genossen ....

Samstag, 15. August 2015

Merlin Zadik

Das ist Merlin Zadik. Merlin ist wieder einmal ein schwarzes Fohlen von Bonnie Zadik. Ein fideler kleiner Kerl. Ich vermute, er wird mittelgroß bis groß und mittelbewollt werden. Ein hübsches Fohlen. Er spielt auch schon fleißig mit den anderen und hebt öfters mal ab, wie man auf dem Bild sieht .... Hier ist er 10 Tage alt.

Donnerstag, 13. August 2015

Fohlen von Valeria

Ein hübscher kleiner Kerl - noch ohne Namen. Falls jemand eine gute Idee für einen männlichen Lamanamen mit V hat, bin ich für Vorschläge offen.

Mittwoch, 12. August 2015

Illapa - der Regen fehlt!

Der Pritzlgraben ist ausgetrocknet!!! 
Das ist ein Wassergraben - der einzige Ablauf des Krummen Sees, wo wir immer baden gehen - und an den auch die meisten Lamawanderungen führen. Ich habe schon gesehen, dass der See sehr wenig Wasser führt. Gestern schwamm ein riesiger toter Fisch abends am Badestrand entlang. Und jetzt ist im Graben kein Wasser mehr. Das ist nämlich auch unter anderem der Graben, der direkt an meinen Weiden entlangläuft und sicherstellt, dass zumindest die westlichen Ränder nicht austrocknen. Meine Wiesen fangen nämlich wieder an, gelb zu werden. 
Regengott, oh erhöre mich!! Regen, Regen, Regen, ..... (bitte alle Leser mitmachen) .... Regen, Regen, Regen, .... Illapa, deine Geschöpfe haben bald kein grünes Gras mehr!
Ist zwar nicht der Regengott der Inkas (das wäre oben genannter Illapa), aber auch ein Regentanz. Was auch immer helfen könnte .......

Montag, 10. August 2015

Fohlen

Noch ein männliches Fohlen - diese sind dieses Jahr definitiv in der Überzahl. Valeria hat einen schön gezeichneten kleinen Hengst zur Welt gebracht bei dieser Hitze. Er ist noch etwas wacklig auf Beinen ....

Samstag, 8. August 2015

Die Unifarben kommen

Jetzt fangen die unifarben dunklen Fohlen an zu purzeln.
Vor einer Woche Sonntag vormittag gebar Bonnie Zadik einen kleinen pechschwarzen Hengst. Meine Voraussage: wird mittelgroß bis groß und mittelbewollt werden. Das Pechschwarze wird im Alter zu einem sehr schönen Anthrazit verblassen - und evtl. ab späteren Schuren auch zu einem Silber in der Sonne werden. Ähnlich wie die Tochter Aymara. Foto wird nachgereicht.

Donnerstag, 6. August 2015

Schon wieder eine Kältewelle

"La Niña" hat Südamerika wieder einmal fest im Griff - und gepaart mit der geringen Sonnenaktivität führt dies zu einem extremen Kälteeinbruch in den Hochanden. So etwas hatten wir schon vor wenigen Jahren. Nicht nur die Menschen, sondern auch die Alpakas leiden darunter. Sie erfrieren oder finden keine Nahrung mehr durch die anhaltenden Schneefälle. Tagestemperaturen von -20°C halten die Tiere zwar durchaus mal kurzzeitig aus (wir streuen hier extrem viel Stroh und Heu ein in diesem Fall und bei uns sind sie in windgeschützten Unterständen), aber nicht über längere Zeit ohne Ställe. Das ist sehr bitter und mein Herz blutet .... nicht nur für die Tiere und den Genpool, sondern auch für die Menschen, die von den Tiere leben.

Samstag, 1. August 2015

Ausstellung über Naturfarben

Letzten Samstag habe ich mir einige Stunden freigenommen und bin mit meiner älteren Tochter und zusammen mit einigen Bekannten vom Spinntreff in die Ausstellung "Schwein trifft Farbe - Pflanzenfarben erleben"  in Teltow/Rühlsdorf gegangen. Es werden sehr interessante Informationen und Anschauungsobjekte vor allem in Bezug auf die auch in Brandenburg angebauten Farbstoffe Färber-Resede, Krapp und Waid gezeigt. Die Ausstellung ist nur noch bis Dezember 2015 geöffnet, wenn jemand noch hin möchte.
Anbei noch einige Eindrücke:

Mittwoch, 29. Juli 2015

Alpakafohlen

Die kleine Jenara (Alpakafohlen, Jasmin x Sultun) ist hier putzmunter und flitzt über die Weide.

Sonntag, 26. Juli 2015

Ich bin schick!

Der kleine Sandokan Zadik - ein stolzes Kerlchen. Wenn man seine Schwestern so ansieht, wird er später ein sehr schönes elegantes, großes Classic-Lama werden. Bin schon gespannt. Dies ist das letzte Fohlen dieser genetischen Kombination, da der Vater leider mit 20 Jahren im Frühjahr gestorben ist. Seine Erben sind traumhaft ....

Donnerstag, 23. Juli 2015

Fohlen wachsen

So viel passiert, daß ich gar keine Zeit hatte, alles zu verbloggen ... Werde ich nachholen. Aber erst mal habe ich nach langer Zeit wieder mein Cover-Foto auf dem facebook-Konto geändert. Zu sehen sind die Fohlen Sandokan, Carida, Galileo und Nero .... hier bei einer kurzen Spielpause. Die beiden Fohlen links sind noch von Inti - die beiden Fohlen rechts von Kafka (die beiden rechts sind auch älter).
Quelle: https://www.facebook.com/maerkischer.lamahof

Mittwoch, 15. Juli 2015

Die ersten 24 Stunden

Ich wollte noch einige Bilder nachreichen. Das ist die kleine Carida an ihrem ersten Tag. Sie ist das letzte Fohlen dieser Genetik (Cassandra x Inti), da es den Vater leider nicht mehr gibt. Er ist nach 20 Jahren im Frühjahr gestorben. Aber er hat sehr schöne Erben hinterlassen ....

Montag, 13. Juli 2015

Melancholisch

Was das oben im Bild ist? Einige Bilder sollte man ja nicht online stellen, aber dies ist - unter anderem auch - ein landwirtschaftlicher Blog, deshalb auch mal etwas, wo wahrscheinlich die männlichen Leser, die weniger damit zu tun haben, die Beine überkreuzen werden. Eine der Kehrseiten der Landwirtschaft ist die Zuchtauswahl. Nämlich die, bei der man entscheidet, welche Gene weitergegeben werden und welche nicht. Bei den herausoperierten Hoden oben (zwei Kastrationen heute) handelt es sich eigentlich um hervorragende Genetik von Spitzentieren, die ich damit auf Eis lege. Die beiden, die es heute "erwischt" hat, hätten eigentlich das Zeug zu fabelhaften Zuchthengsten gehabt - mit langen Stammbäumen, hervorragenden korrekten Körperproportionen, netten Charakteren, .... Ich habe mich aus verschiedenen Gründen dazu entschlossen, nicht ohne eine gewisse Bitterkeit und sehr, sehr schweren Herzens. Noch nie tat mir die Kastration zweier Tiere so leid wie heute - mein Züchterherz blutet (nein, die beiden haben dabei so gut wie gar nicht geblutet). Aber rein aus organisatorischen Gründen (nicht aus Züchtergründen) mußte es heute sein. Eigentlich hatte ich für beide Hengste einige Stuten dieses Jahr vorgesehen gehabt.
Den beiden geht es gut - sie stehen wieder, fressen und sehen zwar etwas müde und verschlafen aus, aber haben mir schon wieder aus der Hand gefressen. Interessant fand ich, dass die Hoden des Classic-Lamas fast 50%ig größer waren als die des Woolys. Normalerweise ist es umgekehrt. Den beiden gute Besserung. Sie bekommen am Mittwoch nochmal Antibiotika gespritzt und normalerweise verheilt das innerhalb kürzester Zeit.
Und jetzt bin ich mental müde und auch immer noch traurig. Und der Himmel weint .... Gute Nacht.

Donnerstag, 9. Juli 2015

Facebook

Ich habe einen facebook-account, den ich sporadisch auch nutze. Nicht so häufig wie viele andere, aber ab und zu schon. Manchmal bekomme ich dabei sogar einigen "Klatsch und Tratsch" mit. ;) Auf einmal war dieser jedoch verschwunden - und ich sollte mich facebook gegenüber ausweisen. War sehr baff. Meinen (nicht vorhandenen) Ausweis habe ich natürlich nicht eingescannt, aber einen Briefkopf von einer Rechnung (der GEZ) dann nach einigen Stunden gründlichen Überlegens dann doch. Es steht ja auch auf fb meine Adresse, Telefonnummer, url, etc. Also nichts, was sie nicht sowieso schon wüßten. Und dann wurde ich nach 24 Stunden oder so wieder freigeschaltet. Mit einer Nachricht:
"Hi Märkischer Lamahof,
It looks like your account was suspended by mistake. I'm so sorry for the inconvenience. You should now be able to log in. If you have any issues getting back into your account, please let me know.
 ... "

*seufz* Ok, das freut mich dann doch. Wäre schade gewesen um die doch schon seit einiger Zeit laufenden Nachrichten und der Ansammlung von Kontakten, deren literarische Ergüsse mich in den - zugegebenermaßen - seltenen schlaflosen Nächten unterhielten.